Aktivitäten

Vorschau

23.05.2019, 14 Uhr
Dachgeschoß Juridicum Wien

Addio Benke

Respondenz im Rahmen des Abschiedskolloquiums zu Ehren von Univ.Prof. Nikolaus Benke

24.05.2019
Institut für Romanistik Wien

Chair des ersten Panels im Rahmen der Internationale Tagung

„Passagen: Walter Benjamin und Antonio Gramsci“

organisiert von Birgit Wagner und Ingo Pohn Lauggas

12./13. Juli 2019
München

Prekäre Männlichkeit im Puppenheim: Beispiele aus dem spanischsprachigen Film.

Vortrag im Rahmen der interdisziplinären Tagung „Objekte & Organismen. Verlebendigung, Verdinglichung, Verwandlung“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Abstract

Dieser Beitrag widmet sich der unheimlichen Faszination, die von Puppen auf der Leinwand ausgeht. Hintergrund der Untersuchung bildet die These, dass die Inszenierung lebloser Ikonen von Weiblichkeit den „male gaze“ und damit patriarchale Begehrensstrukturen geradezu zur Schau stellen, wodurch auch die Apparatur des Kinos greifbar wird.
Als Analysematerial dient ein Film eines der wichtig sten spanischen Regisseure des 20. Jahrhunderts, den dieser im Abgesang der Diktatur in Paris drehte: In Luis Berlangas „Tamaño natural“ (1974) scheitert der Protagonist (Michel Piccoli) an seiner Liebe zu einer lebensgroßen Sexpuppe, da sich diese der Symbolisierung entzieht und die Beziehung somit ins Leere bzw. in die Sphäre des „Realen“ (Lacan) läuft. Als Vergleichsfolie dienen zwei lateinamerikanische Filme, die Puppen jeweils völlig anders in Szene setzen, in Zusammenschau aber Männlichkeitsphantasien und -mythen zwischen Pygmalion und Fetischismus in ihrer longue durée dekonstruieren helfen: In Luis Buñuel „Ensayo de un crimen“ (1955) lebt der Protagonist sein Imaginäres zwischen Eros und Thanatos an einer Schaufensterpuppe aus, die er anstelle ihres lebendigen Vorbildes rituell mordet. Und in Lucia Puenzos „Wakolda“ (2013) begegnet uns der in Argentinien untergetauchte Josef Mengele als emotions- und skrupelloser Möchtegern-Demiurg, der seine Allmachts- und Perfektionsgelüste angesichts der vermeintlichen Fehlbarkeit menschlicher DNA auch an der Produktion von „arischen“ Puppen befriedigt.
Alle drei Beispiele thematisieren in jeweils unterschiedlicher Weise die Problematik, die durch den Eintrag von Lebendigkeit in die Objekte entsteht. Dadurch erlauben sie ein Komplementärnarrativ zu Cyborg-Theorien ebenso wie die Weiterentwicklung psychoanalytischer und feministischer Filmtheorien.

07.10.2019 – 09.10.2019
Wolfenbüttel

Die sprechende Wunde der Toten in der frühneuzeitlichen Literatur Spaniens.

Vortrag im Rahmen der Internationalen Jahrestagung des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Renaissanceforschung „Eternal Wound – Die „Ewige Wunde“ in der Frühen Neuzeit, veranstaltet von Mariacarla Gadebusch Bondio (Bonn) und Marc Föcking (Hamburg).

Nachlese

12.04.2019

Anderes Kino – andere Welten.
Geschlechterrepräsentationen im Kino der Romania

Eintägiger Workshop am Institut für Romanistik, Universität Wien

Dieser Impulsworkshop war Auftaktveranstaltung eines medienwissenschaftlichen Forschungsschwerpunkts innerhalb des Instituts für Romanistik, der sich aus intersektionaler Weise dem Thema der Alterität annähert.

Entlang von drei Denkachsen soll die Kategorie de_r „Anderen“ hinterfragt werden:

  • Filme, die die Kategorie Gender problematisieren;
  • Filme, die postkoloniale Erfahrungs- und Erlebnishorizonte thematisieren;
  • Filme, die sich dezidiert abseits des Mainstream verstehen (Stichwort „Off-cinema“).

Der erste Workshop der Reihe widmete sich daher Kinokulturen in Frankreich, Spanien und Lateinamerika, die aufgrund ihres Plots, ihrer Repräsentationen und/oder ihrer Ästhetik für die Geschlechterforschung von besonderem Interesse sind. Es ging um eine Verknüpfung elaborierter Zugänge aus dem Bereich der Gender, Queer und Postcolonial Studies mit Kinotraditionen, welche die meist im anglophonen Raum entstandenen Theoriepotentiale vielfach nicht im Blick haben. Im Workshop wurden Filme aus unterschiedlichen Zeiträumen entlang der Kategorien gender/race/sexuality analysiert und versucht, auch mögliche Verbindungslinien und Bezugnahmen zwischen den einzelnen Streifen herauszuarbeiten.

Monday, March 18, 2019

Casuistry in Early Modern Spanish Literature I und II

Organisation zweier Panels im Rahmen des

65th Annual Meeting of the RSA, Toronto, Canada in Kooperation mit Michael Scham

Session Papers:

The Exploration of Circumstance: Casuistry and the Novela Bizantina (Anita Traninger)
Lovers’ Quarrels: Amorous and Legal Casuistry in the Spanish Sentimental Romance (William Childers)
La casuística del desquite legítimo en la Segunda parte del Guzmán de Alfarache de Alemán (David Alvarez Roblin) Splitting Hairs or Finding Threads: The Labyrinth as Metaphor for Moral Dilemma in the Comedia (Hilaire Kallendorf)
Unique documented criminal cases in early modern Spain. A taxonomical attempt (Elena del Rio Parra)
Law and Crime in the Celestina (Marlen Bidwell-Steiner)
Casuistry’s Rise and the Crisis of Exemplarity (Michael Scham)