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Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 119: Bittbrief einer unbekannten Schreiberin an Lilli Weber-Wehle, 26. November 1917, aus Mähren nach Wien

NL 21 Bittbrief 02_kleinLilli Weber-Wehle (geb. 1894) lebte in einem großbürgerlichen Wiener Umfeld. Seit 1913 war sie verheiratet mit Friedrich Weber (geb. 1886), der im Ersten Weltkrieg als Oberleutnant eingesetzt war. Im Nachlass von Lilli Weber-Wehle ist ein Bittbrief enthalten, den eine unbekannte Schreiberin aus Mähren an sie als Ehefrau des Kommandanten ihres Mannes gerichtet hat. Sie bittet darin, ihm Urlaub zu gewähren, da seine Arbeitskraft zu Hause nötig wäre. Als Gegenleistung bietet die Schreiberin Naturalien an. Neben der persönlichen Situation der Ehefrau eines Soldaten belegt dieses Schriftstück auch Kommunikationsstrategien.

Geliebte Frau!!
In Anfange meines Schreibens begrüße ich alle von Euch. Geliebte Frau ich bitte Euch sehr, Sei so gut und bitten Ihren Mann, ob so gut war und lassen den Franz M., nach Weinachten an Urlab gehen. Wir brauchen och das Holz in Wald machen. Wenn ich wird daß Ei und das Milch haben, werden ich Euch hälfen. Besser kann ich daß nicht Schreiben weil ich kann nicht viel so deutsch schprechen. Aber ich glaubt daß so gut werden und bitten Ihren Mann.
Mit Grüß
Die Familie M.

In Debalowitz N. 17 am 26/11 1917
[Post Wannowitz
Mähren]

Sammlung Frauennachlässe NL 21 II
Voriger Eintrag mit einem Bittbrief an Lilli Weber-Wehle und Friedrich Weber am 5. September 2017

Die Verwendung der Namen der Schreiber/innen und ihrer Familien folgt den vertraglichen Vereinbarungen der Sammlung Frauennachlässe mit den Übergeber/innen. In den Dokumenten genannte Namen dritter Personen werden aus Datenschutzgründen anonymisiert.

Die Ortographie des Originals wurde beibeihalten.

Zitation dieses Beitrages: Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 119, Bittbrief an Lilli Weber-Wehle, Datum, SFN NL 21 II, unter: URL

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