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CfP: In der Stadt zu Hause. Alternative Wohn- und Stadtformen in den 1970er- und 1980er-Jahren (Event, 02/2020, Zürich); bis: 30.09.2019

Juli 18th, 2019

Jan-Henrik Friedrichs, Stiftung Univ. Hildesheim; Nadine Zberg, Univ. Zürich; Doktoratsprogramm Geschichte des Wissens (ETHZ/UZH)

Ort: Zürich
Zeit: 28.-29.02.2020
Einreichfrist: 30.09.2019

Mit der Ausrufung der «wohnlichen Stadt» als neuem Leitbild versuchten Städteplaner und Architektinnen 1970 der allgemein konstatierten Krise der Städte zu begegnen. Die negativen Auswirkungen, die der funktionalistische Städtebau der Nachkriegszeit gehabt hatte, wurden zu diesem Zeitpunkt von kaum jemandem mehr bestritten. Zeitgleich mit den Versuchen von Planerinnen, Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen – z.B. den Heimatschutz-Vereinen –, der vermeintlichen «Unwirtlichkeit der Städte» etwas entgegenzusetzen, bildeten sich in vielen Städten im Umfeld der neuen Linken und der entstehenden alternativen Szene Wohngemeinschaften und Kommunen:

In neuen Formen des Zusammenlebens sollten gesellschaftliche Utopien bereits in der Gegenwart vorweggenommen werden. Von dieser Auseinandersetzung mit Wohn- und Lebensformen ergaben sich Berührungspunkte zur Thematisierung der Stadt: WGs und Kommunen waren auf günstige Altbauwohnungen angewiesen, sodass Aktivistinnen früh gegen von spekulativen Profitinteressen geleitete Neubau- und Sanierungsprojekte Stellung bezogen.

Im Kontext einer neuen Aufmerksamkeit für das Politische in der reproduktiven, privaten und intimen Sphäre zielte die linksalternative Kritik auch auf die bürgerliche Kleinfamilie als Norm, auf die sowohl die Suburbanisierung als städtebauliche Form als auch im engeren architektonischen Sinn die Wohnungsgrundrisse der neuen Siedlungen ausgerichtet waren. Diese Kritik äusserte sich gegen Ende des Jahrzehnts zunehmend in Protestaktionen und -bewegungen, die sich explizit auf die Teilhabe an der Stadt und eine Aneignung des städtischen Raums richteten. Dieser von der linksalternativen Szene ausgehende Zugriff auf die Stadt als politisches Objekt beschleunigte … weiterlesen und Quelle (Web).

CfP: „Privatheit“ in der höfischen Kultur der Frühen Neuzeit (Event: 09/2019, Gießen); bis: 25.08.2019 [REMINDERIN]

Juli 18th, 2019

Kristina Deutsch und Eva Krems, Münster; Sigrid Ruby, Gießen; Inken Schmidt-Voges, Marburg

Ort: Gießen
Zeit: 28.-30.09.2020
Einreichfrist: 25.08.2019

Das gesellschaftliche Leben an den Höfen der Frühen Neuzeit habe ein „Doppelgesicht“, schrieb einst Norbert Elias: Da ein „Berufsleben“ nicht existierte, gab es noch keine Trennung zwischen privatem und öffentlichem Dasein im modernen Verständnis. Heute sind wir, so scheint es, erneut konfrontiert mit einer Aufweichung der Grenzen zwischen diesen beiden Sphären, die mit dem Wandel der sozialen Medien und einer Neudefinition des Raumes (spatial turn) einhergeht.

