Projekte

Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Edith Saurer
Mitarbeiterinnen: Mag. Dr. Nikola Langreiter, Ingrid Brommer, BA und Christine Karner

Der Quellenbestand umfasst 354 Fotografien eines unbekannten Fotografen aus dem Zeitraum der 1920er bis in die 1960er Jahre. Als ein gemeinsamer Flohmarktfund sind diese mit einzelnen privaten Korrespondenzstücken sowie 76 unbeschriebenen Postkarten Teil eines Vorlasses in der Sammlung Frauennachlässe.

Neben privaten Aufnahmen zeigen die Fotos unter anderem Porträts von Politikern der Zwischenkriegs- und NS-Zeit und weiterer bekannter Zeitgenossen (Fußballer, Mediziner). Daneben liegen weiters Ansichten aus dem Wien der Nachkriegszeit (Szenen des Wiederaufbaus etc.) vor.

Die Fotografien wurden im Rahmen des Projekts inventarisiert und es wurde versucht, den historischen Kontext zu erschließen sowie die Provenienz der Bilder und deren Entstehungsgeschichten und Hintergründe zu rekonstruieren.

Drittmittelfinanzierung: Stadt Wien, MA 7 – Kultur

Die Niederösterreicherin Barbara, genannt Wetti, Baumgartner (geb. Teuschl) hat das einzige von ihr vorliegende Tagebuch im Zeitraum von April 1870 bis Mai 1885 verfasst. Es ist eines der ältesten in der Sammlung Frauennachlässe archivierten Frauentagebücher und wurde von Nikola Langreiter ediert.

Barbara Baumgartner (1851-1944) war die Tochter einer Fuhrwerksunternehmersfamilie in Krems. Mit ihrem Ehemann eröffnete sie verschiedene Geschäfte und Fachhandlungen in Wien und Krems, die sie jedoch jeweils nach kurzer Zeit wieder schließen mussten.

Projektmitarbeiterin: Nikola Langreiter

Die Tagebuch-Edition erschien im Frühjahr 2010 im Böhlau-Verlag:
siehe unter » "Publikationen", "Tagebuch von Wetti Teuschl (1870-1885). L'Homme Archiv 4"

Internationale Tagung "Krieg im Geschlechterkontext – Themenfelder und Perspektiven der Frauen- und Geschlechtergeschichte des Ersten Weltkrieges"
Zeit:
29. September bis 1. Oktober 2011, Universität Wien 

Call for Papers: Einreichungen bis 31. Dezember 2010 (Details siehe unten)
organisiert von Birgitta Bader-Zaar (Universität Wien), Christa Hämmerle (Universität Wien) und Oswald Überegger (Universität Hildesheim), im Rahmen der Forschungsplattform "Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte" der Universität Wien in Kooperation mit dem Arbeitskreis Historische Friedensforschung (AKHF) 

Das Programm der englischsprachigen Tagung "The First World War in a Gender Context. Topics and Perspectives" finden Sie hier.


Call for Papers

Forschungen zum Ersten Weltkrieg haben seit längerem Konjunktur, wenn auch nicht in allen nationalen Historiographien und Wissenschaftskulturen gleichermaßen. Besonders neue Inhalte und Ansätze der Weltkriegsforschung sind sehr disparat vertreten, was transnationale Perspektiven noch immer erschwert.
In hohem Ausmaß gilt das bis heute für frauen- und geschlechtergeschichtliche Untersuchungen, obwohl längst deutlich geworden ist, dass die damaligen Kriegsgesellschaften ebenso wie die komplexen Folgen des Ersten Weltkrieges ohne Berücksichtigung der analytischen Kategorie Geschlecht nicht ausreichend erfasst und verstanden werden können. Denn in allen beteiligten Staaten führte dieser weitgehend totale Krieg nicht nur zur breiten Unterstützung des Krieges durch Frauen an der weiblich konnotierten "Heimatfront", sondern auch zu ihrem gegenläufigen Einsatz in den Kampfgebieten. Zudem wurde im Ersten Weltkrieg weit wirkmächtiger als je zuvor soldatische Männlichkeit idealisiert – mit Implikationen für die hegemonialen Geschlechter- und Gesellschaftsordnungen, die auch pazifistische Bemühungen und Aktivitäten erschwerten. Die umfassende Stilisierung der nationalen Volksgemeinschaften zu Kampfgemeinschaften, und damit verbunden Kriegshetze und ideologische Verblendung, sind ein europäisches Phänomen, ebenso wie die Erfahrung kriegerischer Gewalt bis hin zum aktiven Töten, zu Flucht und Vertreibung – in vielerlei auch geschlechterdifferenten Ausprägungen.

