30.5. – Gastvortrag Norbert Frei: Das Amt und die Vergangenheit

30.May 2011

Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik Deutschland

Mo, 30. Mai 2011, 11 – 13 Uhr
Aula am Campus
Spitalgasse 2-4/Hof 1/Eingang 1.11
1090 Wien

Norbert Frei gehörte gemeinsam mit Eckart Conze, Peter Hayes und Moshe Zimmermann der Unabhängigen Historikerkommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Auswärtigen Amtes in der Zeit des Nationalsozialis­mus und in der Bundesrepublik Deutschland an. Die vom ehemaligen deutschen Außenminister Joschka Fischer berufene Kommission veröffentlichte ihr Buch im Herbst 2010. In Wissenschaft und Öffentlichkeit stieß es auf großes Interesse und sorgte für eine intensive Diskussion. Im Zentrum steht die Frage nach der Rolle der deutschen Diplomaten im Dritten Reich und ihrer Selbstdarstellung nach Kriegsende, als das Auswärtige Amt zu einem Hort des Widerstands mystifiziert wurde. Norbert Frei spricht über die NS-Vergangenheit des Amtes und den Umgang damit in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland.

Norbert Frei (geboren 1955) ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Uni­versität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Im akademischen Jahr 2010/11 war er Theodor-Heuss-Professor an der New School for Social Research in New York / N.Y. Frei ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Kuratoriums der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und Autor zahl­reicher Werke zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert. Der politische und gesellschaftliche Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit ist ein Schwerpunkt seiner Forschungen.

Eine Veranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte mit finanzieller Unterstützung durch die Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät der Universität