Ferra-Mikura Vera, Gertrud Mikura, Gertrud Ferra, Trude Ferra, Vera Ferra, Gertrud Vera Ferra, Gertrud Vera Ferra Mikura
Ps. Veronika Erben, Andreas Krokus

Kinderbuchautorin, Lyrikerin und Erzählerin

Geb. Wien, 14.2. 1923
Gest. Wien, 9.3. 1997

geograph. Lebensmittelpunkt(e): Wien

Herkunft, Verwandtschaften:
Mutter Maria Ferra, geb. Fleischl (1893 - 1982);
Vater Raimund Ferra Vogelhändler (1887 - 1941), kriegsversehrt, schrieb Gedichte, die er jedoch nicht publizierte sondern auf Verpackungen von Tierfutter drucken ließ und somit "veröffentlichte" und Artikel für Fachzeitschriften im Rahmen seiner erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Tätigkeit als Kanarienvogelzüchter;
Bruder Raimund Gregor Ferra, Grafiker, Mitbegründer der Wiener Schule des phantastischen Realismus (1920-1995) und Mitglied des Künstlerhauses.

LebenspartnerInnen, Kinder:
Heiratete 1948 Ludwig Mikura, Mitglied des Wiener Staatsopernballett (1919-1991);
Kinder Elisabeth (Lisl) Mikura, Kostümmalerin (*1948), Ludwig Wolfgang Mikura, Matura im TGM, Angestellter, jahrzehntelang in einem Verlag tätig (*1952)

Freundschaften: Käthe Recheis, Brigitte und Willy Meissel, Friedl Hofbauer, Jan Tauschinsky, Kurt Wölfflin u.a.

Ausbildungen: Besuchte nach der Volks- und Hauptschule Abendkurse der Handelsakademie (Stenotypie).

Laufbahn:
War nach Schulabschluß in mehreren Berufen tätig, unter anderem in der elterlichen Vogel- und Tierfutterhandlung beschäftigt, eine wichtige Station in ihrem Leben, die auch in ihren Publikationen Niederschlag fand ("Die Vogelhandlung"); als Laufmädchen in einem Wiener Warenhaus und während des Krieges Stenotypistin im Büro eines Architekten. Ab 1945 landwirtschaftliche Hilfskraft und Erntehelferin auf einem Wachauer Gut; arbeitete dann wieder in Wien als Redaktionssekretärin und als Lektorin im Wiener Festungsverlag.
Ihre Neigung zum Schreiben stammt aus der literarischen Atmosphäre ihres Elternhauses, wo Bücher trotz finanzieller Schwierigkeiten ein wichtiger Teil des Lebens waren. Ihre Mutter gab, als sie 18 war, ohne ihr Wissen eine Mappe mit Gedichten an einen Fachmann vom Verband der demokratischen Schriftsteller zur Begutachtung, welcher sie wieder an einen Experten weiterreichte, das bedeutete eine Art Startschuß als Schriftstellerin. Als Lyrikerin wurde sie in der von Otto Basil herausgegebenen Zeitschrift "Plan" entdeckt.
Ab 1948 war sie als freie Schriftstellerin tätig. Sie hat zwar nie geplant ausschließlich für Kinder zu schreiben, sah aber später darin eine wichtige Aufgabe. Aber auch auf dem Gebiet der Erwachsenenliteratur zählt sie zu den originellsten AutorInnen ihrer Generation in Österreich. Zu ihren Werken zählen auch Gedichte für Erwachsene, Prosa, Haikus und Hörspiele.