Wie aber lassen sich bereits vorliegende Arbeiten zu solchen Themenfeldern der Frauen- und Geschlechtergeschichte des Ersten Weltkrieges bündeln? Welche Bilanz ergibt die Zusammenschau einschlägiger Forschungen und wo liegen bestehende Schwerpunkte und Defizite des Forschungsfeldes – zum Beispiel im Vergleich unterschiedlicher nationaler Untersuchungen oder in Bezug auf die neueste Männlichkeitsforschung? Und wie dringlich gestaltet sich die Anbindung genderspezifischer Studien an politik-, sozial- und wirtschafts-, kultur-, mentalitäts- und/oder gesellschaftsgeschichtliche Perspektivierungen des Ersten Weltkrieges? Welche Differenzen bestehen, wenn der Blick erweitert wird und nationale Historiographien in einen übergreifenden, komparatistischen Kontext gestellt werden? Lassen sich dann bislang getroffene Einschätzungen der Forschung noch aufrecht erhalten und Historikerinnen-Debatten – etwa zur kriegsbedingten Virulenz der Geschlechterbeziehungen oder einer angeblich emanzipativen Wirkung des Krieges – verallgemeinern?

Die vom 29. September bis 1. Oktober 2011 stattfindende internationale Tagung "Krieg im Geschlechterkontext – Themenfelder und Perspektiven der Frauen- und Geschlechtergeschichte des Ersten Weltkrieges" will solchen Fragen anhand von vier ausgewählten Themenkomplexen nachgehen, die zentral scheinen für dieses Forschungsfeld. Damit nimmt sie das bevorstehende Erinnerungsjahr 2014 zum Anlass für eine eingehende Diskussion, will die bisherigen Ergebnisse bilanzieren und zukünftige Forschungsperspektiven entwerfen – auch im Sinne eines Beitrages zur Historischen Friedensforschung, die sich unter anderem besonders intensiv mit Aspekten der gesellschaftlichen Militarisierung und Militarismuskritik befasst hat.

Einschlägig forschende Historikerinnen und Historiker sind eingeladen, ihren Vorschlag für einen Beitrag zu dieser Tagung in Form eines Abstracts zu einem der vier folgenden, eng miteinander verflochtenen Themenbereiche spätestens bis 31. Dezember 2010 einzureichen.

* Kriegsfront – Heimatfront: Der Erste Weltkrieg wurde auch als „Volkskrieg“ geführt, gemäß einem seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert generierten Kriegskonzept, das auf die Mobilisierung aller menschlichen und materiellen Ressourcen zielte. Daher entstanden damals nicht nur Fronten, sondern ebenso „Heimatfronten“. Wie, mittels welcher Kriegs- und Geschlechterbilder, figurierten nationale Diskurse zwischen 1914 und 1918 diese neue Gesellschaftsordnung, die eine – hierarchisch konstruierte – Differenz zwischen den Frontsoldaten und einer „weiblich“ gesetzten „Heimatfront“ verabsolutierte? Lassen sich diesbezüglich Veränderungen im Kriegsverlauf festmachen, und konterkarierende Entwürfe für eine Geschlechterordnung im Krieg? Kam es tatsächlich in allen kriegführenden Staaten zur breiten Mobilisierung einer „Heimatfront“? Welche Männlichkeits- und Weiblichkeitskonzepte wurden in der Kontrastierung zwischen „Front“ und „Heimat“ generiert?

* Gewalt: Militär- und Zivilgesellschaft erlebten die Präsenz von Gewalt im Krieg (wie die Erfahrung von Gefangenschaft, sexueller Gewalt oder von anderen Formen kriegerischer Gewalt bis hin zum aktiven Töten) in teilweise sehr unterschiedlicher, aber durchaus auch in ähnlicher Weise. Welche Rolle spielte das persönliche Erleiden oder die Teilhabe an physischer oder psychischer Gewalt innerhalb der Kriegserfahrung von Männern bzw. Frauen? Wie wurde Gewalt anlassbezogen gedeutet und welche geschlechtsspezifischen Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten lassen sich diesbezüglich festmachen? Wie gestaltete sich der Umgang der Kriegsgesellschaften mit dem massenhaften aktiven Töten und welche täter- und opferspezifischen Erinnerungsmuster bildeten sich im Laufe des Krieges und in der Nachkriegszeit heraus? Inwiefern lassen sich diesbezüglich nations-, landes- beziehungsweise regionsspezifische Unterschiede und Auffälligkeiten verorten? Die Imagination, Erfahrung und Ausübung (auch exzessiver) kriegerischer Gewalt beeinflusste auch herrschende Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen. Inwiefern hat die Veralltäglichung von Gewalt Geschlechterkonstruktionen verändert, demontiert, neu definiert oder auch radikalisiert?

