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Archive for Juni, 2014

REMINDER: CfP: Reproduktion (Event: 09/2014, München); 15.07.2014

Montag, Juni 30th, 2014

Driburger Kreis (Einladung als PDF)

Zeit: 10.–12.  September 2014
Ort: München
Einreichfrist: 15.07.2014

Im Vorfeld der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin,  Naturwissenschaften und Technik e.V. findet der Driburger Kreis statt. Er richtet sich an Studierende, Promovierende und Nachwuchswissenschaftler/innen der Medizin-, Wissenschafts- und Technikgeschichte und angrenzenden Disziplinen und versteht sich als informelles Forum, in dem neben inhaltlichen Fragen auch methodische Probleme und vorläufige Arbeitsergebnisse vorgestellt und in einer konstruktiven Atmosphäre diskutiert werden können.

Das diesjährige Rahmenthema lautet Reproduktion. In der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte ist Reproduktion ein vielseitiger Begriff. Reproduktion im technischen Sinn bezeichnet … weiterlesen (PDF)

Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 03: Tagebuch von Bernhardine Alma, 29. Juni 1914, Wien

Sonntag, Juni 29th, 2014

Bernhardine Alma (geb. 1895) wuchs in gutbürgerlichen Verhältnissen in Wien auf. Von 1908 bis 1979, kurz vor ihrem Tod, führte sie Tagebuch, das in der Sammlung Frauennachlässe im Umfang von 47 Bänden und geschätzt 25.000 Einträgen vorliegt. Darin dokumentiert sie sehr detailliert ihr Umfeld, ihre Erlebnisse und Pläne. Als Berufswunsch formulierte sie dabei, Schauspielerin werden zu wollen.

Peter und Paul [29. Juni] 1914, abends
Sie haben uns unseren lieben Thronfolger, den Erzherzog Franz Ferdinand und die Herzogin Sofie erschossen! Ach, ist das fürchterlich – ganz unglaublich und unfassbar. – So ein paar dumme serbische Buben haben es getan – ach, das ist doch furchtbar. Die Herzogin war reizend und der Erzherzog so tapfer, so heldenhaft, wie’s sein Charakter ist. Die armen, lieben Kinder der beiden – und unser süßer kleiner Kaiser! Und die Welt geht weiter. – Das Leben rauscht seinem alten Strom und die Leute sind mir grauslich. – Ein Franziskanermönch hat sie absolutiert, der Pater Puntigam aus Sarajevo mit der letzten Ölung versehen. Es ist so Schade um die beiden. Die Herzogin hatte ein schönes Leben und starb mit ihm vereint. Er war so lieb, so tapfer – so charaktervoll! – […] Ich will so gerne zur Bühne! – So, so gerne! – Das wäre so schön! – Nun schließe ich für heute!

Dienstag, 30. Juni, abends
Wenn ich nur wüßte, wie mein Leben bestimmt ist! Ich will zur Bühne! – Um unsere Thronfolgerpaar ist es sehr Schade! Er war ein Held und sie reizend! – Ich möchte ein süßes Mützerl haben und möchte noch allerhand. Nun mache ich einstweilen Schluß. Mama ist sehr lieb zu mir. –

1. Juli 1914, Schon! abends, Mittwoch
Schade eigentlich, daß der L[…]kurs [Kunstunterricht] aus ist. – Das deutsche Kaiserpaar hat den lieben Waisen (wie schrecklich das klingt! – die armen, armen Kinder!) des Thronfolgers ziemlich nett kondoliert. Wien ist noch immer schwarz beflaggt. Das war ja auch (mehr …)

Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 02: Tagebuch von Julie Söllner, 28. Juni 1914, Wien

Samstag, Juni 28th, 2014

Nr 52 Tagebuch Julie Soellner 1914 06 28Julie Söllner (geb. 1874) hatte die Lehrerinnenbildungsanstalt besucht. Sie lebte in Wien, war mit einem Rechtsanwalt verheiratet und Mutter von drei Kindern. Das von ihr vorliegende Tagebuch umfasst nur wenige Einträge aus dem Frühjahr 1915. In einer retrospektiv verfassten Passage erinnert sie sich darin auch an den Sommer 1914.

Es war am 28. Juni 1914, als wir zum letzten Mal nach Döbling [zu den Schwieger-/Eltern] fuhren. Wir stiegen in der Schottengasse in den 37. Wagen ein und sahen auf der Schottenkreuzung einen Mann Extraausgaben verteilen. Ich horchte auf und hörte: „Der Thronfolger ist er……“ Wir kamen bis zur Votivkirche als ich hörte der Thronfolger ist ermordet. Ein Mann, der in demselben Wagen fuhr wie wir, hatte eine Extraausgabe; ich konnte sehen daß die schreckliche Nachricht sich bewahrheitete. Nach 20 Minuten waren wir in Döbling. Wir hatten uns vorgenommen nichts zu erzählen, doch bald kamen Ernst und Gerti und erzählten von dem Geschehnis. Auf der Rückfahrt von Döbling kauften wir Extraausgaben. Nun konnten wir lesen daß der Thronfolger und seine Gemahlin ermordet seien. Zu Hause lasen wir noch Extraausgaben. […]

Sammlung Frauennachlässe NL 52
Nächster Eintrag aus dem Nachlass von Juli Söllner am 18. März 2015

Die zeitgenössische Orthographie wurde beibehalten. Die Verwendung der Namen der Schreiber/innen und ihrer Familien folgt den vertraglichen Vereinbarungen der Sammlung Frauennachlässe mit den Übergeber/innen. In den Dokumenten genannte Namen dritter Personen werden aus Datenschutzgründen anonymisiert.

