Internationale kulturelle Transfers bestimmen Politik und Kultur um 1930 ebenso wie faschistische Mythen der Erneuerung. Die wissenschaftliche Tagung Kulturelle Transfers – Mythen der Er-neuerung. Wien um 1930 wird begleitend zur Themenausstellung des Wien Museums Kampf um die Stadt. Politik, Kunst und Alltag um 1930 vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien organi-siert. In Auseinandersetzung mit der auf Wien fokussierten Ausstellung sollen einerseits Polarisie-rungen, Gegensätze und Konfliktfelder der politisch-kulturellen Entwicklung thematisiert werden, andererseits ist es Ziel der Veranstaltung sowohl den europäischen Vergleich als auch die inter-nationale Vernetzung politischer und kultureller Entwicklungen zu diskutieren. In einem ersten Abschnitt werden unter dem Titel Zirkulationen exemplarische Untersuchungen zu politischen und kulturellen Transfers zwischen Prag, Wien und Budapest sowie zu Kulturen des Internationalismus, wie sie etwa in Teilen der Frauenbewegung gepflegt wurden, thematisiert. Ein zweiter Abschnitt soll unter dem Titel Mythen der Erneuerung Umbrüche zur Diktatur in einem europäischen Vergleich zur Diskussion stellen, wobei der Fokus auf Deutschland, Österreich und Italien liegen wird. Faschistische Kampfbünde in Deutschland und Italien werden ebenso Thema sein wie der Kampf um kulturelle Hegemonie im Austrofaschismus.