* Citizenship: Der Kriegszustand hatte deutliche Auswirkungen auf das patriotische Selbstverständnis der Frauenbewegungen, die in einen spezifischen Diskurs des citizenship von Frauen im Kontext des Krieges mündeten, dessen Wurzeln in das 19. Jahrhundert zurückreichen. In diesem Themenbereich könnte neuen Aspekten dieser Auseinandersetzung mit staatbürgerlicher Inklusion, insbesondere deren Verwobenheit mit nationalistischen Diskursen in Gebieten, die nach politischer Autonomie strebten, nachgegangen werden. Hier soll aber auch die Umsetzung des Anspruches auf die gleichberechtigte Integration von Frauen in den Staat Berücksichtigung finden. Inwiefern war der Krieg ein Katalysator für Vorkriegsforderungen der Frauenbewegungen, insbesondere im Licht einer häufig postulierten De-Radikalisierung dieser Forderungen durch den Kriegsdiskurs? Und welche Rolle nahmen dann Demobilisierung und Stabilisierung hierarchischer Geschlechternormen in der Nachkriegszeit in dieser Hinsicht ein?

* Friedensengagement: Unter diesem Thema sollen jene vielfältigen nationalen wie staatenübergreifenden Bemühungen, Aktivitäten und Konzepte fokussiert werden, die von Kriegsbeginn an auf ein rasches Ende des Weltkrieges zielten – sei es im Kontext der Organisation internationaler Friedenskonferenzen in neutralen Staaten oder sei es in Form von widerständigem, häufig verfolgtem Handeln in den kriegführenden Staaten selbst. Ab wann und in welchen Kontexten entwickelten sich Forderungen nach Frieden? Wer waren die Träger und Trägerinnen solcher Proteste, in welchen Netzwerken waren sie organisiert? Welchen neuen Fokus können Forschungen zum pazifistischen Engagement und zu den Geschlechterleitbildern der Friedensbemühungen von Frauen einnehmen?

Die von Birgitta Bader-Zaar (Universität Wien), Christa Hämmerle (Universität Wien) und Oswald Überegger (Universität Hildesheim) organisierte Tagung wird im Rahmen der Forschungsplattform "Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte" der Universität Wien in Kooperation mit dem Arbeitskreis Historische Friedensforschung (AKHF) veranstaltet.
Ein besonderes Interesse der Tagung ist es, Forscherinnen und Forscher einzuladen, die sich mit in der historischen Forschung bisher eher vernachlässigten Kriegsschauplätzen sowie kriegführenden Staaten und Gesellschaften, etwa in Ost- und Südosteuropa, beschäftigen. Die Beiträge werden in einem Tagungsband veröffentlicht.

An der Teilnahme Interessierte senden bitte ein deutsch- oder englischsprachiges Abstract ihres Vortragsvorschlags in der Länge von ca. einer Seite (ca. 2500 Zeichen) und ein CV bis zum 31. Dezember 2010 an: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.  (Michaela Hafner)

 

Elise Richter (1865–1943) gehört zu den herausragenden Gestalten der österreichischen Frauen- und Wissenschaftsgeschichte: 1901 zum Doktor der Philosophie promoviert, 1904 als erste Frau im deutschsprachigen Raum habilitiert, lehrte die Romanistin von 1907 bis zu ihrer würdelosen Entlassung im April 1938 an der Wiener Universität.

Durch NS-Repressalien an wissenschaftlicher Tätigkeit gehindert (sie war als Tochter jüdischer Eltern geboren und zum Protestantismus konvertiert), verarmt und von Krankheit gezeichnet, verfasste sie 1940 einen autobiografischen Text, dem sie den Titel „Summe des Lebens“ gab.

So detailreich die betagte Gelehrte darin ihre „Welt von Gestern“ schildert, so zurückhaltend äußert sie sich zu den dramatischen Ereignissen der Schreibgegenwart. Diese werden nur durch ihre Tagebücher – vier kleine, eng mit Bleistift beschriebene Taschenkalender aus den Jahren 1938 bis 1941 – sichtbar.

