Klaus Ottomeyer – Sir Ustinov-Gastprofessur im WiSe 2015/16

25. August 2015
Im Wintersemester 2015/16 ist  em. Prof. Dr. Klaus Ottomeyer Sir Ustinov-Gastprofessor am Institut für Zeitgeschichte.

Die Sir Peter Ustinov Professur der Stadt Wien zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen wurde von dem 2003 von Sir Peter Ustinov in Wien gegründeten Sir Peter Ustinov Institut mit großzügiger Unterstützung durch die Stadt Wien gestiftet und am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien eingerichtet.

Prof. Ottomeyer wird zwei Lehrveranstaltungen abhalten:
070175 VO Vorlesung (PM4) – „Identität und Ressentiment. Vom Alltagskonflikt zur offenen Gewalt“ (öffentlich zugänglich)
070174 SE Seminar (PM4) – “ Identität und Ressentiment. Vom Alltagskonflikt zur offenen Gewalt“ (nur für Studierende)

Identität und Ressentiment – vom Alltagskonflikt zur offenen Gewalt

Die Vorlesung und das Seminar befassen sich damit, wie die alltäglichen Identitätsspannungen von scheinbar friedlichen Individuen zu einem Ressentiment gegenüber dem Fremden und zu Gewaltausbrüchen führen können. Dabei wird die Situation von Tätern, Opfern und Zuschauern untersucht. Zuschauer können unter bestimmten Bedingungen auch zu Helfern werden. Wie gehen wir mit den Opfern – z. B. Flüchtlingen – um? Es geht in der Vorlesung und im Seminar auch um die Entwicklung praktischer Ansätze. Vorlesung und Seminar sind aufeinander bezogen, können aber auch getrennt besucht werden.

Klaus Ottomeyer, geb. 1949, ist Sozialpsychologe und Psychotherapeut. Er war von 1983 bis 2013 ordentlicher Universitätsprofessor an der Universität Klagenfurt und arbeitet als Psychotherapeut und Obmann der Kärntner Einrichtung ASPIS schwerpunktmäßig mit traumatisierten Kriegsflüchtlingen.