6.5.2011 – Irma Rosenberg-Preise für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus

6.May 2011

Die Irma Rosenberg-Preise würdigen hervorragende Veröffentlichungen und wissenschaftliche Leistungen, in deren Zentrum die Geschichte des Nationalsozialismus im Kontext der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Gewalt, Diktaturen und Genoziden steht, die insbesondere die Verfolgung durch das NS-Regime aus rassistischen Gründen, den nationalsozialistischen Massenmord, die Verfolgung politischer GegnerInnen oder Strategien und Formen des Widerstands thematisieren. Sie wurden 2010 erstmals vergeben. Die Preise dienen dem Gedächtnis an Irma Rosenberg (Komotau 1909 – Wien 2000).

Irma Rosenberg hat sich seit dem Beginn der 1930er Jahre aktiv gegen Faschismus und Rassismus eingesetzt und musste aufgrund der Verfolgung durch das NS-Regime wegen ihrer politischen Aktivitäten sowie wegen ihrer jüdischen Herkunft emigrieren. Sie hat mit einer testamentarischen Widmung den Anstoß zur Schaffung dieser Preise gegeben, die  zur Förderung und öffentlichen Anerkennung von NachwuchswissenschafterInnen beitragen sollen. Die Irma Rosenberg-Preise werden alle zwei Jahre von der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (Abt. III/2) vergeben.

Sie bestehen aus dem von der Stadt Wien gestifteten und mit 4000.- Euro dotierten
Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus,
sowie aus zwei von der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung zu gleichen Teilen getragenen mit 2000.- Euro dotierten Förderpreisen für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus.

Preisträgerinnen der Irma Rosenberg-Preise 2010:

Frau Mag. Dr. Claudia Andrea Spring
erhielt für ihre Monographie
„Zwischen Krieg und Euthanasie – Zwangssterilisation in Wien 1940-1945“
aus dem Jahr 2009 von der Jury den Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus zugesprochen.

Für Ihre jeweils 2010 eingereichten Dissertationen  wurden
Frau Mag. Dr. phil. Regina Fritz
mit einer Arbeit zu
„Geschichtspolitik in Ungarn – Holocausterinnerung und Opferkurs seit 1945“

und

Frau Mag. Dr. phil. Barbara Juliane Hoffmann
mit einer Arbeit unter dem Titel
„Zwischen Integration, Kooperation und Vernichtung: Blinde Menschen unter dem NS Regime in der „Ostmark“ 1938-1945“
gewürdigt.

Die feierliche Preisverleihung findet am Freitag den 6. Mai 2011, 15-17h
im Seminarraum des Instituts für Ethik und Recht in der Medizin (= Alte Kapelle)
am Universitäts-Campus Wien (Spitalgasse 2-4/Hof 2.8, 1090 Wien) statt.

Einladung zum Ausdrucken