Beiträge über 'Sozialdemokratie'

Donnerstag, 19. November 2009, 12:00 s.t.
Seminarraum 1 des Instituts für Zeitgeschichte
Universitäts-Campus, Spitalgasse 2-4/Hof 1, 1090 Wien

Das Leben und Wirken des Wiener Rechtsanwalts Gustav Harpner spiegelt die politischen und kulturellen Strömungen in Österreich vom Fin de Siècle bis in die 1920er-Jahre wider. Harpner begann seine Karriere als Verteidiger in den „Anarchisten“-Prozessen und stieg bald zum wichtigsten Parteianwalt der Sozialdemokratie auf. Er war ebenso als Anwalt von Viktor und Friedrich Adler (den er auch vor dem Ausnahmegericht 1917 verteidigte) wie auch zahlreicher anderer prominenter, nicht nur sozialdemokratischer PolitikerInnen (zB Boschek, Ellenbogen, Seitz, Glöckel, Masaryk usw.) tätig. Weiters vertrat er die sozialdemokratische Eisenbahner gewerkschaft, die Arbeiter-Zeitung und zahlreiche Prominente aus der Kunst- und Kulturszene (zB Bahr, A. Mahler, Mildenburg, K. Kraus, K. Moser). 1919 war Harpner an den legistischen Arbeiten zum Habsburgergesetz maßgeblich beteiligt und fungierte auch als Anwalt der Republik in Angelegenheiten des konfiszierten Habsburgervermögens. Ebenfalls 1919 wurde er Mitglied des VfGH, mehr »