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 ... Mitteilungen 28(2)(2017) mit Semesterprogramm ...

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Zoologisch-Botanische Gesellschaft Österreich

„ZooBot-Exkursion zum Zeiserlberg – Crambe tataria Schutzgebiet“

geführt von Mag. Manuela Zinöcker, Prof. Dr. Manfred A. Fischer und Prof. Dr. Hannes Paulus (Universität Wien)

Sa.14. Juni 2014  Treffpunkt  9:30

Gemeinde Ottenthal, Naturschutzgebiet NÖ bei der Tafel, 1 km westlich von Ottenthal an der Straße Richtung
Pottenhofen, “In Zeiselbergen” (so auf der ÖK)

 Achtung! An diesem Tag gibt es keine öffentliche Verkehrsverbindung. Im Sinne des Umweltschutzes bitten wir, Fahrgemeinschaften zu bilden!

Plakat zum download 

Zeiserlberg 2014 K
Zeiserlberg 2014 K
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Details...

Details zum Schutzgebiet  

Nachlese:

Die interessierten ExkursiosteilnehmerInnen wurden ausgezeichnet betreut! Vielen Dank an Mag. Manuela Zinöcker, Prof. Dr. Manfred A. Fischer und Prof. Dr. Hannes Paulus für ihre unbezahlten Mühen!
Frau Mag. Zinöcker erklärte die Standortansprüche der Crambe tataria und Details ihrer Lebensweise, welche nach dem Monitoring 2004-2009 in den Plan der Managementmaßnahmen für diese schützenswerte Zielart einfloßen. Es werden inzwischen seit 12 Jahren jährliche Pflegemaßnahmen durchgeführt! Die Anzahl der Individuen stieg DEUTLICH an: 437 im Jahr 1996, 557 im Jahr 2004 und schließlich 725 im Jahr 2009, was die Effektivität der Managemaßnahmen bestätigt. Die Verbuschung konnte eingedämmt werden.
Außer der C. t. konnten weitere im Lößtrockenrasen vergesellschaftete Arten aufgefunden werden. Beeindruckend war die Vielfältigkeit, das Mosaik von Kleinlebensräumen, die unterschiedlichsten Arten auf der gar nicht so großen unter Schutz gestellten Fläche ein Auskommen bietet. Die aufgefundenen Insekten und die Erklärungen zu ihrer Biologie rundeten die Exkursion ab.
Das Interesse der EinwohnerInnen von Ottenthal freut uns besonders! Das Bewußtsein, diesen Schatz im Gemeindegebiet zu besitzen, fand seinen Niederschlag darin, dass Blüten der Crambe tataria seit einiger Zeit im Gemeindewappen zu finden sind. Herr Bürgermeister Erwin Cermak begleitete uns und stand mit lokalem Wissen zur Verfügung

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Vorschau:

 ”Das Naturschutzgebiet Zeiserlberg (Bez. Mistelbach) ist Teil des Europaschutzgebietes Weinviertler Klippenzone und des Landschaftsschutzgebietes Falkenstein. Es stellt eine weitgehend gehölzfreie Rasensteppe mit zahlreichen seltenen Pflanzen- und Tierarten (Tatarischer Meerkohl! Neuntöter!) dar. Die Zoologisch-Botanische Gesellschaft hat hier bereits im Jahr 1910 Flächen gepachtet („Reservation Ottenthal“) und so zur nachfolgenden Unterschutzstellung (1932; 1940; 1978) wesentlich beigetragen. In dieser Tradition wurden in jüngster Zeit Flächen zur nachhaltigen Sicherung des Schutzgebiets durch die Gesellschaft angekauft.”  (Wolfgang Punz)

“Der Zeiserlberg (auf der ÖK „Zeiselbergen“) ist ein kleiner Hügelzug 1 km westlich von Ottenthal im nordöstlichen Weinviertel. Dort hat der Botaniker A. Teyber im Zug seiner floristischen Erforschung des Weinviertels im Jahre 1902 Crambe tataria, den Tátorján-Meerkohl (fälschlich „Tatarischer“ Meerkohl genannt) neu für Österreich entdeckt. Diese sehr seltene östliche Steppenpflanze, ein Kreuzblütler, kommt in der Nähe nur noch an wenigen Punkten in Südmähren vor. Die Zoologisch-Botanische Gesellschaft hat bereits wenige Jahre später, 1910, eine Fläche gepachtet, die später zum Naturdenkmal erklärt worden ist – übrigens das älteste in Niederösterreich. Seit 1978 ist der gesamte, etwa 3,2 Hektar große Südhang das Naturschutzgebiet „Zeiserlberg“. Management-maßnahmen bemühen sich neuerdings um die Erhaltung dieser wissenschaftlich und naturschutzfachlich bemerkenswerten Art.
Der Tátorján-Meerkohl ist ein Steppenroller, der Anfang Mai blüht; wir werden ihn mit jungen Früchten antreffen. Das Vorkommen dieser spektakulären floristischen Kostbarkeit liegt in einem tiefgründigen pannonischen Löss-Halbtrockenrasen, der im Juni in vollem Entwicklungszustand anzutreffen sein wird und etliche andere Seltenheiten wie etwa Phlomis tuberosa / Knollen-Brandkraut und Oxytropis pilosa / Steppen-Spitzkiel enthält.”  (Manfred A. Fischer)


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