ImageElise Richters Tagebücher dokumentieren aber nicht nur ihr individuelles Leid. Sie liefern darüber hinaus wertvolle Hinweise zum Schicksal einst prominenter Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur und rücken eine bislang wenig beachtete Opfergruppe in den Mittelpunkt: Jene der alten, allein stehenden Frauen, die – wie Elise und Helene Richter, ihrer Schwester (1861–1942), mit der sie stets zusammenlebte – durch das NS-Regime verfolgt, zu Tode kamen.

Die seit 1947 in der Handschriftensammlung der Wienbibliothek bewahrten Tagebücher werden nun – für den genannten Zeitraum – erstmals vollständig und in kommentierter Form ediert. Mit einem umfangreichen Register versehen, sollen sie auf der Homepage der „Forschungsplattform Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte“ publiziert werden.

Hinweis:

Gegenwärtig werden in Kooperation mit der Wienbibliothek auch Elise Richters Jugenderinnerungen bearbeitet. In diesem 1884 handschriftlich verfassten „Versuch einer Selbstbiographie“ schildert die erst 19-Jährige ausführlich ihre Kinder- und Jugendjahre. Ergänzt durch weiteres Archivmaterial werden diese Erinnerungen in der Reihe „ManuScripta“ (= Editionen aus der Handschriftensammlung der Wienbibliothek) herausgegeben.

Projektmitarbeiterinnen: Ingrid Brommer und Christine Karner

Das Projekt "Liebe in Paarkorrespondenzen im 19. und 20. Jahrhundert" wurde von 2010 bis 2014 durchgeführt.

Publikation: Ingrid Bauer und Christa Hämmerle (Hg.): Liebe schreiben. Paarkorrespondenzen im Kontext des 19. und 20. Jahrhunderts, Göttingen 2017. Verlagsbeschreibung (Link); Mit Beiträgen von Barbara Asen, Ingrid Bauer, Christa Hämmerle, Ines Rebhan-Glück, Brigitte Semanek und Nina Verheyen. Leseprobe mit Inhaltsverzeichnis (Link: PDF)

Medienberichte und Vorträge finden Sie unter diesem Link (Web)

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Projektbeschreibung aus 2010

Projektleitung: Christa Hämmerle (Universität Wien) in Kooperation mit Ingrid Bauer (Universität Salzburg)
Projektdauer: Mai 2010 bis April 2014

Mitarbeiterinnen: Barbara Asen (Universität Salzburg), Ines Rebhan-Glück (Universität Wien), Nina Verheyen (Universität zu Köln), Brigitte Semanek (Universität Wien, seit Jan. 2012)

Pressestimmen: siehe unten

Projektbeschreibung:
Das Projekt ist mit seinen Fragestellungen, methodischen und theoretischen Prämissen an der Schnittfläche von Geschlechtergeschichte, Geschichte der Liebe und Geschichte des privaten Schreibens positioniert. Im Zentrum stehen Paarbeziehungen, Geschlechterpositionen und Liebe im 19. und 20. Jahrhundert - untersucht auf der Basis brieflicher Kommunikation zwischen Frauen und Männern. Gekoppelt an geschlechtergeschichtliche Zäsuren und mit dem Konzept der romantischen Liebe, sowie dem bürgerlichen Ehe- und Liebesmodell als Bezugspunkt, sollen im historischen Längsschnitt, der die 1870er bis 1970er Jahre umfasst, Wandel und Kontinuitäten untersucht werden. Geographisch liegt der Schwerpunkt auf Österreich.
Diesem Forschungsvorhaben liegen populare Paarkorrespondenzen bzw. Liebesbriefen zugrunde, wobei hier auf zahlreiche unveröffentlichte Quellenbestände zurückgegriffen werden kann. Neben dem umfangreichen Material, das in der Sammlung Frauennachlässe in Wien bereit liegt, werden punktuell weitere Archivbestände requiriert und - um Lücken zu füllen - gezielte Aufrufe zur Quellenbeschaffung lanciert.

ImageDie situative Quelle Brief wird methodisch reflektiert und unter Bezugnahme auf Strategien der qualitativen Inhaltsanalyse sowie auf Ansätze diskursanalytischer Textanalyse befragt: nach Formen der Herstellung und Gestaltung von Beziehungen durch das Medium Brief, nach Prozessen der Reproduktion, Modifikation und Neuinterpretation von gesellschaftlichen Beziehungs-, Liebes- und Geschlechterkonzepten, nach möglichen Machtverhältnissen und Hierarchien, die sich im Zusammenhang mit den Geschlechterverhältnissen in den Briefen ausdrücken, nach Mechanismen der genderbezogenen Selbstvergewisserung und -konstruktion in Interaktion mit dem Gegenüber, sowie nach Spielräumen der BriefeschreiberInnen im Spannungsfeld von Diskurs und Erfahrung.

