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Archive for the 'Category_Online Publikationen' Category

Klicktipp: „Zeitsprung. Geschichten aus der Geschichte“: 200. Sendungen online (Podcast)

Mittwoch, Juli 31st, 2019

„Zeitsprung. Geschichten aus der Geschichte“: Richard Hemmer und Daniel Meßner (Hamburg und Wien) (Link)

„Vergessene Ereignisse, überraschende Anekdoten und Zusammenhänge kurz erklärt. Häufig mit ein ganz bisschen Augenzwinkern – aber immer knallhart und quellennah recherchiert.“

Der ersten Beitrag des Podcasts wurde im September 2015 ausgestrahlt. Im Sommer 2019 konnte nun die 200. Episode veröffentlicht werden. Diese trägt den Titel „Eine Abrechnung“. Zu den Episoden (Link)

Episoden mit u.a. geschlechterhistorischem Fokus:

  • ZS198: Olga von Kiew oder: Mit den Spatzen kam der Tod
  • ZS195: Wie Gerta Stern auf der Flucht nach Panama ihren Mann aus dem KZ befreite
  • ZS191: Aethelfled – Warrior Queen of Mercia
  • ZS188: Martin Couney und die Inkubator-Ausstellungen
  • ZS184: Katharina Kepler – Ein Hexenprozess in der Frühen Neuzeit
  • ZS183: Agrippina die Jüngere: Die mächtigste Frau der frühen Kaiserzeit
  • ZS179: Maria Sibylla Merian – Naturforscherin und Künstlerin
  • ZS178: Der Klosterskandal von Sant’Ambrogio
  • ZS174: Harriet Tubman und die Underground Railroad
  • ZS167: Mary Toft und die Hasen
  • ZS164: Eine kurze Geschichte des Alkoholkonsums
  • ZS154: La Maupin – Die duellierende Opernsängerin
  • ZS147: Das Fräulein vom Amt
  • ZS145: Barbara von Cilli oder: Wie eine 100 mal wiederholte Lüge zur Wahrheit wird
  • ZS142: Bertha Pappenheim – Gründerin des Jüdischen Frauenbundes und Sozialpionierin
  • ZS134: Jacob Nufer, James Barry, Margret Ann Bulkley und eine kleine Geschichte des Kaiserschnitts

(mehr …)

Klicktipp: Liebe, Sex und Zärtlichkeiten (Podcast-Sendung)

Donnerstag, Juli 25th, 2019

Sendung der Reihe „Genderfrequenz“ auf Radio Helsinki (Web)

Die am 14. Juli 2019 ausgestrahlte Sendung (59 Minuten) beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten von Liebesbeziehungen. Folgende Themen werden dabei behandelt:

Vokabelminute

Es werden unterschiedliche Beziehungskonzepte erklärt: romantische Zweierbeziehung (RZB), offene Beziehungen, Polyamore, Monogamie, Sex zu zweit oder mehrt. Dabei kommt es weniger auf die Entscheidung für eines der Konzepte an, sondern auf den Umgang mit Beziehungsmenschen. Dazu wird die „Ja-Nein-Vielleicht-Liste“ von queer_topia und life’s a beach zur Verfügung gestllt (PDF).

Interview mit Red Edition

Der 2. Juni ist weltweit der ‚Hurentag‘ oder International Sex Worker’s Day. Dieser inoffizielle Gedenktag macht auf die Diskriminierung von Sexarbeiter*innen und deren oftmals ausbeuterische Lebens- und Arbeitsbedingungen aufmerksam. Ausgangspunkt war die Besetzung einer Kirche in Lyon am 2. Juni 1975 durch mehr als 100 Sexarbeiter*innen.

Dazu gibt es Auszüge aus einem Interview (auf Englisch) mit Trajche, sex worker aktivist and spokes person von Red Edition, der einzigen selbstorganisierten Gruppe von Sexarbeiter*innen in Österreich. Das vollständige Interview ist unter diesem Link zu finden.

Buchrezension – Eva Illouz „Warum Liebe endet“

Die Soziologin Eva Illouz vertritt in „Warum Liebe endet“ folgende These: Durch die Kommerzialisierung des Intimlebens sei Gelegenheitssexualität die neue Norm. Unverhohlen analysiert Illouz wie die Verbindlichkeiten für Sex und Liebe abhandengekommen seien und sexuelle Begegnungen in Waren verwandelt worden wären.

Klicktipp: Eigensinn im Bruderland. Migrant/innen in der DDR (Portal)

Mittwoch, Juli 17th, 2019

Zentrum für Antisemitismusforschung TU Berlin und out of focus medienprojekte (Web)

„Eigensinn im Bruderland“ ist eine Webdokumentation über Migrant*innen in der DDR, die hier ihre eigenen Vorstellungen behauptet haben.

Menschen aus Äthiopien, Chile, Mosambik, der Türkei und Vietnam erzählen von ihren Erfahrungen und Kämpfen. Akten der DDR-Behörden, Bilder und Einführungstexte erläutern Hintergründe zur Migration in die DDR.