Zitation dieses Beitrages: Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 02, Tagebuch von Julie Söllner, 28. Juni 1914, SFN NL 52, unter: https://www.univie.ac.at/Geschichte/salon21/?p=17474

Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 01: Tagebuch von Maria E. für ihr ungeborenes Kind, 28. Juni 1914, Steiermark

Samstag, Juni 28th, 2014

NL 174 Handschrift Maria EDie Steirerin Maria E. (geb. 1890) war ausgebildete Klavier- und Volksschullehrerin. Seit 1913 war sie mit einem Juristen verheiratet. Im selben Jahr wurde die junge Frau Mutter von Zwillingsbuben, von denen einer nur wenige Tage am Leben war. Im Sommer 1914 erwartete Maria E. ein weiteres Kind. Seine Entwicklung hat sie in einem ‚Müttertagebuch‘ festgehalten, dessen Einträge bereits in der Schwangerschaft beginnen. Neben persönlichen Inhalten sind hier auch politische Ereignisse dokumentiert. In der Sammlung Frauennachlässe liegen diese Aufzeichnungen als Abschrift vor.

Juni [o.T. 1914]. Ich kann zur Abwechslung wieder einmal nicht gehen, der Erguß im Knie, den ich mir vor Jahren beim Turnen zugezogen habe, macht sich neuerdings bemerkbar. Dr. P. verspricht mir baldige Besserung. Es ist ein wunderbarer Sommersonntagabend. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt die Kunde: „Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin in Sarajevo ermordet.“ – – O Gott! Was mag daraus werden!

Sammlung Frauennachlässe NL 174
Nächster Eintrag aus dem Nachlass von Maria E. am 23. Juli 2014 (Link)

Die Verwendung der Namen der Schreiber/innen und ihrer Familien folgt den vertraglichen Vereinbarungen der Sammlung Frauennachlässe mit den Übergeber/innen. In den Dokumenten genannte Namen dritter Personen werden aus Datenschutzgründen anonymisiert. Das Müttertagebuch von Maria E. liegt in der Sammlung Frauennachlässe – in Auszügen – als Abschrift vor.

Zitation dieses Beitrages: Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 01: Tagebuch von Maria E., 28. Juni 1914, SFN NL 174, unter: https://www.univie.ac.at/Geschichte/salon21/?p=17479

Weblog: Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen. Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe – 1914-1918/19

Samstag, Juni 28th, 2014

Ausschnitt aus der Postkarte zum ProjektZu dieser Online-Edtion

Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 hat sich die Sammlung Frauennachlässe weithin als gegenläufiger Gedächtnisspeicher etabliert – auch in Hinblick auf ihre Quellenbestände zum Ersten Weltkrieg.

Ab Sommer 2014 bis 2018/19 werden daraus im Salon 21 regelmäßig Auszüge veröffentlicht: Zu Wort kommen dabei u.a. Schülerinnen, Rotkreuzhelferinnen, junge Ehepaare, Soldaten und Kriegsgefangene, die Korrespondenzen, Tagebücher oder andere Texte verfasst haben.

Aus ihren unterschiedlichen Aufzeichnungen wurden bereits mehr als 130 verschiedene Auszüge gepostet. Die Auszüge erscheinen immer zum konkreten Datum – jeweils 100 Jahre später – im Format des Weblogs „Salon 21“.

Dem Verlauf des Krieges an den Heimat-/Fronten folgend, entsteht so ein Kaleidoskop unterschiedlicher Kriegserfahrungen und -deutungen. Es werden Einblicke in schwankenden Patriotismus und Protest, Hoffnung und Verzweiflung, Hunger, Entbehrung, Gewalt und Trauer sowie in Handlungsstragegien gegeben. Dabei zeigt sich nichtzuletzt die in alle Lebensbereiche dringende Katastrophe der Kriegssituation.

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Hinweis zur Gestaltung der Einträge

In der Online-Edition sind ausgewählte Auszüge aus den Selbstzeugnissen als Abschriften verfügbar. Kurze Einleitungstexte erläutern die aktuellen Lebenssituation der Schreiberinnen und Schreiber. Gegebenenfalls sind in die Texte Kommentare eingefügt, die einzelne Wörter oder Namen erklären. Diese Kommentare sind farblich [blau] gekennzeichnet, ebenso auch mögliche Auslassungen […] der handschriftlichen Originale.

Durch einen kleinen Ausschnitt, der jeweils die Datumsangabe zeigt, werden die einzelnen Handschriften auch bildlich vorgestellt.

