Vom 20. bis 22. Juli 2026 findet an der Universität Wien die Konferenz für Stadt- und Regionalforschung der Internationalen Soziologischen Gesellschaft (ISA) unter dem Motto "Inequalities and the City. Old Issues, New Challenges" statt. Mehr als 1.200 Forschende und Praktiker*innen diskutieren städtische Themen wie Ungleichheiten, Klimawandel, urbane Zukunft, Wohnen und soziale Segregation. Internationale Expert*innen geben Inputs und stehen auch für Interviews zur Verfügung.
Städte sind lebendige, dynamische Orte, die Chancen bieten, aber auch Ungleichheiten hervorbringen. Lokale und globale Probleme wie Umweltverschmutzung, Wohnungsmangel, soziale Segregation, ungleich verteilte politische Macht und militärische Konflikte haben tiefgreifende Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Bewohner*innen und tragen zur Vertiefung der Ungleichheiten sowohl zwischen Städten als auch innerhalb dieser Städte bei. Einige dieser Probleme reichen weit in der Geschichte zurück, während andere sehr neu sind und Herausforderungen für das Erforschung von Ungleichheiten in der Stadt darstellen.
Die Konferenz beleuchtet alte und neue Entwicklungen in der Stadtforschung interdisziplinär aus Perspektiven der Soziologie, Humangeographie, Architektur und Sozialanthropologie. "Das Interesse an der Konferenz ist enorm. Mit über 1.200 Teilnehmenden wird die RC21-Konferenz in Wien voraussichtlich die größte Konferenz im Bereich der Stadtforschung aus sozialwissenschaftlicher Perspektive sein. Wir freuen uns, ein so hochwertiges, vielfältiges Konferenzprogramm zusammengestellt zu haben", sagt Yuri Kazepov, Professor für Stadtsoziologie an der Universität Wien und Leiter des lokalen Organisationskomitees. Die alle zwei Jahre stattfindende RC21-Konferenz ist eine der weltweit wichtigsten Konferenzen zum Thema Stadt- und Regionalentwicklung.
Folgende Keynotes führen durch die Konferenz:
- Vanesa Castán Broto (University of Sheffield, UK) – "Life in the City in Times of Climate Urbanism" – Städte als zentrale Standorte des Klimaschutzes und neue Ungleichheiten, die solche Bemühungen hervorbringen können
- Mario L. Small (Columbia University, USA) – "Large-Scale Data and Understanding Economic Inequality" – zunehmende Verfügbarkeit groß angelegter Daten transformiert die Forschung zu Nachbarschaften und sozialen Ungleichheiten
- Javier Auyero (University of Texas at Austin, USA) –"Sondare the Margins. Why do we still need urban ethnography?" – Bedeutung von ethnographischer Forschung zum Verständnis, wie Ungleichheit und Marginalisierung im Alltag geprägt werden
Neben den prominenten Hauptredner*innen werden einige renommierte Stadtforscher*innen und Soziolog*innen anwesend sein, darunter:
- Patrick Le Galès, Verwaltung und Transformation europäischer Städte
- Jeff Maskovsky, Präsident der American Anthropological Association
- Roger Keil, soziale Auswirkungen von Krankheiten in der Stadt
- Jennifer Robinson, postkoloniale Kritik der Stadtforschung
- Enzo Mingione, Ungleichheit, Armut und sozialer Ausgrenzung in Europa
- Hilary Silver, Sozialen Ausgrenzung, Integration sowie Obdachlosigkeit
- Ayşe Çağlar, Migrationsprozesse und Transnationalisierung
Weitere Informationen: Konferenzwebsite
Die genannten Wissenschafter*innen stehen interessierten Journalist*innen während der Konferenz für Interviews zur Verfügung. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei henning.jostes(at)univie.ac.at.
Über die Universität Wien:
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