Auszeichnungen, Mitgliedschaften, Kooperationen:
1951 Lyrikpreis der Zeitschrift "Neue Wege",
1951 Literatur-Förderungspreis der Stadt Wien (in diesem Jahr erstmals vergeben),
1954 u. 1961 Förderungspreis der Theodor - Körner - Stiftung,
1956, 1962, 1963, 1964,1969, 1970, 1973, 1976 u. 1983 Jugendbuchpreis der Stadt Wien,
1959 Staatlicher Förderungspreis für das Hörspiel "Der Schlangenbiss",
1962, 1963 u. 1964 Österreichischer Staatspreis für Kleinkinderbücher,
1964 Hörspielpreis für "Der Käfig" (Staatlicher Förderungspreis),
1965 der 1. Preis der Zentralsparkasse und der Gemeinde Wien für "Das Luftschloß des Herrn Wuschelkopf" bei einem Autorenwettbewerb, bei dem die Einreichung anonym erfolgte.
1966 Ehrenliste des Andersen-Preises (als einziges österreichisches Kinderbuch für "Unsere drei Stanisläuse"),
1971, 1973, 1983/84 Österreichischer Staatspreis für Kinderbücher,
1983/84 Österreichischer Staatspreis für das Jugendbuch" Die Oma gibt dem Meer die Hand" ,
1975 Anerkennung für Mitarbeit am Sprachbastelbuch (Ehrenliste zum Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien 1975, Österreichischer Förderpreis zum Kinder- und Jugendsachbuch 1974/75),
1976 International Board on Books for Young People (innerhalb der Arbeitsgemeinschaft am Sprachbastelbuch),
1977 Kinderbuchpreis der Stadt Wien (innerhalb der Arbeitsgemeinschaft am Buch "Im Fliederbusch das Krokodil singt wunderbare Weisen" Anerkennung für Mitarbeit),
1979 Jugendbuchpreis für "Damals war ich vierzehn" (innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Anerkennung für Mitarbeit),
1982 Buchprämie für "Horoskop für den Löwen" vom Österreichischen Bundesministerium,
1983 Würdigungspreis des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst für Kinder- und Jugendliteratur,
1983 Verleihung des Professorentitels,
1984 Anerkennung für Mitarbeit an "Hoffentlich bald",
1985 Anerkennung für Mitarbeit an "Macht die Erde nicht kaputt",
1985 Anerkennung für Mitarbeit an "Der Wünschelbaum",
1988 Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien für bedeutende Leistungen,
1993 Anerkennung für besondere Leistungen zur Entwicklung der Österreichischen Kinderlyrik des Bundesministeriums und des Österreichischen Rundfunks.
32 ihrer Kinderbücher, welche meist im Verlag Jugend und Volk, Jungbrunnen und St. Gabriel erschienen sind, standen auf der Ehrenliste des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst und des Kulturamtes der Stadt Wien.Vera Ferra-Mikura war ab 1945 Mitglied, ab 1952 Vorstandsmitglied der Kinder- und Jugendsektion des österr.
Im Mittelpunkt ihres Werkes steht der Mensch in seiner engen, begrenzten Welt, in die er hineingeworfen ist.
Ab 1959 war sie Mitglied des Presseclubs Concordia, ab 1968 Mitglied des österreichischen PEN-Klubs, der sie 1948 vorgestellt und 1973 in die Jugendschriftenkommission delegiert hatte. 1976 mußte sie aus gesundheitlichen Gründen ihre Funktion zurücklegen. Außerdem gehörte sie der COMES, dem europäischen Schriftstellerverband an.

