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Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 106: Brief von Franz Kundera an Anna Mitterhofer, 11. Juli 1917, von Podg-Paszow bei Krakow/Krakau nach Kritzendorf bei Wien

brief_franz_an_anna-2-2Der junge Zugbegleiter Franz Kundera (geb. 1896) aus Kwitkowitz im damaligen Bezirk Ungarisch Hradisch in Mähren war als Mannschaftssoldat in den Ersten Weltkrieg eingezogen. Im Sommer 1917 war er bei Krakow/Krakau stationiert. Von hier schrieb er einen Brief an Anna Mitterhofer (geb. 1900) aus Kritzendorf und erklärte ihr darin seine Liebe. Von ihrer Korrespondenz sind insgesamt 44 Schreiben aus der Zeit von Mai bis Dezember 1917 erhalten. Die Historikerin Christa Hämmerle hat diese Korrespondenz im Beitrag „‚Mit Sehnsucht wartent …‘ Liebesbriefe im Ersten Weltkrieg – ein Plädoyer für einen erweiterten Genrebegriff“ (Link) vorgestellt und kontextualisiert. Der besagte Brief von Juli 1917 kann dabei als Ganzes nachgelesen werden:

(18) 11./VII. 17 Liebstes Annerl! Vor allem grüße ich Dich herzlichst und teile mit, daß es mir ganz gut geht. Brief von Dir erhalten wofür ich bestens danke. Bin nicht böse, das Du mir solange nicht geschrieben hast den ich schreibe Dir ja jetzt auch sehr wenig da ich sehr viel Dienst hab und nur 6-7 Stunden frei. Da ist man froh wenn man ein bischen schlafen kann. War ganz erstaunt über die Nachricht von Hansl die du mir schriebst. Den das habe ich nicht gewust daß Du mit Hansl gehst. Den wie du liebstes Annerl schon selbst aus meinen Briefen bemerken kanst habe ich Dich sehr lieb. Natürlich habe ich es Dir nicht wollen schriftlich mitteilen und lieber warten bis ich nach Hause komme um es Dir liebste Annerl mündlich zu sagen und Dich fragen ob auch Du damit einferstanden bist. Mit gebrochenem Herzen schreibe ich Dir heute diesen Brief den ich sehe meine Hoffnung ist vorbei. … weiterlesen (PDF)

Sammlung Frauennachlässe NL 75 I
Kein weiterer Eintrag aus der Korrespondenz von Franz Kundera und Anna Mitterhofer

Die Verwendung der Namen der Schreiber/innen und ihrer Familien folgt den vertraglichen Vereinbarungen der Sammlung Frauennachlässe mit den Übergeber/innen. In den Dokumenten genannte Namen dritter Personen werden aus Datenschutzgründen anonymisiert.

  • Zu dieser Korrespondenz siehe auch: Christa Hämmerle: „Mit Sehnsucht wartent …“ Liebesbriefe im Ersten Weltkrieg – ein Plädoyer für einen erweiterten Genrebegriff, in: Geschichte der Gefühle – Einblicke in die Forschung, März 2014, DOI: 10.14280/08241.23 (Link)

Zitation dieses Beitrages: Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 110, Feldpostbrief von Franz Kundera an Anna Mitterhofer, 17. Juli 1917, SFN NL 75 I, unter: URL

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