Beiträge in 'News'

Montag, 25. Juni 2018, 19:00 Uhr
„Alte Kapelle“ Institut für Ethik und Recht in der Medizin
Campus der Universität Wien, Hof 2, Tür 2.8, Spitalgasse 2–4, 1090 Wien
Universität und Politik in Österreich
Als Erika Weinzierl im Juni 1968 ihre Antrittsvorlesung als ordentliche Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Salzburg unter dem Titel „Universität und Politik in Österreich“ hielt, tat sie dies in politisch bewegten Zeiten. Aus Anlass dieses runden Jubiläums und dem Anliegen, das Erbe der Historikerin und Intellektuellen zu bewahren, veranstaltet das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien eine Podiumsdiskussion, um ganz in Weinzierls Sinne die Gegenwart und Zukunft der Beziehungsverhältnisse von Universität und Politik gemeinsam mit ExpertInnen auszuloten. mehr »

Berufungsverfahren / Vortragsreihe “Zeitgeschichte – Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung“

Ort: Hörsaal 2 im Tiefparterre im Hauptgebäude der Universität Wien, 1010 Wien, Universitätsring 1

Donnerstag, 21.06.2018

09:00h
Prof. Dr. Boris BARTH
„Von der Demokratie zur Diktatur. Ein europäischer Vergleich“

11:00h
Prof. Dr. Isabel HEINEMANN
„Die Familie als Relais der nationalsozialistischen In- und Exklusionspolitik. “

14:00h
Ass. Prof. Dr. Alexander KORB
„Der Holocaust und die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts. Heraus-forderungen und Forschungsperspektiven.“

16:00h
PD Dr. Kerstin v. LINGEN
„Disziplinieren und Strafen im „Großdeutschen Reich“: NS-Ordnungsvorstellungen und Besatzungskonzepte am Beispiel Südtirol, 1943-45“

Freitag, 22.06.2018

09:00h
Univ.-Prof. Dieter POHL
„Das dunkle Vierteljahrhundert: Eine globale Perspektive auf den Nationalsozialismus in der Massengewalt von 1927 bis 1953“

11:00h
PD Dr. Daniel SIEMENS
„Die United Restitution Organization (URO): Eine Globalgeschichte von Recht und Politik nach dem Holocaust, 1948-2009“

Mo 11. Juni.2018, 18.00 Uhr
Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1
Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien

E.K. Winter (1895-1959) gilt allgemein als Soziologe und Politiker, wenig bis gar nicht als Historiker. Ist er ein Historiker? Promoviert hat er in Rechts- und Staatswissenschaften, weder in Geschichte, noch in Zeitgeschichte.

E.K. Winter verfolgte sein Leben lang ein politisches Ziel, eine „Idee“ im Sinne der Ideenlehre Platons. Es war die „österreichische Idee“, die Suche nach der österreichischen Identität der Menschen seiner Heimat, ihrer Nation, ihres Staates. Umgeben, gefangen von der damalig herrschenden deutschnationalen Ideologie versuchte er sein Leben lang, „das Österreichische“ zu umreißen. Dafür bemühte er sich unermüdlich um eine neue, „österreichische“ Geschichtsauffassung. mehr »

ACHTUNG: Verlängerung der Bewerbungsfrist bis 17.6.2018

Ausschreibung der Irma Rosenberg-Preise für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus
Die österreichische Gesellschaft für Zeitgeschichte und das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien schreiben gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

die Irma Rosenberg-Preise für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus

aus.

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Am Institut für Zeitgeschichte ist eine Gastprofessur (Vollzeit) mit einem Lehrumfang von 8 Semesterwochenstunden zu besetzen.
Beschäftigungsausmaß: 40 Stunden/Woche, Einstufung gemäß Kollektivvertrag: Univ Prof. (KV) Gastprof.

Die/der Bewerber/in soll in Themenfeldern der Frauen- und Geschlechtergeschichte des langen 20. Jahrhunderts mit einem Bezug auf den geographischen Raum Österreichs ausgewiesen sein.

Den Volltext der Ausschreibung finden Sie im Jobcenter der Universität

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Motivationsschreiben unter der Kennzahl 8621, welche Sie bis zum 30.06.2018 (Fristverlängerung!) bevorzugt über unser Job Center (http://jobcenter.univie.ac.at/)  an uns übermitteln.

Kennzahl der Ausschreibung: 8621

 

Perspektiven und Heraus-forderungen im kuratorischen Umgang mit Bildmaterial aus dem Nationalsozialismus

Do 14. Juni 2018, 12:00
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, Universitätscampus
Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

Maiken Umbach ist Professorin für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Notting­ham, England. In zahlreichen Monografien und Aufsätzen hat sie sich mit historischen Bildersprachen von der Aufklärung bis ins 20. Jahrhundert befasst. Sie leitet zur Zeit ein großes, vom britischen Arts and Humanities Research Council finanziertes Forschungsprojekt zum Thema „Photography as Political Practice in National Socialism“, an dem mehrere historische Museen beteiligt sind. mehr »

Ähnlich wie in Nürnberg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, so standen auch in Tokyo von 1946-1948 die Führer des japanischen Kaiserreichs vor einem Internationalen Militärgericht. Er ist heute in Europa fast vergessen, und es war zum ersten Mal, dass im historischen Gerichtsaal von Nürnberg eine wissenschaftliche Konferenz zum Thema stattfand, bei der internationale Forscher, viele aus Asien, zusammenkamen.

