Zur Stellungnahme von Sektionschef Dr. Peter Mahringer, bm:bwk,
betr. "Haus der Zeitgeschichte" vom 19. März 2002
Sehr geehrter Herr Sektionschef!
Vielen Dank für die prompte Antwort (Ihr Fax vom 19.3.2002) auf das Protestschreiben der österreichischen ZeithistorikerInnen vom 18.3.2002, die leider von zwei eklatanten Missverständnissen geprägt ist, die ich hier nur kurz im Namen der Unterzeichneten ausräumen möchte:
Erstens haben die Unterzeichneten sofort, daher tatsächlich „zeitgerecht“, auf die im „Standard“ veröffentlichte Absicht der Bundesregierung reagiert, ein „Haus der Zeitgeschichte“ ohne Einbeziehung der österreichischen ZeitgeschichtsforscherInnen zu errichten. Die konkrete Planung einer Ausstellung zum Staatsvertrag im Jahre 2005 ist daher nicht Gegenstand des Protestschreibens gewesen, sondern die in der Tagespresse angekündigte einseitige und für die Zeitgeschichte nicht repräsentative personelle Zusammensetzung für das geplante „Haus der Zeitgeschichte“. Da der Text des Ministerratsvortrags den österreichischen ZeithistorikernInnen nicht vorgelegen war, kann aus offensichtlichen Gründen weder eine verspätete noch fehlende Reaktion moniert werden.
Zweitens ist die von Ihnen genannte Resolution vom 21. Jänner aus
dem Jahre 2000 datiert (zweitausend) und wurde damals Frau Ministerin Gehrer
ebenfalls „zeitgerecht“ übermittelt (Schreiben des damaligen Institutsvorstandes
Univ.-Prof. Dr. Gerhard Jagschitz) und von der Frau Bundesminister beantwortert.
Im Namen der UnterzeichnerInnen des offenen Briefes an den BK vom 19.3.2002
Mit freundlichen Grüßen
Ao. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Stadler
(Vostand des Instituts für Zeitgeschichte der Universität
Wien)