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Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 116: Kriegsgefangenenkarten von Georg M. an seinen Freund, 21. Oktober 1917, aus Astrachan nach Wien

Von der Kriegsgefangenenpost des Wieners Georg M. (geb. 1884) sind nur 21 Poststücke erhalten, die er zwischen Juni 1916 und Oktober 1917 aus Moskau und Astrachan an der Wolga nach Hause geschickt hat. 17 Schreiben hat der gelernte Friseur an seine Verlobte Juli G. adressiert,  drei weitere an Bekannte. Auf der am spätesten datierten Karte aus Oktober 1917 erinnert er sich an gemeinsame Erlebnisse und gibt indirekt auch Hinweise auf die Gestaltung der freien Zeit im Kriegsgefangenenlager.

Astrachan, 21. X. 1917
Lieber Alois!
Deine lieben beiden Karten vom 9. U. 10 VII., am 9.X. dankend erhalten und freut es mich, alle meine lieben Freudinnen und Freunde samt Kinderln gesund zu wissen. Habe auch an Greterl, Loiserl und Mimi mehrere Ansichtskarten gesendet, sein selbe nicht angekommen? Ungemein erfreut war ich darüber dass Ihr alle mich so ins Herz geschlossen habt. Das auf diese Entfernung zu hören, tut wohl. An Lainz [wo der Freund wohnte] und die Jubiläumshäuser denke ich mit Vergnügen sehr oft und das Halmaspiel habe ich auch hier in Astrachan eingeführt und jedesmal wenn ich ein Halmabrett sehe, kommen mir die wütend-wilden Blicke Deiner „Göttergattin“ und lieben Frau, – meiner lieben Freundin Mina, ins Gedächtnis, die ich immer bei den Schluss-Tempis des Spieles „erdulden“ musste. – Nun, lieber Freund, bitte ich Dich noch die herzlichsten Grüsse an alle die zur Familie gehören zu übermitteln, desgleichen auch an sonstige Bekannte, allen die beste und bleibende Gesundheit wünschend. Lebt alle recht wohl, Euer stets an Euch und Dich denkender Freund
Georg

Sammlung Frauennachlässe NL 74
Es sind keine weiteren Poststücke aus der Korrespondenz von Georg M. erhalten. Zum weiteren Lebenslauf von Georg M. oder Juli G. konnte recherchiert werden, dass sie 1920 Eltern einer kleinen Tochter wurden.
Voriger Eintrag aus der Korrespondenz von Georg M. am 27. Juli 2017

Die Verwendung der Namen der Schreiber/innen und ihrer Familien folgt den vertraglichen Vereinbarungen der Sammlung Frauennachlässe mit den Übergeber/innen. In den Dokumenten genannte Namen dritter Personen werden aus Datenschutzgründen anonymisiert.

Zitation dieses Beitrages: Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen – Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe Nr. 116, Kriegsgefangenenkarten von Georg M. an seinen Freund, 21. Oktober 1917, SFN NL 74, unter: URL

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