Hg. von Ingrid Bauer (Salzburg) und Christa Hämmerle (Wien)

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Diese Print-Ausgabe direkt bei der Redaktion bestellen / Order print issue at the editorial office: lhomme.geschichte (at) univie.ac.at

For our English readers: Please note that the articles by Claire Langhamer ("Everyday Advice on Everyday Love. Romantic Expertise in Mid-twentieth Century Britain”) and Eve Rosenhaft’s review of Karin Hausen, "Geschlechtergeschichte als Gesellschaftsgeschichte” are in English; all abstracts are also in English.

Dieses Heft setzt sich – in kritischer Ausrichtung – mit dem kulturellen Konzept der „Romantischen Liebe“ auseinander, das in der europäischen Moderne seit der Aufklärung zu einer hegemonialen Leitidee wurde. In verschiedenen zeitgenössischen Spielarten ist es bis heute, d. h. über die Postmoderne hinaus, wirkmächtig geblieben – ungeachtet der vielen Brechungen und Widersprüche, die ein Blick auf die Formen und Praxen gelebter Liebe vom 19. bis ins 21. Jahrhundert rasch deutlich macht. An Fallbeispielen wird aufgezeigt, ob beziehungsweise wie dieses Konzept angeeignet, weiterentwickelt und in hetero- sowie homosexuelle Paarbeziehung umgesetzt wurde. Außerdem wird nach Dimensionen und Grenzen einer globalen Bedeutung und Verbreitung dieses Liebesleitbildes gefragt.

 

PDFs

Editorial (pdf)

Abstracts of main articles (in English) (pdf)

Inhaltsverzeichnis / Table of content (pdf)

 

Inhaltsverzeichnis

Ingrid Bauer und Christa Hämmerle: Editorial, 5–14

Beiträge

Benno Gammerl: Queer Romance? Romantische Liebe in den biographischen Erzählungen von westdeutschen Lesben und Schwulen, 15–34

Claire Langhamer: Everyday Advice on Everyday Love: Romantic Expertise in Mid-twentieth Century Britain, 35–52, article online at Eurozine

Barbara Asen: Vom „Götterfunken der Liebe“ bis zu „des Papstes heil’gem Segen“. Romantische Liebesrhetorik und katholischer Kontext in Paarkorrespondenzen aus Österreich, 53–72

Extra

Ute Gerhard: Feministische Perspektiven in der Soziologie. Verschüttete Traditionen und kritische Interventionen, 73–91

Forum

Heike I. Schmidt: Keine romantische Liebe in Afrika? Männer, Mission, Monogamie, 93–102

Claudia Olk: Romantische Liebe in globaler Perspektive? William M. Reddys „The Making of Romantic Love. Longing and Sexuality in Europe, South Asia, and Japan, 900–1200 CE“ (2012), 103–108

Im Gespräch

Ingrid Bauer und Christa Hämmerle mit Ute Frevert über „Gefühle als geschichtsmächtige Kategorie“, 109–117

Aus den Archiven

Levke Harders: Archive der Wissenschaften. Die Amerikanistin Miriam M. Heffernan. Eine Personalakte gibt Auskunft, 119–123

Aktuelles und Kommentare

Rolf Pohl: Die feindselige Sprache des Ressentiments. Über Antifeminismus und Weiblichkeitsabwehr in männerrechtlichen Diskursen, 125–136

Gabriella Hauch: „Es gibt keinen Abschied…“. Gerda Lerner (1920–2013) zum Gedenken, 137–139

Rezensionen zum Themenschwerpunkt

Brigitte Semanek: Simon May, Love. A History, 141–144

Nina Verheyen: Luisa Passerini, Liliana Ellena u. Alexander C. T. Geppert Hg., New Dangerous Liaisons. Discourses on Europe and Love in the Twentieth Century, 144–147

Ines Rebhan-Glück: Eva Illouz, Warum Liebe weh tut. Eine soziologische Erklärung, 148–151

Weitere Rezensionen

Eve Rosenhaft: Karin Hausen, Geschlechtergeschichte als Gesellschaftsgeschichte, 153–156

Margareth Lanzinger: Angela Groppi, Il welfare prima del welfare. Assistenza alla vecchiaia e solidarietà tra generazioni a Roma in età moderna, 156–158

Christiane Eifert: Andrea Bergler, Von Armenpflegern und Fürsorgeschwestern. Kommunale Wohlfahrtspflege und Geschlechterpolitik in Berlin und Charlottenburg 1890 bis 1914, 159–161

Claudius Torp: Monica Neve, Sold! Advertising and the Bourgeois Female Consumer in Munich, 1900–1914, 161–164

Susanne Moser: Barbara Holland-Cunz, Gefährdete Freiheit. Über Hannah Arendt und Simone de Beauvoir, 164–167

Abstracts, 169–171

Anschriften der AutorInnen, 173–174