Die Site ist nach folgenden Themenschwerpunkten aufgebaut: „Wege in die DDR“ | „Als Werktätige“ | „Studium und politisches Exil“ | „Nach Feierabend“ | „Männer, Frauen und die Liebe“. Der Schwerpunkt „Ende der Freundschaft“ ist in Vorbereitung.

In die DDR migrierten meist junge Menschen. Sie kamen als Studierende, als „ausländische Werktätige“ und Lehrlinge. Oft waren ihre Herkunftsländer mit der DDR befreundete sozialistische Staaten wie Vietnam, Mosambik, Kuba oder Angola. Die Regierungen dieser Länder delegierten sie, damit sie nach ihrer Ausbildung dem Aufbau ihres jeweiligen Heimatlandes dienen würden. Andere Migrant/innen wurden als politisch Verfolgte von der DDR aufgenommen. Alle brachten ihre Träume und Ängste mit und waren voller Erwartungen an die Zukunft in dem fremden Land.

Wie es in der DDR für die Einzelnen weiterging, hing davon ab woher sie kamen und auf welcher Grundlage sie – wann – einreisten. Die Delegierten von DDR-nahe Regierungen oder Solidaritätskomitees zur Hochschulausbildung seit den 1950er Jahren oder die politisch verfolgten Kommunist*innen aus nicht-sozialistischen Ländern waren dabei privilegiert.

Die meisten der in der DDR lebenden Migrant*innen kamen aber auf Grundlage von bilateralen Staatsverträgen als Arbeiter*innen in das Land. Diese Gruppe lebte im Arbeiter- und Bauernstaat zu schlechten Bedingungen. (Web)

Das Projekt ist gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Klicktipp: „Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen“. Women of Color und ihre Perspektiven auf den Mauerfall (Film)

Mittwoch, Juli 17th, 2019

Verwobene Geschichte*n. Geteilte Erinnerungen in Berlin (Web)

Das Website-Projekt „Verwobene Geschichte*n“ hat den Film „‚Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen‘. Women of Color und ihre Perspektiven auf den Mauerfall“ (34 Minuten) online gestellt (Web).

Der Inhalt wird folgendermaßen beschrieben: „Der Fall der Berliner Mauer ist fest im kollektiven Gedächtnisse verankert: eine Umbruchszeit, deren Folgen wir bis heute spüren können. Während die hegemoniale Geschichtsschreibung ein einseitiges Narrativ um dieses historische Ereignis gebaut hat, haben wir uns mit der Perspektive von Frauen of Color beschäftigt.

Lucía Muriel, Nivedita Prasad, Katja Kinder, Peggy Piesche und Nasrin Bassiri erzählen eindrücklich, wie sie den Fall der Berliner Mauer erlebt haben. Wir erfahren vieles aus dem politischen und persönlichen Leben der fünf Protagonist*innen. Sie berichten, wie sie das (wieder-)vereinigte Deutschland wahrgenommen haben, analysieren rassistische Diskurse und blicken auf ihre widerständige Arbeit. Sie ziehen Parallelen zwischen heute und damals: beispielsweise, wenn sie die Debatten über Menschen reflektieren, die Zuflucht in Deutschland (oder Europa) suchen. Der Vergleich von Menschen auf der Flucht mit Naturkatastrophen bleibt bis heute ein oft benutztes rhetorisches Mittel.

Die Wendezeit hat die aktivistische und politische Arbeit der Protagonist*innen sehr geprägt. Sie schlossen sich mit anderen Marginalisierten in Bündnissen zusammen oder fanden alleine Wege, um Rassismus und Sexismus zu thematisieren. Dies mündete in der Stärkung von Schwarzen Bündnissen zwischen Ost- und Westfrauen, in Buchveröffentlichungen, feministischer Mädchen- und Frauenarbeit und in der Gründung von Vereinen von und für Migrantinnen.“

Zum Website-Projekt: „Verwobene Geschichte*n erzählt Berlin anders, mit Geschichte*n, die von Bewegung und Globa­lität handeln (mehr …)

Klicktipp: DOMiD – Virtuelles Migrationsmuseum (Portal)

Mittwoch, Juli 17th, 2019

DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V., Köln (Web)

Das Virtuelle Migrationsmuseum (Web) veranschaulicht das Thema Migration in 3D. Die Besucher*innen bewegen sich durch eine fiktive Stadtlandschaft, in der sie Gebäude mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten betreten und erkunden können.

In den Gebäuden können die Besucher*innen sich über Themen wie Arbeit, Kultur oder Bildung informieren. Darüber hinaus reisen sie durch die Zeit, indem sie zwischen drei Epochen wechseln können.