Ziel ist es, die zur Analyse herangezogenen Selbstzeugnisse sowohl in Form eines Überblicks im historischen Längsschnitt wie auch - bei signifikanten Beispielen - als Fallstudien zu erschließen. Die milieuspezifische Differenzierung des Quellenmaterials bildet dabei ebenso eine Grundlage wie die konsequente Kontextualisierung, samt Einbeziehung historisch-gesellschaftlicher - politischer wie biographischer - Rahmenbedingungen.

Möglichkeiten nationaler und internationaler Vernetzung ergeben sich unter anderem im Rahmen der besonders im angloamerikanischen Raum rege - und aus Genderperspektive - betriebenen Brief- und Selbstzeugnisforschung sowie einer sich in den letzten Jahren zunehmend etablierenden Geschichte der Emotionen - wobei gerade die Frage nach der Bedeutung von Liebe und Emotionen für das Verhältnis der Geschlechter als Forschungsdesiderat gesehen werden kann. (FWF-Kurzprojektbeschreibung)


Veranstaltungen zum Projekt:
Workshop: "(Über) Liebe schreiben." Historische Analysen zum Verhandeln von Geschlechterbeziehungen und -positionen in Paarkorrespondenzen des 19. und 20. Jahrhunderts
Zeit: Freitag, 10. Februar 2012, 11–17 Uhr
Ort: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (Forschungsbereich "Geschichte der Gefühle"), Seminarraum 111, Lentzeallee 94, 14195 Berlin
Programm

L'HOMME-Tagung 2012: Romantische Liebe? Zur Geschichte und Wirkmacht eines Konzepts
Zeit: Freitag, 15. Juni 2012, 14 bis 19 Uhr
Ort: Lesesaal der Fachbibliothek Geschichtswissenschaft, Institut für Geschichte (2. Stock), Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien
Weitere Informationen auf der L'Homme-Website

Das L'HOMME-Heft "Romantische Liebe" (24. Jg., Heft 1/2013), hg. von Ingrid Bauer und Christa Hämmerle, mit aus Tagungsbeiträgen entstandenen Aufsätzen ist im Juni 2013 erschienen.

Medienberichte:

Ulrike Moser, Sendungsbewusst. Seit ein paar Jahren gewinnen Liebesbriefe auch in der Forschung an Bedeutung, in: Profil Wissen 1/März 2013, S. 18-25

Franziska Bauer, "Liebe schwarz auf weiß", Interview mit Christa Hämmerle und Ingrid Bauer, in: Paradigmata. Zeitschrift für Menschen und Diskurse 8/2012, Wien, S. 9-13

Radiosendung "Liebe schreiben. Paarkorrespondenzen im 19. und 20. Jahrhundert", Gestaltung: Martina Nußbaumer; Ö1, Sendereihe: Dimensionen, Zeit: 29. August 2012 - Informationen zur Sendung

Interview mit Ingrid Bauer zum Projekt in: UniTV - Das Salzburger Unifernsehen, Sendung: "PlugIn - Das UniMagazin" (23. Ausgabe, Juni 2011) (Länge: 04:39 min.) 

Gespräch mit Ingrid Bauer zum Projekt "(Über) Liebe schreiben", Radiosender: Radiofabrik. Freier Sender Salzburg; Sendereihe: Tandaradio, 20.02.2011 - Sendung zum Nachhören (MP3, Minute 4.10 bis 11.50)

Raimund Lang, Gefühlvolle Zeilen (pdf), in: Die Furche, 05.01.2011

Interview mit Christa Hämmerle über das Projekt "(Über) Liebe schreiben", Radio Kölncampus, 13.12.2010 - Sendung zum Nachhören (MP3)

Gabriele Pfeifer: Mein süßes, liebstes Herz (pdf), in: Salzburger Nachrichten, 11.12.2010

Veronika Schmidt, Liebe in Zeiten der Briefe, in: Die Presse, 28.11.2010

Liebesbriefe aus alter Zeit (pdf), in: Kurier, 22.11.2010

"Liebesbriefe im 19. Jahrhundert bis zur sexuellen Revolution", in: derStandard.at, 10.11.2010

Daniela Hermetinger, Liebe geschrieben, in: Forschungsnewsletter der Universität Wien, 52/November 2010 und in "dieUniversitaet-online", 10.11.2010

"Mein süßes, liebstes Herz": Forschungsprojekt über Briefe zu Lebens- und Liebesgeschichten - Presseaussendung der Universität Wien, 10.11.2010