Helene Bauer 1905, Aufnahme anläßlich der PromotionHelene Bauer
Sozialwissenschafterin, Journalistin

*1871 Krakau
+1942 Berkeley, California, U.S.A.

Das "Biographische Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933" hat einen Eintrag unter "Bauer, Helene, Dr.phil., geb. Gumplowicz, gesch. Landau, Journalistin; geb. 13. März 1871 Krakau, gest. 20. Nov. 1942 Berkeley/Calif.". (Biographisches Handbuch, S. 37)

Der Vater war Buchhändler, Besitzer einer Leihbibliothek in Krakau; Helene Gumplowicz war "eine der eifrigsten Benützerinnen der väterlichen Bücherei"; sie las "sowohl polnische als auch deutsche und französische Bücher durcheinander und sammelte so in vergnüglicher und verhältnismäßig müheloser Weise eine Menge Wissen an". (Magaziner, S. 110)Helene Bauer, Aufnahme wahrscheinlich in der Emigration
Sie heiratete 1895 Max Landau (Rechtsanwalt), aus dieser Ehe gab es drei Kinder: Wanda Lanzer und Dr. Zbigniew Landau, ein Sohn - Leszek - fiel 1920 im polnisch-russischen Krieg. (Leichter, S. 25). 1911 erfolgte die Trennung von Max Landau, 1914 die Heirat mit Otto Bauer.
Helene Gumplowicz studierte Staatswissenschaften in Zürich und promovierte 1905. Sie war aktiv in der polnischen Sozialdemokratie ("umfangreiche publizistisch-agitatorische Tätigkeit in polnischer Sprache", unter dem Pseudonym "Lawska"), später in der österreichischen Sozialdemokratischen Arbeiter-Partei (SDAP); enge Mitarbeiterin von Otto Bauer, Mitarbeiterin und Redakteurin der Zeitschrift Der Kampf (des theoretischen Organs der österreichischen Sozialdemokratie); 1926 - 1934 unterrichtete sie Statistik an der Arbeiter-Hochschule in Wien; sie war Gründerin und Leiterin der Sozialistischen Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaft und Politik und Mitglied des Wiener Stadtschulrates [der damals das maßgebliche Gremium der Schulreform in Wien war]. 1934 emigrierte sie nach Brünn, 1938 nach Frankreich; 1939 übersiedelte sie zu ihrer Tochter nach Schweden, 1941 emigrierte sie schließlich in die USA.

Gäbe es nicht diesen Eintrag, wäre es ziemlich schwierig, etwas über Helene Bauers Leben herauszufinden. Hinweise zur Person finden wir im übrigen vor allem im Zusammenhang mit Otto Bauer, etwa nach dem Schema: "die Frau an seiner Seite"; Helene Bauer hört dabei z.T. auf, als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen zu werden. Sie ist Gesprächspartnerin und Mitarbeiterin sowie "Sprachrohr" und Vertreterin Otto Bauers in politischen Bereichen, in denen er aus Zeitmangel nicht selber tätig sein kann. Als geradezu verstörend wird es angesehen, daß sie - im Unterschied zu ihm - die Geselligkeit, den Gedankenaustausch, die rege intellektuelle Diskussion sucht und pflegt, so, wie sie es von früher gewohnt war.

Helene Bauer als Vortragende in der ArbeiterhochschuleJedenfalls hatte Helene Gumplowicz eine höchst bemerkenswerte eigenständige Entwicklung durchgemacht, schon lange vor der Bekanntschaft und Ehe mit Otto Bauer. Weder war es selbstverständlich oder üblich, daß Frauen (und auch Frauen aus emanzipierten jüdischen Familien) überhaupt studierten, noch kam es - soziologisch betrachtet - häufig vor, daß eine 'studierte Frau' einen ebenfalls akademisch graduierten Mann heiratete.
Auch der wiederkehrende Verweis auf die Familie und auf den berühmten Onkel Ludwig Gumplowicz ist wichtig. Ludwig Gumplowicz (und allem Anschein nach die ganze Familie) gehörte nämlich zu einer eigentümlichen Gruppe von polnischen bürgerlich-revolutionären Patrioten mit grundsätzlich anti-habsburgischer Einstellung. (Szacki in: Langer) Dabei war er keineswegs ein engstirniger polnischer Chauvinist, sondern trat offenbar für die Freiheit unterdrückter Nationen überhaupt ein; so auch für die der Italiener in der Habsburger-Monarchie (wofür er in einem Nachruf von Seiten italienischer Soziologen gelobt wurde). (Strassoldo, S.108)