Angesichts dieser hochaktuellen Problematik lohnt es, das Thema aus der historischen Perspektive zu beleuchten. Was bisher in der Forschung unter „Privatheit“ diskutiert wurde, adressiert ganz unterschiedliche Verständnisse und Konzepte, die wir kritisch vergleichen, hinterfragen und systematisieren wollen. Damit ist es möglich, jenseits problematischer Forschungsbegriffe zu einem frühneuzeitlichen Verständnis dessen zu gelangen, was wir unter Privatheit fassen (können). Insbesondere für die höfische Kultur besteht Nachholbedarf, da die Diskussion bislang geprägt war von der eingangs angesprochenen, grundsätzlichen Infragestellung der Existenz höfischer Privatheit. Demgegenüber steht die Annahme eines anthropologischen Grundbedürfnisses nach Rückzug und Muße. Denn der stets gespannte Bogen reißt auch zu Hofe irgendwann. So betonte bereits Baldassare Castiglione im frühen 16. Jhd. die Notwendigkeit fürstlicher Entspannung. Zahlreiche Rückzugsräume zeugen von dieser Komplementarität von otium und negotium, von Repräsentation und Intimität, von Öffentlichkeit und Privatheit. Weiterlesen und Quelle … (Web)

Klicktipp: Eigensinn im Bruderland. Migrant/innen in der DDR (Portal)

Juli 17th, 2019

Zentrum für Antisemitismusforschung TU Berlin und out of focus medienprojekte (Web)

„Eigensinn im Bruderland“ ist eine Webdokumentation über Migrant*innen in der DDR, die hier ihre eigenen Vorstellungen behauptet haben.

Menschen aus Äthiopien, Chile, Mosambik, der Türkei und Vietnam erzählen von ihren Erfahrungen und Kämpfen. Akten der DDR-Behörden, Bilder und Einführungstexte erläutern Hintergründe zur Migration in die DDR.

Die Site ist nach folgenden Themenschwerpunkten aufgebaut: „Wege in die DDR“ | „Als Werktätige“ | „Studium und politisches Exil“ | „Nach Feierabend“ | „Männer, Frauen und die Liebe“. Der Schwerpunkt „Ende der Freundschaft“ ist in Vorbereitung.

In die DDR migrierten meist junge Menschen. Sie kamen als Studierende, als „ausländische Werktätige“ und Lehrlinge. Oft waren ihre Herkunftsländer mit der DDR befreundete sozialistische Staaten wie Vietnam, Mosambik, Kuba oder Angola. Die Regierungen dieser Länder delegierten sie, damit sie nach ihrer Ausbildung dem Aufbau ihres jeweiligen Heimatlandes dienen würden. Andere Migrant/innen wurden als politisch Verfolgte von der DDR aufgenommen. Alle brachten ihre Träume und Ängste mit und waren voller Erwartungen an die Zukunft in dem fremden Land.

Wie es in der DDR für die Einzelnen weiterging, hing davon ab woher sie kamen und auf welcher Grundlage sie – wann – einreisten. Die Delegierten von DDR-nahe Regierungen oder Solidaritätskomitees zur Hochschulausbildung seit den 1950er Jahren oder die politisch verfolgten Kommunist*innen aus nicht-sozialistischen Ländern waren dabei privilegiert.

Die meisten der in der DDR lebenden Migrant*innen kamen aber auf Grundlage von bilateralen Staatsverträgen als Arbeiter*innen in das Land. Diese Gruppe lebte im Arbeiter- und Bauernstaat zu schlechten Bedingungen. (Web)

Das Projekt ist gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Klicktipp: „Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen“. Women of Color und ihre Perspektiven auf den Mauerfall (Film)

Juli 17th, 2019

Verwobene Geschichte*n. Geteilte Erinnerungen in Berlin (Web)

Das Website-Projekt „Verwobene Geschichte*n“ hat den Film „‚Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen‘. Women of Color und ihre Perspektiven auf den Mauerfall“ (34 Minuten) online gestellt (Web).

Der Inhalt wird folgendermaßen beschrieben: „Der Fall der Berliner Mauer ist fest im kollektiven Gedächtnisse verankert: eine Umbruchszeit, deren Folgen wir bis heute spüren können. Während die hegemoniale Geschichtsschreibung ein einseitiges Narrativ um dieses historische Ereignis gebaut hat, haben wir uns mit der Perspektive von Frauen of Color beschäftigt.

