Personalia Preise Presseberichte

Das Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen schreibt auf Empfehlung seines wissenschaftlichen Beirats die Sir Peter Ustinov Gastprofessur der Stadt Wien 2015 an der Universität Wien öffentlich aus.

Zur Bewerbung eingeladen sind Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus allen Disziplinen (Voraussetzung ist Habilitation oder gleichzuhaltende Qualifikation), die sich nachweislich mit folgendem Themenkreis befasst haben:

Vom Alltagskonflikt zur Massengewalt. Ressentiments als Triebkräfte im sozialen und politischen Leben, eine Analyse anhand von historischen und aktuellen Beispielen

Wie kommt es vom Alltagskonflikt zur Massengewalt?
Welches sind die Triebkräfte, Strukturen und Prozesse der Eskalation?
Welche Möglichkeiten der Prävention und der Deeskalation bieten sich an?

Die Bewerberinnen und Bewerber sollen diese Fragen disziplinübergreifend behandeln und im Rahmen öffentlicher Vorlesungen sowie eines Seminars an der Universität Wien im Sommersemester 2015 (1.3.2015-30.6.2015) oder im Wintersemester 2015/16 (1.10.2015-31.1.2016) an Studierende und andere Interessierte vermitteln. Die mehr »

Die Irma Rosenberg-Preise würdigen hervorragende Veröffentlichungen und wissenschaftliche Leistungen, in deren Zentrum die Geschichte des Nationalsozialismus im Kontext der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Gewalt, Diktaturen und Genoziden steht, die insbesondere die Verfolgung durch das NS-Regime aus rassistischen Gründen, den nationalsozialistischen Massenmord, die Verfolgung politischer GegnerInnen oder Strategien und Formen des Widerstands thematisieren. Sie wurden 2010 erstmals vergeben. Die Preise dienen dem Gedächtnis an Irma Rosenberg (Komotau 1909 – Wien 2000).

Irma Rosenberg hat sich seit dem Beginn der 1930er Jahre aktiv gegen Faschismus und Rassismus eingesetzt und musste aufgrund der Verfolgung durch das NS-Regime wegen ihrer politischen Aktivitäten sowie wegen ihrer jüdischen Herkunft emigrieren. Sie hat mit einer testamentarischen Widmung den Anstoß zur Schaffung dieser Preise gegeben, die  zur Förderung und öffentlichen Anerkennung von NachwuchswissenschafterInnen beitragen sollen. Die Irma Rosenberg-Preise werden alle zwei Jahre von der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien gemeinsam mit dem Kulturamt mehr »

Mit großer Trauer gibt das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien bekannt, dass die emeritierte Universitätsprofessorin und langjährige Institutsvorständin Erika Weinzierl am 29. Oktober 2014 in der Früh im 89. Lebensjahr verstorben ist.

foto: apa/robert jaeger

Sie war eine weit über die akademischen Grenzen hinaus bekannte Zeithistorikerin, die mit großem Engagement für eine kritische Auseinandersetzung mit der jüngsten Geschichte Österreichs, insbesondere mit Antisemitismus und Nationalsozialismus, eingetreten ist und mehrere Generationen von Historikerinnen und Historikern nachhaltig geprägt hat. Ethisches aktives Handeln zur Durchsetzung von Menschenrechten und eine offene historische Auseinandersetzung mit Menschrechtsverletzungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk Weinzierls.

Am 6. Juni 1925 in Wien als Erika Fischer geboren, legte sie 1943 am Humanistischen Gymnasium im 5. Bezirk die Reifeprüfung ab, um sofort vom NS-Regime zum mehr »

Prof. Dr. David Luft


Oregon State University (USA)

Wir freuen uns, Prof. David Luft als Fulbright Lecturer am Institut für Zeitgeschichte im WS 2014/15 begrüßen zu können.

Lehrveranstaltung

Die Universität Wien erneuert im Rahmen einer Kooperation zwischen der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Sozialwissenschaften und in Zusammenarbeit mit der Sigmund Freud Privat Universität Wien/Berlin/Paris mit Beginn des Wintersemesters 2014/15 am Institut für Zeitgeschichte und am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft den nach dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler benannten Franz Vranitzky Chair for European Studies.

Die beiden Institute streben mit der Einrichtung dieser transdisziplinären Professur an, ihre Zusammenarbeit in Lehre und Forschung zu intensivieren und nachhaltig auszubauen. Die Stiftungsprofessur wird maßgeblich vom Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog, von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7), der Erste Foundation, der Oesterreichischen Nationalbank und vom Rektorat der Universität Wien gefördert.

Der Historiker und Kommunikationswissenschaftler Rainer Gries  (Jena/Wien) hat den Ruf auf diese Professur angenommen. Eines der europäischen Forschungsvorhaben, die Professor Gries initiiert, wird sich den “Kulturen des Gedächtnisses im 20. und 21. Jahrhundert in Zentral- und Südosteuropa” widmen.