Helene Gumplowicz wiederum betätigte sich für Freiheit und Sozialismus in Polen. So, wie wir so gut wie nichts über die zahlreichen in polnischer Sprache erschienenen Schriften ihres Onkels wissen, so ergeht es uns allerdings auch in Bezug auf ihre eigenen polnischsprachigen Publikationen. Sie war eine ungemein belesene und gebildete Frau; weit belesener und gebildeter als so manche der "großen Männer" des Austromarxismus. Nicht nur kannte sie die maßgebliche Literatur auf ihrem engeren Fachgebiet, der Ökonomie, sondern darüber hinaus (in für damalige Zeiten außergewöhnlicher Weise) die Schriften von Karl Marx, von Rosa Luxemburg, aber auch etwa die des "impressionistischen" Soziologen Georg Simmel. Helene Bauer hat allem Anschein nach gerade infolge ihrer hohen Bildung und ihrer außergewöhnlichen Belesenheit sowohl die kritische Diskussion, die vehemente Auseinandersetzung selber geführt, als auch bei anderen ausgelöst und beflügelt; dabei hat sie jedoch nie vergessen, daß die wie immer heftigen Auseinandersetzungen mit gegensätzlichen Beurteilungen gesellschaftlicher Vorgänge (wie auch die daraus sich ergebenden politischen Strategien und Taktiken) immer noch Auseinandersetzungen innerhalb der Arbeiterbewegung, im Rahmen gemeinsamer Zielsetzungen waren. Sie hat immer wieder Gesprächszirkel gebildet, an denen auch junge Intellektuelle Anteil hatten; im Zusammenhang damit, aber auch mit ihrem intensiven Engagement in der Arbeiterbildung sind ihre Fähigkeiten der Vermittlung von Kenntnissen wie der steten Anregung zu intellektueller Betätigung hervorgehoben worden.

Die letzte Zeit der Emigration hat sie, weitgehend abgeschnitten von der lebendigen Arbeit mit Menschen, die neuerworbene Kenntnisse und Erfahrungen in die politische Gestaltung der Gesellschaft umzusetzen bemüht gewesen waren, verbringen müssen. Daher heißt es auch über die letzte Station ihres Exils, in den USA, so treffend: "Nun lebte sie an ihrem Lebensabend in einem Lande, wo es fast keine sozialistische Bewegung gibt; und sie lebte in einer kleinen Stadt, die nach ihren eigenen Worten‚ so ruhig ist, daß sich hier nicht einmal die Hunde laut zu bellen getrauen'." (Winkler, S. 97) Am 20. November 1942 starb Helene Bauer in der Universitätsstadt Berkeley in Kalifornien an einem Herzschlag.

Helene Bauer ist aus einer Reihe von Gründen weitgehend in die Vergessenheit abgedrängt worden; als marxistische Theoretikerin, als polnische Revolutionärin, als maßgebliche Mitarbeiterin der österreichischen Arbeiterbewegung und nicht zuletzt wegen ihrer jüdischen Abstammung. Frauen, die für Aufklärung, Revolutionen und gar für eine sozialistische Gesellschaft eingetreten sind, haben zu ihren Lebzeiten dafür gelitten und werden im Rahmen der nunmehr gerade modischen Strömungen der historisierenden Wissenschaften keineswegs besonders hervorgehoben, wenn nicht überhaupt abermals auszulöschen versucht, da Aufklärung, Sozialismus, Feminismus und jüdische Identität angeblich nichts miteinander zu tun gehabt haben können.

Helene Bauer war eine Frau, die sich sowohl individuell emanzipiert hatte als auch für die politische und soziale Revolution in Polen, in der Habsburger-Monarchie und in der neuen Republik Österreich eingetreten war. In ihren Schriften hat sie bemerkenswerte (und häufig noch immer aktuelle) Beiträge zur Beschreibung und Analyse gesellschaftlicher Verhältnisse, zur Kritik der Ökonomie und verschiedener sozialwissenschaftlicher Auffassungen und zur Einschätzung der zeitgenössischen Politik geliefert. Sie verkörperte in ihrer Person die reichhaltige intellektuelle Tradition verschiedener Stränge des zentral- und osteuropäischen Radikalismus und der Arbeiterbewegung; sowie den Aufbruch von jüdischen Frauen aus Osteuropa, die nach Westen gingen, sich durch Bildung und eigenständige Arbeit von ihrem Herkunftsmilieu lösten und einen individuellen sozialen Aufstieg erreichten.

