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Archive for the 'Topic_Europäische Frauenbewegungen' Category

Buchpräsentation: Eva Geber: Rosa Mayreder: Zur Kritik der Weiblichkeit, 28.09.2018, Wien

Donnerstag, September 20th, 2018

Mandlbaumverlag und Depot (Web)

Zeit: Fr., 28.09.2018, 19 Uhr
Ort: Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien

Eva Geber präsentiert Rosa Mayreders wieder aufgelegte Essays, die zwischen 1905 und 1923 erschienen sind. Dieses Lesebuch zeigt Rosa Mayreder als politische Denkerin weit vor ihrer Zeit. Kaum eine Feministin hat um die Jahrhundertwende so radikal Fragen nach Machtverhältnissen, Gewaltformen und Sexualität gestellt wie Rosa Mayreder. Ihre Stellungnahmen zur sogenannten Frauenfrage erweisen sich als radikaler als beispielsweise die viel später formulierten Standpunkte von Simone de Beauvoir in »das andere Geschlecht«.

Das jahrtausendealte, den Frauen auferlegte Gebot des Schweigens über sich selbst zu durchbrechen – dafür war Mayreder mit ihren kulturphilosophischen Essays und ihren theoretischen Abhandlungen zur Frauenfrage angetreten. In ihrem Schreiben wehrte sie sich gegen überkommene Schematisierungen: »Nichts muss den Frauen so angelegen sein, als gegen die Abstraktion zu kämpfen, in die sie beständig durch das männliche Denken verwandelt werden. Gegen das Weib als Idol müssen sie kämpfen, wenn sie als reelle Personen ihr Recht in der Welt erobern wollen.«

Was Mayreders ganz besondere Bedeutung ausmacht ist, dass sie (mehr …)

Klicktipp: Deutsches Digitales Frauenarchiv (DDF) (Portal) – seit kurzem online!

Mittwoch, September 19th, 2018

Deutsches Digitales Frauenarchiv (Web); i.d.a. Dachverband deutschsprachiger Frauen; Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen

Am 13. September 2018 wurde in Berlin das neue Portal „Deutsches Digitales Frauenarchiv (DDF)“ online geschalten (Link). In diesem Rahmen fand auch die Feministische Sommeruni 2018 (Link) statt.

Das „DDF“ dokumentiert die Geschichte der Frauenbewegungen in Deutschland. Das umfangreiche Portal ist entstanden als mehrjähriges Kooperationsprojekt der verschiedenen Archive, Biliotheken und Dokumentationseinrichtungen, die im Dachverband „IDA“ vernetzt sind (Web). Finanziert wurde das groß angelegte Digitalisierungs-Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Auf der Website werden verschiedene Themen in Essays vorgestellt. Derzeit sind 37 Essays online. Diese enthalten neben inhaltichen Informationen auch Bibliografien sowie ausgewählten Quellen. Diese Textdokumente, Plakate, O-Töne, Filme etc. sind dabei in digitaler Form verfügbar.

Die Quellen und die Literatur sind mit dem META-Katalog verknüpft (Web). In META können die Bestände der verschiedenen IDA-Einrichtungen gemeinsam recherchiert werden. Er ist die Grundlage für das „DDF“.

  • Die Themenschwerpunkte des „DDF“ sind die derzeit folgenden: Politik, Recht & Gesellschaft / Arbeit & Ökonomie / Körper & Sexualität / Gewalt / Kunst, Kultur & Medien / Bildung & Wissen (Web)

Das Portal wird laufend erweitert.

(mehr …)

CfP: OUTing the Past Festival Conference 2019 (Event: 03/2019, Belfast); DL: 01.10.2018 [REMINDERIN]

Montag, September 17th, 2018

Schools OUT: 5th Festival of LGBT History (Web)

Time: 29-31 March 2019
Venue: Ulster University, Belfast
Proposals by: 1st October 2019

The 5th Festival of LGBT History is celebrated at Regional Hubs throughout February and March 2019 and – for the first time – celebrated internationally. The organizers invite individuals and groups to showcase either 1) a historical reading of the past; 2) an archival source and personal oral testimonies, sets of photos, or significant documents and the stories behind them or 3) a researched presentation on a piece of unknown LGBT+ history.

The historical presentation/reading/interpretation might cover a past local, regional or national …

  • … event or related events of direct relevance to the Human/LGBT+ Rights agenda & experience
  • … history of a group or a specific campaign
  • … account of a personal journey that includes a number of view-points

The theme for LGBT History Month 2019 is „History II: Peace, Reconciliation, and Activism“, celebrating the official end of the First World War and marking the 50th anniversary of the Stonewall Riots. This is to enable … read more (PDF)

CfP: Representing Abortion (Edited volume); DL: 01.10.2018 [REMINDERIN]

Montag, September 17th, 2018

Editor: Rachel Alpha Johnston Hurst

Proposals by: October 1, 2018

Rosalind Pollack Petchesky argued in 1987 that “feminists and other prochoice advocates have all too readily ceded the visual terrain,” abandoning the field of fetal imagery to antiabortion activists (264). She called for new fetal images that “recontextualized the fetus” (Petchesky 1987, 287). Such images would locate the fetus in a body (and a social context) outside of what Carol A. Stabile would later describe as “an inhospitable waste land, at war with the ‘innocent person’ within” that is a dominant theme in antiabortion discourse (1992, 179). Recently, Shannon Stettner wrote that although there are more ordinary stories about abortion circulating as a political response to threats to abortion access, they are typically anonymous and online, and so it remains a reality that “we are still a long way from a world in which women will not feel obliged to conceal the fact that they had an abortion” (2016, 7). Even in circumstances that support access to abortion, abortion can remain a secret: invisible and unheard.