Inhalte des Virtuellen Museums

Grundlage der Ausstellung ist die seit 1990 kontinuierlich gewachsene Sammlung von DOMiD mit ihren derzeit mehr als 150.000 Zeugnissen zur Migrationsgeschichte in Deutschland. Darunter sind Gebrauchsgegenstände, Fotografien, Zeitzeug*inneninterviews, Briefe, Aktenmaterial, Filme, Zeitschriften und vieles mehr. Das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung digitalisierte für das Virtuelle Migrationsmuseum über 80 dieser Objekte und verwandelte sie so mit einer eigens für die Digitalisierung von Kulturgütern entwickelten Technik zu dreidimensionalen Exponaten. Oneworx modellierte weitere zentrale Gegenstände digital nach.

Ziele des Virtuellen Museums

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Migration unsere Gesellschaft, unsere Geschichte und unser Zusammenleben prägt. Das Thema Migration wird aus der Perspektive einer Einwanderungsgesellschaft betrachtet und Wissen über verschiedene Formen und Typen der Migration vermittelt. Das Museum setzt Impulse für ein neues multiperspektivisches Geschichtsnarrativ, das möglichst vielen Menschen die Teilhabe an der Geschichte ermöglicht und auch diejenigen zu Wort kommen lässt, die bis heute wenig gehört wurden.

Entwicklung des Virtuellen Museums

Das Virtuelle Migrationsmuseum ist ein Projekt von DOMiD e.V. Es blickt auf (mehr …)

Klicktipp: 360 GRAZ. Eine Geschichte der Stadt (neues Portal online)

Samstag, Juli 13th, 2019

GrazMuseum (Web)

Das GrazMuseum hat soeben die neue Website „360 GRAZ. Eine Geschichte der Stadt“ als Ausstellung im virtuellen Raum veröffentlicht.

Die Site folgt der 2012 neu gestalteten Dauerausstellung im GrazMuseum. Sie ist chronologisch aufgebaut: Beginnend bei der erstmaligen Erwähnung 1128 reicht sie bis in das Jahr 2003, als Graz Kulturhauptstadt Europas war.

Für jeden Zeitabschnitt werden dabei „Schlüsselwerke“ sowie die Themen „Graz und Europa“ |“Stadtentwicklung“ | und „Gebaute Geschichte“ vorgestellt.

„Stadtbilder“ zeigt unter den „Themenschwerpunnkten“ historische Darstellungen und Aufnahmen von Graz. Die einzelnen Zeitabschnitten werden weiters jeweils anhand der kulturhistorisch ausgerichteten inhaltlichen Schwerpunkte „Projekt Stadt“ | „Geschlechterbilder“ | und „Vielfalt“ | beleuchtet (Web).

Ziel der Ausstellung

Mit der digitalen Dauerausstellung ‚360 GRAZ. Eine Geschichte der Stadt‘ will das GrazMuseum sein Ziel erfüllen, ein leicht zugängliches Museum der Gegenwart für alle Menschen zu sein.

Die virtuelle Form eröffnet durch Verknüpfungen neue, eigene Wege, der Grazer Stadtgeschichte zu folgen. Geschichte ist kein abgeschlossener Prozess, sondern setzt sich aus vielschichtigen Sichtweisen auf die jeweilige Gegenwart zusammen.

Die Stadtgeschichte kann über verschiedene Zugänge erfahren werden: Was bedeutet es – wann für wen -, in einer Stadt zu leben? Wie ist die Stadt Graz zu dem geworden, was sie heute ist? Die vier Themenschwerpunkte „Projekt Stadt“, „Stadtbilder“, „Vielfalt“ und „Geschlechterrollen“ ermöglichen eine differenzierte Betrachtung: Wer hat die Stadt und die städtische Gemeinschaft geprägt, wem stand sie offen, wer schrieb Geschichte und was geht ein in die Erinnerungskultur?

Klicktipp: Feral Feminisms: New Issue on „Critical Interventions in Rape Culture“ available (Online-Journal)

Freitag, Juli 12th, 2019

Feral Feminisms. An open access feminist online journal (Web)

Feral Feminisms announced its Issue 8 (2019) on Critical Interventions in Rape Culture. The issue is available online in html (Web) or in a pdf format (PDF).

Feral Feminisms takes the feral as a provocative call to untaming, queering, and radicalizing feminist thought and practice today. Feral Feminisms is an independent, inter-media, peer reviewed, open access online journal from Toronto, Canada.

It is a space for students and scholars, artists and activists, to engage with the many sites and problematics of feminist studies – as understood broadly and across disciplines, genres, methods, politics, times, and contexts. Each issue of Feral Feminisms builds around a particular thematic, compiling diverse creative, queer, and always feral responses to the calls for papers.

All Issues

Issue 1: The Politics of Resistance (2013) (Web)

Issue 2: Perversity, BDSM, and Desire (2014) (Web)

Issue 3: Feminine Feelers (1/2015) (Web)

Issue 4: Transnational Analysis of Settler Colonialism (2/2015) (Web)

Issue 5: Untimely Bodies (1/2016) (Web)

Issue 6: Feral Theory (2/2016) (Web)

Issue 7: Queer Feminine Affinities (1/2018) (Web)

Issue 8: Critical Interventions in Rape Culture (2019) (Web)