Beachtlich ist die Vielfalt der Themen, mit denen sich Helene Bauer auseinandergesetzt hat; beginnend mit ihrer durchaus nach wie vor wertvollen Arbeit Die Entwicklung des Warenhandels in Österreich [1906] (die unter dem Namen "Landau" erschienen ist) bis hin zu den zahlreichen Publikationen im theoretischen Diskussionsorgan der österreichischen Sozialdemokratie "Der Kampf". Dabei ging es um Fragen der Gestaltung der Arbeitsprozesse, um die Planung der Wirtschaft, um sozialistische Bildungspolitik in der neuen Republik ebenso wie um die Entwicklung und Krisen der Weltwirtschaft, die Probleme der Sowjetunion, um den Imperialismus und um die kritische Auseinandersetzung mit neueren mehr oder weniger marxistisch orientierten Arbeiten zur Situation des Kapitalismus und der Arbeiterbewegung; und nicht zuletzt um eine Kritik der zeitgenössischen ökonomischen Theorien und in den Sozialwissenschaften produzierten Ideologien.

Was Helene Bauers Arbeiten immer wieder auszeichnet, ist ihre Fähigkeit, soziale Phänomene in ihrer Vielfalt und ihren unterschiedlichen Verursachungen wahrzunehmen. Es werden die sozialen Ursachen, die ökonomischen Grundlagen für beobachtete Vorgänge und Verhältnisse dargelegt; zugleich aber auch die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse keineswegs als unveränderbar, als menschlicher Gestaltbarkeit entzogene geschildert. Es werden Ursachen für die bestehenden schlechten Verhältnisse angegeben und somit Voraussetzungen für ihre Veränderung zum Besseren. Es existieren für Helene Bauer Strukturen, Regelmäßigkeiten, "Gesetzmäßigkeiten" in der Gesellschaft, doch sie werden nicht als ewig und unveränderbar angegeben; vielmehr wird immer wieder die gesellschaftliche Bedingtheit einzelner wissenschaftlicher Auffassungen, wie der wissenschaftlichen Weltauffassung insgesamt aufgezeigt.
Sozialwissenschaft ist bei Helene Bauer noch nicht zu bloßer Meinung, zur kleinen Erzählung verkommen und auch nicht zu geisteswissenschaftlicher Beliebigkeit oder zur Verkündigung vorgeblich naturgesetzlicher Dauerhaftigkeiten. Wissenschaft dient bei ihr (im Sinne von Ernst Mach und Friedrich Adler) der Orientierung in der Welt und der planvollen Gestaltung der Welt. Immer wieder werden daher die materiellen Ursachen (und das sind allemal auch die Interessen von sozialen Gruppierungen) für bestehende gesellschaftliche Verhältnisse wie für die wissenschaftlichen Aussagen darüber aufgezeigt. Die gesellschaftliche Bedingtheit wissenschaftlicher Erkenntnisse bedingt die Notwendigkeit einer ständigen kritischen Reflexion wissenschaftlicher Aussagen über Natur und Gesellschaft. (Nicht in Form einer eigenen philosophischen Disziplin, der Erkenntnistheorie oder einer allgemeinen Wissenschaftstheorie, sondern als theoretischer Reflexionsprozeß in den verschiedenen Erkenntnisfeldern der Wissenschaft.) Das leistet Helene Bauer immer wieder für den Bereich der Sozialwissenschaften. In ihren Aufsätzen zeigt sich die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte konzentriert und zugleich verständlich darzustellen. Diese nicht hoch genug zu lobende didaktische Fähigkeit der Stoffkonzentration, der populären und dabei keineswegs simplifizierenden Darstellung wissenschaftlicher Aussagen mag spätere Leserinnen und Leser dazu verleiten, die Verständlichkeit von Texten als Mangel an Wissenschaftlichkeit zu deuten. Doch die ungeheure Verdichtung von höchst disparaten Erkenntnissen, die Anwendung der didaktischen Prinzipien der Stoffkonzentration und des Exemplarischen führen zu verständlichen Darstellungen komplizierter gesellschaftlicher Vorgänge, der Anschein der Einfachheit ist Ergebnis höchster Kunstfertigkeit.