How do we represent abortion? What work does representing abortion do? Can representing abortion challenge and change conventional reproductive rights understandings of abortion that circulate publicly? Will reclaiming representations of abortion help publicly express the “things we cannot say” about abortion from a pro-choice perspective, like grief and multiple abortions (Ludlow 2008, p. 29)? Alternatively, does taking back control of representing abortion from antiabortion activists provide a space to “celebrate” abortion as a central component of reproductive justice (Thomsen 2013, 149)? This edited collection begins from these questions to … read more and source (Web).

Klicktipp: „Wir haben sie noch alle!“ 50 Jahre Frauen­bewegung – 40 Jahre FFBIZ (Weblog)

Samstag, September 15th, 2018

FFBIZ e.V. – feministisches Archiv, Berlin; Das Redaktionskollektiv: Annika Viebig, Camilla Gläske, Dagmar Nöldge, Friederike Mehl, Judith Fehlau, Karoline Punke, Lena Kühn, Lisa Schug, Roman Klarfeld und Zoé Sona (Web)

Das FFBIZ in Berlin ist eine der größten Sammlungseinrichtungen für die feministische Bewegung im deutschsprachigen Raum. Aus Anlass seines 40-jährigen Bestehens wurde der Weblog „Wir haben sie noch alle!“ eröffent.

Hier werden einzelne Archivschätze vorgestellt. Diese sind jeweils einem Jahr zugeordnet. Gezeigt werden „spannende, kuriose und wichtige Dokumente aus 40 Jahren Archivgeschichte, kommentiert von Autor*innen und Aktivist*innen“. Zu den Objekten (Link)

Eine Auswahl der Objekte und Texte werden auch in einer Wanderausstellung präsentiert. Eröffnet wurde diese am 22. August 2018 im Frauenzentrum HellMa in Berlin-Marzahn. Aktuell wird die Ausstellung auch bei der feministischen Sommeruni am 15. September 2018 zu sehen sein (Link).

CfP: Generation und Sexualität (Jahrbuch Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft – FGFE)); DL: 30.09.2018 [REMINDERIN]

Dienstag, September 11th, 2018

Jahrbuch Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft (FGFE), Bd. 16/2020 (Web); Herausgeberinnen: Elke Kleinau und Jeannette Windheuser

Einreichfrist: 30.09.2018

Aktuell wird der Zusammenhang von Generation und Sexualität häufig auf Gewalt oder Fortpflanzung reduziert. Zu Ersterem tragen die notwendige Aufarbeitung sexueller bzw. sexualisierter Gewalt gegen Kinder in pädagogischen Institutionen und die „me too“-Debatte ebenso bei wie die Skandalisierung von sexualisierten Darstellungen in der Netz-Kultur (DGfE 2017; #MeToo). Zudem kann ein gewandelter Umgang mit kindlicher Sexualität beobachtet werden, in dem das Nein-Sagen vor eine bejahende Sexualität getreten ist (Sager 2008, Baader u.a. 2017).

Die Reduktion auf Fortpflanzung hingegen äußert sich in Demographie-Strategien zur Erzeugung von Humankapital wie auch in einer ‚Neuauflage‘ völkisch-rassistischer Forderungen der neuen Rechten. Dabei zeigen die Konflikte um Sexuelle Bildung in Schule und Kita, um Schwangerschaftsabbruch, Sexualstrafrecht und sexuelle Übergriffe, wie emanzipative Bestrebungen und Forderungen nach Schutz verschoben werden (Kemper 2014; Hark/Villa 2017). Der ‚Schutz‘ der nachwachsenden Generation und der ‚eigenen‘ Frauen wird instrumentalisiert, um ‚Fremde‘, nicht-heterosexuelle Perspektiven und reproduktiv-selbstbestimmte Frauen abzuwerten und auszuschließen. Paradoxerweise wird darin gerade … weiterlesen und Quelle (Web).

Klicktipp: „Chronik der Neuen Frauenbewegung in Deutschland“ (Portal und Suchmaschine)

Samstag, September 8th, 2018

FrauenMediaTurm (Web)

Der FrauenMediaTurm in Köln (FMT) ist eine der größten Sammlungs-Einrichtungen zur Neuen Frauenbewegung in Deutschland. Bereits seit 2005 kann online in den Beständen recherchiert werden, über Namen und Schlagwörter in über 50.000 erschlossenen Texten und 29.000 Zeitschriftenausgaben. Seit 2008 ist auch das Bildarchiv FrauenMediaTurm visuell mit rund 8.000 Fotos, Plakaten etc. online.

Der Themenschwerpunkt „Chronik der Neuen Frauenbewegung“ dokumentiert deren Entstehung und Entwicklung in Deutschland von 1968 (dem Vorfrühling) über 1971 (dem Start) bis 1979. Hunderte von Dokumenten von Aktivistinnen sind hier eingeflossen: Fotos, Flugblätter, Protokolle, Presseberichte. Sie füllen mehrere hundert Ordner, die im FMT auch im Original eingesehen werden können. (Web)

Auf der Website stehen zudem Fülle von Volltexten zur Verfügung, darunter auch die 2018 neu gestaltete Serie „Die großen Themen der Frauenbewegung“ in Text und Bild. Einzelne Debatten werden dabei in Themendossiers ausführlicher behandelt. (Web)