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Dora Hitz

Im Nachlass Bahrs finden sich zwei Briefkarten von Dora Hitz an Bahr. Diese ohne wirkliche Datierung (der eine Donnerstag Abend 6 Uhr, der andere Sonntag 8 Uhr datiert), beide Enttäuschung über nicht stattgefundene Treffen äußernd und die Hoffnung, sich in Gesellschaft bei Jettel zu sehen. In einem wird eine Einladung alleine aufs Land (nach Sèvres) ausgesprochen. Das macht die Datierung der Karten für den Parisaufenthalt 1889 wahrscheinlich. Handschriftlich ist zu einem späteren Zeitpunkt von Anna Mildenburg „Malerin“ auf den einen Brief notiert. Eine Liebschaft ist naheliegend, ebenso die Vermutung, dass Dora Namenspatin für die Erzählung „Dora“ wurde. In "Malerei" erwähnt Bahr 1897 Hitz, implizit auf Paris anspielend:

Ribarz ist lange Jahre in Paris gewesen und hat dort in einer schönen Welt der edelsten Bestrebungen gelebt. Unser großer Jettel, der seither verstorbene Otto von Thoren, der geniale Stecher Köpping und Dora Hitz, beide jetzt in Berlin, liebten es damals, abends in einer Pilsner Bierhalle hinter der großen Oper zu sitzen, bei eifrigen, ja vehementen Gesprächen von der Kunst sich ihre Zweifel und Hoffnungen mit Ungestüm bekennend.