Aly Götz

Gastprofessor PD Dr. Götz Aly

Im Wintersemester 2012/13 ist Prof. Dr. Götz Aly Sir Ustinov-Gastprofessor. Götz Aly ist ein deutscher Historiker und Journalist mit den Themenschwerpunkten Euthanasie, Holocaust und Wirtschaftspolitik der nationalsozialistischen Diktatur.

Die Sir Peter Ustinov Professur der Stadt Wien zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen wurde von dem 2003 von Sir Peter Ustinov in Wien gegründeten Sir Peter Ustinov Institut mit großzügiger Unterstützung durch die Stadt Wien gestiftet und am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien eingerichtet.

Die Lehrveranstaltungen finden ab Di 9. Oktober 2012 wöchentlich statt.
Anmeldung, Termine und nähere Informationen zu den Lehrveranstaltungen unter:

  • 070380 Seminar (Vertiefung 2)- Hitlers Bekenntnisbuch “Mein Kampf”. Vorurteile und politische Wirksamkeit Ort und Zeit: DI wtl von 09.10.2012 bis 29.01.2013 10.00-12.00 Ort: Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1 (Achtung: Anmeldepflicht!)
    Anhand der einzelnen Kapitel des in zwei Bände gegliederten Buches sollen Tatsachen, Halbwahres und Unwahres voneinander geschieden. In einem zweiten Schritt soll herausgefunden werden, warum und unter welchen Umständen bestimmte Ressentiments gegen sehr unterschiedliche Menschengruppen – wie Juden, Sozialdemokraten, Liberale, Kommunisten, Adelige, Bürger, Behinderte, Slawen, Kapitalisten – für sich oder in Kombination auf massenhaften Zuspruch stießen. Dazu ist es notwendig, sowohl die Sprache des Buches und die politischen Inhalte als auch das politische Echo zu untersuchen.
  • 070379 Vorlesung Zeitgeschichte als Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts [VO] –
    Die “Euthanasie”-Morde 1939 – 1945. Öffentlich Bedienstete, Verwandte, Nachbarn und Opfer. Gesellschaftsgeschichte tödlicher Vorurteile
    Ort und Zeit: DI wtl von 09.10.2012 bis 29.01.2013 16.45-18.15 Ort: Hörsaal 41 Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
    Ziel der Vorlesung ist es, jenseits der üblichen Kategorien – hier viele Opfer, dort wenige Täter – zu thematisieren, wie die große Mehrheit der Deutschen (und Österreicher) auf das Mordprogramm reagierte, das Anfang 1939 unter der Bezeichnung Aktion-T4 begann und bis 1945 zum gewaltsamen Tod von etwa 200.000 großdeutschen Staatsbürgern führte. Anhand zeitgenössischer Filme wird die Propaganda zur schmerzlosen “Lebensunterbrechung” unheilbar Kranker behandelt. In welchem Maß verfing diese Propaganda? Warum schwiegen die Anverwandten hernach? Warum ist es heute unüblich, die vollen Namen der Ermordeten zu nennen?



    Die Vorlesung ist öffentlich zugänglich.
    Terminplan mit den einzelnen Vortragsthemen