Lucía Muriel, Nivedita Prasad, Katja Kinder, Peggy Piesche und Nasrin Bassiri erzählen eindrücklich, wie sie den Fall der Berliner Mauer erlebt haben. Wir erfahren vieles aus dem politischen und persönlichen Leben der fünf Protagonist*innen. Sie berichten, wie sie das (wieder-)vereinigte Deutschland wahrgenommen haben, analysieren rassistische Diskurse und blicken auf ihre widerständige Arbeit. Sie ziehen Parallelen zwischen heute und damals: beispielsweise, wenn sie die Debatten über Menschen reflektieren, die Zuflucht in Deutschland (oder Europa) suchen. Der Vergleich von Menschen auf der Flucht mit Naturkatastrophen bleibt bis heute ein oft benutztes rhetorisches Mittel.

Die Wendezeit hat die aktivistische und politische Arbeit der Protagonist*innen sehr geprägt. Sie schlossen sich mit anderen Marginalisierten in Bündnissen zusammen oder fanden alleine Wege, um Rassismus und Sexismus zu thematisieren. Dies mündete in der Stärkung von Schwarzen Bündnissen zwischen Ost- und Westfrauen, in Buchveröffentlichungen, feministischer Mädchen- und Frauenarbeit und in der Gründung von Vereinen von und für Migrantinnen.“

Zum Website-Projekt: „Verwobene Geschichte*n erzählt Berlin anders, mit Geschichte*n, die von Bewegung und Globa­lität handeln Read the rest of this entry »

Klicktipp: DOMiD – Virtuelles Migrationsmuseum (Portal)

Juli 17th, 2019

DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V., Köln (Web)

Das Virtuelle Migrationsmuseum (Web) veranschaulicht das Thema Migration in 3D. Die Besucher*innen bewegen sich durch eine fiktive Stadtlandschaft, in der sie Gebäude mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten betreten und erkunden können.

In den Gebäuden können die Besucher*innen sich über Themen wie Arbeit, Kultur oder Bildung informieren. Darüber hinaus reisen sie durch die Zeit, indem sie zwischen drei Epochen wechseln können.

Inhalte des Virtuellen Museums

Grundlage der Ausstellung ist die seit 1990 kontinuierlich gewachsene Sammlung von DOMiD mit ihren derzeit mehr als 150.000 Zeugnissen zur Migrationsgeschichte in Deutschland. Darunter sind Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Zeitzeug*inneninterviews, Briefe, Aktenmaterial, Filme, Zeitschriften und vieles mehr. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung digitalisierte für das Virtuelle Migrationsmuseum über 80 dieser Objekte und verwandelte sie so mit einer eigens für die Digitalisierung von Kulturgütern entwickelten Technik zu dreidimensionalen Exponaten. Oneworx modellierte weitere zentrale Gegenstände digital nach.

Ziele des Virtuellen Museums

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Migration unsere Gesellschaft, unsere Geschichte und unser Zusammenleben prägt. Das Thema Migration wird aus der Perspektive einer Einwanderungsgesellschaft betrachtet und Wissen über verschiedene Formen und Typen der Migration vermittelt. Das Museum setzt Impulse für ein neues multiperspektivisches Geschichtsnarrativ, das möglichst vielen Menschen die Teilhabe an der Geschichte ermöglicht und auch diejenigen zu Wort kommen lässt, die bis heute wenig gehört wurden.

