Die Universität Wien bietet im Wintersemester 2025/26 gleich mehrere neue Formate, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit einem international verfügbaren Onlinekurs, einer Ringvorlesung mit öffentlichem Auftakt im Wiener Rathaus sowie der Diskussionsreihe "Umwelt im Gespräch" setzt der Forschungsverbund Umwelt und Klima (ECH) der Universität Wien auf den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.
Onlinekurs "Environmental Emergencies"
Am 1. Oktober startet der kostenlose und für Interessierte weltweit offene Online-Kurs "Environmental Emergencies: Navigating Climate Change, Biodiversity Loss and Environmental Pollution". Rund 30 Wissenschafter*innen der Universität Wien vermitteln darin Grundlagen, Zusammenhänge und Lösungsansätze zu den drei großen Umweltkrisen Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung. Der kostenlose, englischsprachige Onlinekurs (Massive Open Online Course, MOOC) ist weltweit auf der Plattform iMooX.at verfügbar und richtet sich sowohl an Studierende als auch an eine interessierte Öffentlichkeit.
"Mit diesem offenen und kostenlosen Online-Kurs wollen wir nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Verantwortung übernehmen – für eine informierte Gesellschaft, die aktiv an der Lösung der Umweltkrisen mitwirkt", erklärt Thilo Hofmann, Direktor des Forschungsverbunds Umwelt und Klima und Initiator des MOOC.
Ringvorlesung "Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit"
Ebenfalls im Oktober beginnt die neue Ringvorlesung „Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit - Vom Wissen zum Handeln“, die von der Universität Wien gemeinsam mit der Stadt Wien organisiert wird. Die öffentliche Auftaktveranstaltung findet am 13. Oktober im Wiener Rathaus statt und widmet sich der Frage, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in konkretes Handeln übersetzt werden können. Start der Vorlesung ist bereits am 8. Oktober.
Weitere Informationen und Programm.
Wissenschaft im Dialog: "Umwelt im Gespräch"
Am 11. November lädt der ECH zur nächsten Ausgabe der Reihe "Umwelt im Gespräch" ins Naturhistorische Museum Wien. Unter dem Titel "Nachhaltiges Leben zwischen Ideal und Realität" diskutieren Wissenschafter*innen und Expert*innen aus Politik und Gesellschaft, u.a. Vizerektor Nikolaus Hautsch, die ehemalige Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, und der Politikwissenschafter Ulrich Brand im Naturhistorischen Museum Wienüber Herausforderungen und Chancen einer ökologisch verantwortungsvollen Lebensweise.
Der Forschungsverbund Umwelt und Klima (ECH)
Der 2024 gegründete Forschungsverbund Umwelt und Klima (ECH) vereint aktuell 70 Wissenschafter*innen aus Natur-, Sozial-, Geistes- und Rechtswissenschaften. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu den großen ökologischen Krisen interdisziplinär zu bündeln und in den gesellschaftlichen Dialog einzubringen. Neben Forschung und Lehre setzt der ECH auf Outreach-Formate wie öffentliche Vorträge, Diskussionsreihen und digitale Angebote, um nachhaltige Lösungen gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu entwickeln.
"Wissenschaft allein kann die Welt nicht retten", fasst Thilo Hofmann zusammen, "aber sie kann Türen öffnen und die Werkzeuge bereitstellen, mit denen wir gemeinsam Lösungen gestalten können."