28 Vertreter der japanischen Elite, unter Ihnen Ministerpräsidenten, Generäle, Minister und Diplomaten, mussten sich in Tokyo in 55 Anklagepunkten für die Kriegführung des japanischen Kaiserreichs verantworten. Elf Richter aus den elf am Pazifikkrieg beteiligten Nationen fällten das Urteil über sie, das jedoch nicht einstimmig ausfiel: der indische, französische und niederlände Richter gaben jeweils abweichende Empfehlungen ab. Das Urteil gegen die Anklagen, darunter sieben Todesurteile, jährt sich 2018 zum 70. Mal.

Kerstin von Lingen, momentan Gastprofessorin am Institut für Zeitgeschichte, eröffnete die Konferenz mit ein paar Thesen zur „Transcultural Justice“ in Tokyo. mehr »

Vortrag und Buchpräsentation
Jan Müggenburg. Das Ohr aus Illinois – Kybernetische Maschinen als lebhafte Artefakte
DI 22.05.2018, 18.00 Uhr, Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1, Spitalgasse 2-4, Hof 1, 1090 Wien

»Ich war zu Tränen gerührt, als Murray Babcock mir an unserem kybernetischen Institut eines Tages sagte: ›Ich habe diesen Dynamic Analyzer gebaut, aber ich weiß immer noch nicht, wozu er eigentlich gut sein soll«. Die Worte Heinz von Foersters über seinen Mitarbeiter wirken auf den ersten Blick befremdlich. Als Ingenieur arbeitete Babcock für Foerster in den 1960er Jahren am Biological Computer Laboratory (BCL) der University of Illinois in Urbana-Champaign und hatte den Auftrag, kybernetische Maschinen nach dem Vorbild biologischer Funktionsweisen zu konstruieren. Der Dynamic Signal Analyzer sollte eigentlich das nur wenige Millimeter große menschliche Innenohr imitieren und gehörte zu den Vorzeigeprojekten des BCL. Wenn aber am Ende eines mehrjährigen Projektes ein raum­füllender Apparat steht, von dem selbst ihr Konstrukteur nicht mehr so richtig weiß, ›wozu er eigentlich gut sein soll‹, dann ist in der Übersetzungskette von der Natur zur Maschine scheinbar etwas aus den Fugen geraten. mehr »

Do 3. Mai 2018, 12:00
Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte
Universitätscampus, Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

Das reichhaltig dokumentierte „autobiografische Leben“ der Familie Viertel stellt in mehrfacher Hinsicht den „Idealfall“ dar, um auto/biografische Praktiken zu untersuchen und auszuprobieren: Zwar fanden die Schauspielerin und Drehbuchautorin Salomea Sara (Salka) Viertel (1889–1978, geb. Steuermann), ihr Ehe­mann, der Schriftsteller und Regisseur Berthold Viertel (1885–1953) und ihr mitt­lerer Sohn, der Autor und Filmschaffende Peter Viertel (1920–2007) nie wirklich Eingang in einen europäi­schen oder angloamerikani­schen Kanon des Theaters, Films oder der Literatur, doch im Gegensatz zu einer überwältigenden Mehrzahl von Personen, die nichts oder kaum etwas hinterließen, blieben sie auch keine „Geschichtslosen“. An der Familie Viertel zeigt sich zudem bespielhaft, dass ein von Migration/en gepräg­tes Leben zwar verstärkt zur Biografisierung desselben drängte, dass die Materialität dieser Lebensdoku­mentation im „Exil“ aber schwierig zu erhalten war und dass der Verlust von kulturellen Kontexten auf die Erzählung der eigenen Geschichte auswirkte. mehr »

Der dreitägige Jahreskongress der österreichischen Zeithistorikerinnen und Zeithistorikern, der Zeitgeschichtetag 2018, ist in Wien erfolgreich beendet worden. Die fulminante Eröffnungsrede „über die Folgen der Pariser Friedensverträge von 1919 für die europäische Entwicklung“ hat die international renommierte Historikerin Margaret MacMillan, die in Oxford und an der Toronto University lehrt, gehalten – u.a. in Anwesenheit der Rektoren der Universität Wien und Medizinischen Universität Wien, Heinz Engl und Markus Müller.

In den folgenden Tagen präsentierten vor zahlreichem Publikum über 150 österreichische und internationale Zeithistorikerinnen und Zeithistoriker in über 40 Podiumsveranstaltungen die aktuellsten Forschungsergebnisse – durchaus immer wieder im internationalen Vergleich.

Während des Kongresses wurde auch intensiv über eine Resolution zur „FPÖ-Historikerkommission“ diskutiert.

Die Resolution, die von Vertreterinnen und Vertrtern aller universitären Zeitgeschichte-Institute und Fachabteilungen verfasst wurde, gibt es hier zum Download:

Transparenz statt Diskretion.
Stellungnahme am Österreichischen Zeitgeschichtetag 2018 an der Universität Wien zur sogenannten FPÖ-Historikerkommission
(Download)

Inzwischen haben bereits mehr als 600 Personen diese Resolution unterzeichnet:

Link zur Petition: mehr »