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Reihung der Einträge

Im Weblogformat sind die früheren Einträge jeweils weiter unten gepostet, die neuere immer oben auf.

  • Die derzeit jüngsten Einträge aus 1918 (Link)

 

Ordnung nach Jahren:

  • (Früheste) Einträge aus 1914 (Link)
  • (Früheste) Einträge aus 1915 (Link)
  • (Früheste) Einträge aus 1916 (Link)
  • (Früheste) Einträge aus 1917 (Link)
  • (Früheste) Einträge aus 1918 (Link)

 

Ordnung nach einzelnen Schreiberinnen und Schreibern:

  • Müttertagebuch von Maria E. – Steiermark (ab 1914)
  • Tagebuch von Julie Söllner – Wien (ab 1914)
  • Tagebuch von Bernhardine Alma – Wien (ab 1914)
  • Feldpost der Familie Stephani – aus und nach Chemnitz (ab 1914)
  • Tagebuch von Augusta S. – Altlengbach (ab 1914)
  • Brief an Emilie Wehle – aus Buenos Aires nach Wien (1914)
  • Feldpost von Christl Lang und Leopold Wolf – aus und nach Wien (ab 1914)
  • Tagebuch der Volksschülerin Ella Reichel – Neulengbach (ab 1915)
  • „Liebesgabenpost“ der Volksschülerin Ella Reichel und Emanuel B. – aus und nach Neulengbach (ab 1915)
  • Feldpost von Louise Müller und Adolf Müller – aus und nach Wien (ab 1915)
  • Feldpost von Maria E. und Adolf E. – aus und in die Steiermark (ab 1915)
  • Feldpost von Richard Pöhn – nach Wien (ab 1915)
  • Karte an Maria Hahn – nach Wien (1915)
  • Karte an Anna Reichel – aus Chicago nach Neulengbach (1916)
  • Kriegsgefangenenkarten von Georg M. an Juli G. – aus Astachstran nach Wien (ab 1916)
  • Tagebuch der Bürgerschülerin Anna H. – Graz (ab 1916)
  • Feldpost von Marie Zohner – aus Hohenau an der March (Cáhnov) (1916)
  • Korrespondenzen der Familie Podpera und Kozdera, Wien (ab 1917)
  • Brief von Franz Kundera an Anna Mitterhofer – aus Podg-Paszow nach Kritzendorf (1917)
  • Bittbriefe an Friedrich Weber und Lilli Weber-Wehle – nach Wien u.a. (1917)

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Zur Verwenundung von Namen in der Online-Edition

Die Verwendung der Namen der Schreiberinnen und Schreiber bzw. ihrer Familienmitgliedern folgt den vertraglichen Vereinbarungen der Sammlung Frauennachlässe mit den Übergeberinnen und Übergebern. Die in den Dokumenten genannte Namen dritter Personen werden aus Datenschutzgründen in dieser Online-Edition anonymisiert.

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Die Editorinnen

Konzept und Gestaltung: Li Gerhalter und Christa Hämmerle
Mitarbeit 2014: Bianca Ginsberg (NL 9, NL 97)
Mitarbeit 2016: Veronika Siegmund (NL 56)

CfP: Race, Gender, and Military Heroism in U.S. History: From World War I to 9/11 (Event: 03/2015, Frankfurt a.M.); DL: 31.08.2014

Freitag, Juni 27th, 2014

Jun.-Prof. Dr. Simon Wendt und Matthias Voigt

Zeit: 20.03.2015-21.03.2015
Ort: Frankfurt am Main, Goethe Universität Frankfurt
Einreichfrist: 31.08.2014

In 20th-century America, military heroism became a key symbol of what was regarded as a heterosexual, masculine white nation. Military heroism thus became a major discursive battleground on which dominant notions of race, gender, and national identity were negotiated, challenged, and revised. This conference seeks to probe this complex interrelationship and how it changed between 1914 and 2014, asking how military heroism helped to construct and challenge racialized and gendered hierarchies in the United States. It seeks to examine how the praise of heroic behavior on the battlefield or the refusal to give such praise became either a means of marginalization or a resource that minorities could utilize to protest against their marginal status. Read more and source …

REMINDER: Vorträge von Almut Höfert: ‘Forschungsetappen in der Vormoderne’ UND Anelia Kassabova: ‘Das Geschlecht des Porträts’, 27.06.2014, Wien

Donnerstag, Juni 26th, 2014

L’Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft (Web)

Zeit. Freitag, 27. Juni 2014, 16 Uhr
Ort: Seminarraum 1 des Instituts für Geschichte, Universität Wien

L’Homme Z.F.G. hält auch 2014 ihr internationales Herausgeberinnen-Treffen an der Universität Wien ab. Gemeinsam mit der Dekanin der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät läd das Herausgeberinnenteam als Auftakt zu zwei öffentlichen Vorträgen ein, in denen sich neue Herausgeberinnen der Zeitschrift mit ihren aktuellen Forschungen präsentieren:

  • Anelia Kassabova (Sofia): Das Geschlecht des Porträts. Fotografien in Bulgarien 1860–1950

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