Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen. Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe – 1914-1918/19

Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 hat sich die Sammlung Frauennachlässe als gegenläufiger Gedächtnisspeicher etabliert – auch in Hinblick auf ihre Quellenbestände zum Ersten Weltkrieg.

Von Juni 2014 bis Februar 2019 wurden daraus im Salon 21 regelmäßig Auszüge veröffentlicht: Zu Wort kommen dabei u.a. Schülerinnen, Rotkreuzhelferinnen, junge Ehepaare, Soldaten und Kriegsgefangene, die Korrespondenzen, Tagebücher oder andere kriegsbezogene Texte verfasst haben.

Aus ihren unterschiedlichen Aufzeichnungen wurden um 150 verschiedene Auszüge gepostet. Die Auszüge sind immer zum konkreten Datum – jeweils 100 Jahre später – im Format des Weblogs „Salon 21“ erschienen.

Dem Verlauf des Krieges an den Heimat-/Fronten folgend, entstand so ein Kaleidoskop unterschiedlicher Kriegserfahrungen und -deutungen. Es wurden Einblicke in schwankenden Patriotismus und Protest, Hoffnung und Verzweiflung, Hunger, Entbehrung, Gewalt und Trauer sowie in Handlungsstragegien gegeben. Dabei zeigte sich nichtzuletzt die in alle Lebensbereiche dringende Katastrophe der Kriegssituation.

 

Editorische Hinweis

1) Gestaltung der Einträge

In der Online-Edition sind die Texte als Abschriften verfügbar. Kurze Einleitungstexte erläutern die aktuellen Lebenssituationen der Schreiberinnen und Schreiber. Gegebenenfalls sind in die Texte Kommentare eingefügt, die einzelne Wörter oder Namen erklären. Diese Kommentare sind farblich und in Klammern [blau] gekennzeichnet, ebenso auch mögliche Auslassungen [...] bzw. unleserliche Stellen [...].

Durch einen kleinen Bild-Ausschnitt, der jeweils die Datumsangabe zeigt, werden die einzelnen Handschriften auch bildlich vorgestellt.

2) Verwenundung von Namen in der Online-Edition

Die Verwendung der Namen der Schreiberinnen und Schreiber bzw. ihrer Familienmitgliedern folgt den vertraglichen Vereinbarungen der Sammlung Frauennachlässe mit den Übergeberinnen und Übergebern. Daher sind manche Namen abgekürzt, die meisten aber voll genannt. Die in den Dokumenten genannte Namen dritter Personen werden aus Datenschutzgründen in dieser Online-Edition anonymisiert.

 

Reihung der Einträge

Im Weblogformat sind die früheren Einträge jeweils weiter unten gepostet, die neuere immer oben auf.

  • Die jüngsten Einträge aus 1919 (Link)

 

1) Ordnung nach Jahren

  • Früheste Einträge aus 1914 (Link)

  • Früheste Einträge aus 1915 (Link)

  • Früheste Einträge aus 1916 (Link)

  • Früheste Einträge aus 1917 (Link)

  • Früheste Einträge aus 1918 (Link)

  • Früheste Einträge aus 1919 (Link)

 

2) Ordnung nach einzelnen Schreiberinnen und Schreibern

  • Müttertagebuch von Maria E. – Steiermark (ab 1914)

  • Tagebuch von Julie Söllner – Wien (ab 1914)

  • Tagebuch von Bernhardine Alma – Wien (ab 1914)

  • Feldpost der Familie Stephani – aus und nach Chemnitz (ab 1914)

  • Tagebuch von Augusta S. – Altlengbach und Enns (ab 1914)

  • Brief an Emilie Wehle – aus Buenos Aires nach Wien (1914)

  • Feldpost von Christl Lang und Leopold Wolf – aus und nach Wien (ab 1914)

  • Tagebuch der Volksschülerin Ella Reichel – Neulengbach (ab 1915)

  • „Liebesgabenpost“ der Volksschülerin Ella Reichel und Emanuel B. – aus und nach Neulengbach (ab 1915)

  • Feldpost von Louise Müller und Adolf Müller – aus und nach Wien (ab 1915)

  • Feldpost von Maria E. und Adolf E. – aus und in die Steiermark (ab 1915)

  • Feldpost von Richard Pöhn – nach Wien (ab 1915)

  • Karte an Maria Hahn – nach Wien (1915)

  • Karte an Anna Reichel – aus Chicago nach Neulengbach (1916)

  • Kriegsgefangenenkarten von Georg M. an Juli G. – aus Astachstran nach Wien (ab 1916)

  • Tagebuch der Bürgerschülerin Anna H. – Graz (ab 1916)

  • Feldpost von Marie Zohner – aus Hohenau an der March (Cáhnov) (1916)

  • Korrespondenzen der Familie Podpera und Kozdera, aus und nach Wien (ab 1917)

  • Brief von Franz Kundera an Anna Mitterhofer – aus Podg-Paszow nach Kritzendorf (1917)

  • Bittbriefe an Friedrich Weber und Lilli Weber-Wehle – nach Wien u.a. (1917)

  • Kriegsgefangenenpost von Georg Semenic – aus dem Aostatal nach Wien (ab 1918)

 

Die Editorinnen

Konzept und Gestaltung: Li Gerhalter und Christa Hämmerle
Mitarbeit 2014: Bianca Ginsberg (NL 9, NL 97)
Mitarbeit 2016: Veronika Siegmund (NL 56)