Entwicklung des Virtuellen Museums

Das Virtuelle Migrationsmuseum ist ein Projekt von DOMiD e.V. Es blickt auf Read the rest of this entry »

CfP: Archiving Gender (Event, 10/2019, Cardiff); by: 09.08.2019 [REMINDERIN]

Juli 16th, 2019

PGR-led research group Assuming Gender: Archiving Gender Symposium 2019 (Web)

Venue: Cardiff University, Cardiff, Wales
Time: 16.10.2019
Proposals by: 09.08.2019

This interdisciplinary symposium aims to facilitate discussions about the connection between gender and archival research among scholars across the humanities. The event welcomes participants who will engage with those two fields in disciplines including, but not restricted to: history; literature; critical and cultural theory; communication and media studies; law; linguistics; film studies.

The archive is first and foremost an institutional space for the work of historians and, increasingly, researchers from disciplines engaging with historical contexts through various methodologies; in this space, records are kept, organised, and consulted, allowing for encounters that may be conditioned by bureaucratic regulations (who has or does not have access to the archive?) or by technological advances. This site has been queried by researchers, who have portrayed the archive as a site bearing witness to, or suppressing the formation of gendered discourses, subjectivities, practices and feelings (Cvetkotvich 2005) through a practice of collection, conservation, and curation.

Such investigations have led to suggestive research, but also to fictionalised portrayals of archives (Keen 2001) as sites staging of intimate and national anxieties. Most recently, in the wake of research led by feminist scholars around … read more (Web).

Note: A CfP to the topic „Archiving Gender“ for the journal „Assuming Gender“ (Web) was closed in February 2019. The issue will be published as one of the next issues of the journal.

CfP: Entrechtete Körper – Vergleichen, Normieren, Urteilen, Leben: 1450-1850 (Event, 06/2020, Bielefeld); bis: 31.07.2019 [REMINDERIN]

Juli 15th, 2019

Cornelia Aust und Antje Flüchter, Univ. Bielefeld; Claudia Jarzebowski, FU Berlin; B01 „Ordnung in der Vielfalt: Vergleichspraktiken in interkultureller Rechtsprechung (17.-19. Jhd.)“ des SFB 1288 „Praktiken des Vergleichens“ (Web)

Ort: Bielefeld
Zeit: 13.-14.06.2020
Einreichfrist: 31.07.2019

Vergleiche ordnen die Welt und Weltwahrnehmung. Zu vergleichen bedeutet, Ähnlichkeiten und Differenzen festzustellen, zu behaupten, zu konstruieren. Häufig sind die vielfältigen Verknüpfungen untereinander mehrdeutig und erweisen sich als dynamisierend und elastisch, wenn es darum geht, bisher Unbekanntes in die Vergleichs- und Weltordnung zu integrieren. Die Frage, wie durch das Vergleichen historisch die Welt verstanden und geordnet wurde, leitet durch die geplante Konferenz. Von besonderem Interesse sind Grenz- bzw. Begegnungszonen – religiöse, territoriale, kulturelle, gesellschaftliche.

Die in der Frühen Neuzeit sich verdichtenden, globalen Verflechtungen erweiterten das Feld der Vergleichspraktiken. Besonders deutlich wird das in der Wissensgeschichte. Im Fokus unserer Tagung sollen deswegen Körper stehen, denn auch für Körper, Körperwahrnehmung sowie damit verbundene Konzepte von Ordnung und Natur bedeutete die Zunahme der zum Vergleichen verfügbaren Körper eine spannende Herausforderung, über deren Konsequenzen wir nachdenken und diskutieren wollen. Diese Erweiterung bedeutete auch, neu und anders vergleichen zu können:

Welche Kriterien wurden neu in den Vergleichskanon aufgenommen, welche veränderten, wie zum Beispiel die Hautfarbe, ihre Bedeutung und mit welchen Konsequenzen? Welche Bedeutung hatten diese Vergleiche für die naturrechtlichen Grundlagen der globalen Interaktion, für Konfliktbewältigung und Kolonialisierung, für die grundsätzliche Frage nach Zugehörigkeit und Menschlichkeit? Weiterlesen und Quelle … (Web)