Helene Bauer gehörte zu denjenigen, die keineswegs die Auffassung vertraten, der Sozialismus wäre das ganz Andere und käme irgendwann in ferner Zukunft. Schon hier und jetzt gibt es die Verbesserung des Daseins, der teilweisen Vorwegnahme des künftigen Guten. Dies ist die wahrhaft materialistische Grundeinstellung, ein freudvoller, lebens- und genußbejahender Marxismus. Die künftige sozialistische Gesellschaft ist nicht eine des allgemeinen Mangels, der Gleichheit in Armut, sondern der Gleichheit im allgemeinen Wohlstand. Die Vorstellung von der künftigen sozialistischen Gesellschaft wird nicht als Dogma verkündet; ihre Ansätze sind aus der historischen Erfahrung und dem gegenwärtigen Denken und Handeln heraus ersichtlich. Daher finden wir bei Helene Bauer immer wieder die Verbindung von Theorie und Empirie, von wissenschaftlicher Erkenntnis und gesellschaftsgestaltender, gesellschaftsverbessernder politischer Praxis. Bei ihr tauchen auch Elemente eines älteren Radikalismus der Arbeiterbewegung auf: Individualismus und kollektives Denken und Handeln sind keine Gegensätze; der Staat ist kein neutrales Instrument zur allgemeinen Wohlfahrt des Volkes, sondern in seinem Handeln entscheidend durch Klasseninteressen bestimmt und somit durch die Interessen der herrschenden Klassen: Der Kampf um Staat und Recht, um die politische Gestaltung von Staat und Recht, ist ein stets zu führender und darf nicht aufgegeben werden. Um ihn führen zu können, sind wissenschaftliche Analysen, theoretische Einschätzungen notwendig. Die Beeinflussung von Staat und Recht im Sinne der spezifischen Interessen der arbeitenden Klassen ist nicht erst möglich und notwendig in der Epoche eines Endkampfes des Proletariats, sondern muß beständig unternommen werden. Die sozialistische Gesellschaft als eine Gesellschaft der von Not und Zwängen befreiten, glücklich leben könnenden Individuen braucht nicht nur erträumt und herbeispekuliert zu werden, sie ist in Bruchstücken bereits erfahrbar gewesen und auch gegenwärtig erfahrbar. Allerdings bedarf es der Erkenntnis, des Wissens und des organisierten politischen Handelns, um sie zu verwirklichen; sie kommt nicht von selber, ist nicht der Endpunkt einer gleichsam automatischen Entwicklung, eines sicheren Fortschritts, sie muß von Menschen bewußt geschaffen werden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß die Bedeutung Helene Bauers sich keineswegs auf den Bereich sozialdemokratischer Bildungsarbeit und Parteipublizistik beschränken läßt. Sie hat vielmehr als Sozialwissenschaftlerin Einsichten, Erkenntnisse von nach wie vor geltender und großer Bedeutung erarbeitet und vermittelt. Ihre kritischen Auseinandersetzungen mit zeitgenössischen wissenschaftlichen Anschauungen und mit diversen ideologischen Konstrukten gründen methodisch in einem modernen Materialismus, wie er in den Anfängen der neuzeitlichen Wissenschaft von Bacon, Hobbes, Locke und Hume und im 19. Jahrhundert von Marx, Engels, Mach und Friedrich Adler vertreten worden ist. Ihr Denken ist teilweise auch parallel zu dem so mancher Vertreter der wissenschaftlichen Weltauffassung des Wiener Kreises zu sehen (z.B. Otto Neurath, Edgar Zilsel), auch wenn es hier zu gelegentlichen Differenzen (etwa mit Otto Neurath) gekommen ist.
Wesentlich ist bei Helene Bauer die Verknüpfung von Theorie und Empirie sowie der Zusammenhang zwischen wissenschaftlicher Arbeit und der organisierten gesellschaftsverändernden Praxis demokratischer Politik mit dem Ziel der Überwindung des Kapitalismus. In Helene Bauer ist eine Sozialwissenschaftlerin von Rang wiederzuentdecken, eine Vertreterin einer "österreichischen Schule" der Ökonomie, Soziologie und Politik, die mit dem Begriff "Austromarxismus" viel zu eng beschrieben ist.

