Aktuelle Tagung

Jubiläumstagung
Übergänge

25. Fachtagung des Arbeitskreises Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit

24. Oktober – 26. Oktober 2019

Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart – Tagungszentrum Hohenheim

 

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2019 begeht der Arbeitskreis Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit (AKGG) sein 25. Jubiläum – aus unserer Sicht eine gute Gelegenheit zu Rückblick und Ausblick, zur Reflexion des Erreichten und der künftigen Herausforderungen für die Geschlechtergeschichte – und nicht zuletzt ein guter Grund zum Feiern!

Thematisch haben wir uns für das relativ offene Motto der “Übergänge” entschieden: Zu denken wäre etwa an Übergänge in räumlicher Hinsicht – zwischen Stadt und Land, Haus, Gemeinden und Umland bis hin zu den Verbindungswegen zwischen Regionen und Weltgegenden und den sich bildenden Kontaktzonen.
Geschlecht als Kategorie, die in solchen Übergängen vermittelt oder aber selbst verschoben und verändert wird, lässt sich besonders auch im Rahmen kultureller Praktiken des Übergangs, des Transfers oder der Verflechtung beobachten: Beispiele wären die Übergabe oder Weitergabe von Dingen oder die Traditionsbildung in Schrift, Bild und anderen Formen der Kommunikation. Ein weiterer Fragenkomplex gilt den Übergängen in sozialer Hinsicht bzw. der sozialen Mobilität – beispielsweise durch Bildung, Heirat oder die Erlangung wichtiger gesellschaftlicher Positionen („Nobilitierung“) einerseits; durch Krisen, Krieg, Kriminalisierung und Vertreibung andererseits. Angesprochen sind daneben religiöse Transitionen bzw. Konversionen, etwa Grenzüberschreitungen zwischen Religionen ebenso wie Häresien und Heterodoxien, Formen der “geistigen” Reise oder der Überschneidungen bzw. Verschiebungen zwischen Diesseits und Jenseits. Schließlich interessiert uns das Thema übergreifend auch in zeitlicher Hinsicht im Sinne von Wandel, Veränderung, Transformationen: Sei es im Hinblick auf die Transitionsphasen zwischen Kindheit und Erwachsensein – etwa durch „rites de passages“ wie Schulbesuch, Gesellenjahre oder Studium „in der Ferne“ und die damit verbundenen biographischen Erfahrungen – bis hin zum Tod; sei es im Hinblick auf allmähliche Umbildungen kultureller Subsysteme, Organisationen und Institutionen (wie z.B. Ehe, Politik, Öffentlichkeit, Privatheit, usw); sei es mit Blick auf Übergänge zwischen Wissensgebieten und Disziplinen, zwischen Diskursen oder Genres.

Nicht zuletzt wollen wir uns auch in wissenschaftspolitischer bzw. wissenshistorischer Perspektive mit Übergängen und Transmissionen von einer Generation zur nächsten befassen. Organisiert als „round table“ werden wir Gründerinnen des AKs und langjährige TeilnehmerInnen zu Stand und Perspektiven der Geschlechtergeschichte der FNZ und Ideen, Vorschlägen und Überlegungen für die Zukunft befragen.

Die Tagungen des Arbeitskreises sollen methodologisch-theoretische Debatten initiieren oder jedenfalls intensivieren, wir legen Wert auf interdisziplinären und intergenerationellen Austausch. Dies kann nur gelingen, wenn die einzelnen Beiträge maßgeblich den Fokus auf die verwendeten Methoden bzw. den theoretischen Hintergrund ihres jeweiligen Forschungsansatzes legen. Genauere Informationen zum Arbeitskreis finden Sie auf unserer Homepage: http://www.univie.ac.at/ak-geschlechtergeschichte-fnz/

Wir weisen darauf hin, dass für ReferentInnen i.d. Regel keine Reise- und Tagungsgebühren übernommen werden können. Die Tagungsteilnahme inklusive Übernachtung und Verpflegung beträgt voraussichtlich 150Euro/ermäßigt 126 Euro. Stipendien zur Teilnahme an der Tagung können beantragt werden.

Vortragsvorschläge (eine inhaltliche Skizze zum Vortrag sowie einen CV) richten Sie bitte per E-Mail bis zum 30. Juni 2019 an:

Monika Mommertz: monika.mommertz@unibas.ch
Claudia Optiz-Belakhal: claudia.opitz@unibas.ch

 

Tagungsleitung

Prof. Dr. Antje Flüchter, Universität Bielefeld
Prof. Dr. Andrea Griesebner, Universität Wien
Prof. Dr. Michaela Hohkamp, Leibniz Universität Hannover
Dr. Steymans-Kurz Petra, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Dr. Monika Mommertz, Universität Basel
Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal, Universität Basel