Schriften (Auswahl):
(Helene Landau): Die Entwicklung des Warenhandels in Österreich. Ein Beitrag zur Wirtschaftspolitik des Absolutismus. Braumüller, Wien und Leipzig, 1906.
Aussprechen, was ist. Zur Gründung der neuen Linken. In: Der Kampf (Juli 1919), S. 455-458.
Zur Frage der proletarischen Agrarpolitik. In: Der Kampf (Jänner 1921), S. 23-30.
Sowjetrußland und das ausländische Kapital. In: Der Kampf (April 1921), S. 107-114.
Herrn Othmar Spanns Tischlein-deck-dich. In: Der Kampf (Juni 1922). S. 178-182.
Bankerott der Grenzwerttheorie. In: Der Kampf (März 1924), S. 105-113.
Zur Theorie der Marktpreise bei Marx. In: Der Kampf (Juni 1925), S. 219-225.
Bürgerliche und sozialistische Wirtschaftstheorie. In: Der Kampf (Februar 1926), S. 63-68.
Der Imperialismus. In: Der Kampf (Jänner 1927), S. 7-12.
Akkumulation, Kredit und Imperialismus. In: Der Kampf (April 1927), S. 173-178.
Ehe und soziale Schichtung. In: Der Kampf (Juli 1927), S. 319-324.
Der Geburtenrückgang. In: Der Kampf (April 1928), S. 164-169.
Internationale Kapitalskonzentration und leninistsiche Katastrophentheorie des Imperialismus. In: Der Kampf (August/September 1928), S. 392-400.
Franz Oppenheimers Kritik des Marxismus. In: Der Kampf (Jänner 1929), S. 36-42.
Ein neuer Zusammenbruchstheoretiker. In: Der Kampf (Juni 1929), S. 270-280.
Zur Weltwirtschaftskrise. In: Der Kampf (März 1931), S. 117-124.
Sozialismus in einem Lande. In: Der Kampf (November 1931), S. 475-482.
Die Fehlleitung des Kapitals. In: Der Kampf (April 1932), S. 158-163.

Literatur:
Bauer, Helene. In: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band I: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. K. G. Saur, München, New York, London, Paris, 1980, S. 37.
Helene Bauer. Eine Schönheit mit Verstand. In: Alfred Magaziner: Die Vorkämpfer. Aus der Geschichte der Arbeiterbewegung. Europaverlag, Wien, 1979, S. 110 - 113.
Braunthal, Julius: Auf der Suche nach dem Millenium. 2 Bände. Nest-Verlag, Nürnberg, 1948.
Braunthal, Julius: Otto Bauer. Ein Lebensbild. In: Otto Bauer - Eine Auswahl aus seinem Lebenswerk. Verlag der Wiener Volksbuchhandlung, Wien, 1961, insbes. S. 21f.
Glaser, Ernst: Im Umfeld des Austromarxismus. Ein Beitrag zur Geistesgeschichte des österreichischen Sozialismus. Europaverlag, Wien, München, Zürich, 1981.
Kreisky, Bruno: Zwischen den Zeiten. Erinnerungen aus fünf Jahrzehnten. Siedler, Berlin, 1986.
Käthe Leichter. Leben und Werk. Hrsg. von Steiner, Herbert. Europaverlag, Wien, 1973.
Leichter, Otto: Otto Bauer. Tragödie oder Triumph. Europa Verlag, Wien, Frankfurt, Zürich, 1970.
Sporrer, Maria / Steiner, Herbert (Hrsg): Rosa Jochmann. Zeitzeugin. Europaverlag, Wien, München, Zürich, 1983.
Stadler, Friedrich: Studien zum Wiener Kreis. Suhrkamp, Frankfurt/M., 1997.
Strassoldo, Raimondo: The Austrian Influence on Italian Sociology. In: Langer, Josef (Hrsg.): Geschichte der österreichischen Soziologie. Konstituierung, Entwicklung und europäische Bezüge. Verlag für Gesellschaftskritik, Wien, 1988, S. 101-116.
Szacki, Jerzy : The Sociology of Ludwig Gumplowicz. In: Langer, Josef (Hrsg.): Geschichte der österreichischen Soziologie. Konstituierung, Entwicklung und europäische Bezüge. Verlag für Gesellschaftskritik, Wien, 1988, S. 87-100.
Winkler, Ernst: Helene Bauers letzte Lebenstage. In: Auf den Zinnen der Partei. Ausgewählte Schriften. Druck- und Verlagsanstalt Gutenberg, Wiener Neustadt, 1967.

Bearbeiter der Biografie: Johann Dvorák

Bildmaterial: Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung Rechte Wienzeile 97, 1050 Wien