Spez. Wirkungsbereich:
Eine der bekanntesten österreichische KinderbuchautorInnen.
Zunächst schrieb sie jedoch für Erwachsene und wurde zur interessantesten österreichischen Schriftstellerin der Gegenwart. Überraschende Wendungen und Wechsel der Erzählebenen zeichnen ihre Werke aus. Als sie sich der Kinderliteratur zuwandte, ging sie zunächst vom erzieherischen Märchen aus, später wandte sie sich ihrem hauptsächlichen Schaffensgebiet zu und schuf zahlreiche sehr erfolgreiche moderne phantastische Erzählungen für Kinder. Die Kinder- und Jugendliteratur verdankt ihr die ersten phantastischen Erzählungen. Auch das erste österreichische Kinder-Musical stammt von ihr. Ein skurril-übersteigerter Witz und Freude am Wortspiel kennzeichnen ihre Werke. Ferra-Mikura setzt in der Kinderliteratur eine Richtung fort, die Herzmanovsky-Orlando in der österreichischen Literatur bekannt gemacht hat. Hexen, Zauberer und Feen wurden von ihren Klischees befreit. Ihr Anliegen ist es, im Kind schon früh den Sinn für das Besondere zu erwecken, damit es das Entscheidende erkennt, das dem Handeln des einzelnen gegenüber den Mitmenschen und der Gemeinschaft innewohnt. Sie plädiert für eine lebensbejahende, pazifistische, philanthropische und humanistische Welt- und Lebensanschauung, in der die Weisheit des Herzens über die Klugheit des Gehirns siegt, wobei sie auch die Einzigartigkeiten von Tieren und Pflanzen miteinschließt.
Wichtig war es Vera Ferra Mikura, daß Geschichten für Kinder "gut" ausgehen sollten, denn: "Ein unklarer oder negativer Schluß hinterläßt Mutlosigkeit. Nicht einmal der erwachsene Mensch, der stärker ist als das Kind, kommt ohne Illusionen aus." (Broschüre zur Verleihung des Österreichischen Würdigungspreis für Kinder- und Jugendliteratur am 22.3.1983 im Verlag Jungbrunnen erschienen, S. 5) Oskar Jan Tauschinsky sah die geistigen Verwandten und Vorfahren überall in der spezifisch österreichischen Literatur, so im "Kasperl" des La Roche, im Wiener Singspiel und bei Ferdinand Raimund, aber auch bei Schnitzler, Joseph Roth und vielen anderen. V.F.M. hat ihre literarischen Wurzeln zum Teil in der Tradition der orientalischen Märchen, die in ihrer Buntheit neben Mut zur Phantasie auch Platz für psychologische Feinheiten haben. (Anzeiger des Österreichischen Buchhandels Nr. 6 1988).

Zitate:
Die Autorin meinte, von JournalistInnen befragt, über sich und ihre Arbeit:
"Mit dem Schreiben von Kinderbüchern verbinde ich kein gezieltes Anliegen außer dem einen, das mich auch beim Schreiben von Gedichten und Erzählungen für Erwachsene bewegt. Ich versuche, die jeweilige Idee so zu gestalten, daß sich die fertige Form zuletzt mit der Form deckt, die mir vorgeschwebt ist. Darin liegt eine freudige Spannung für mich, ein wechselvolles Abenteuer, die Lust am Experiment."
"Einem Reim zu liebe, die Sprache zu vergewaltigen, oft genug kommt es vor, scheint mir geradezu eine Sünde. Die Problematik soll das Kind nicht überfordern, der junge Leser soll Mitdenken und mitfühlen können. Und Spaß daran haben! Bewußt erzieherisch habe ich nur selten auf die Leser einwirken wollen, allerdings finde ich ein Hinführen zu humanitärem Denken unerläßlich, was ganz ohne Zeigefinger getan werden kann."
"Man kann auch wie die Henne zum Ei plötzlich zu der Erkenntnis kommen, daß man schreiben muß. Die Vorfreude auf das Brutgeschäft ist groß, auch das Maß an Besorgnis, durch unvermeidliche Störungen aus dem Nest gerissen zu werden... Das Brutgeschäft des Autors ist keine stille Wonne der Besinnlichkeit, es ist zumeist ein Kampf durch Wochen und Monate. Ist das Küken, sprich Manuskript, dann endlich geschlüpft, betrachtet man es erschöpft und glücklich. Ein letzter Hauch von Liebe umfängt es. Dann schickt man es ziemlich nüchtern in die Hühnerfarm, wo Spezialisten seine Existenzberechtigung überprüfen. Das Huhn winkt noch flüchtig mit einem Flügel. Ein neues Ei liegt ihm zu Füßen. Diesem widmet es sich jetzt mit leidenschaftlicher Hingabe, bis die Schale aufplatzt und das nächste Küken seine Federn im Sonnenschein trocknet."
"Einem Menschen, in dessen Personalausweis die Berufsbezeichnung 'Schriftsteller' steht, wird allgemein ein Image angedichtet, das er in den wenigsten Fällen hat. In den Augen jener, die mit dem Schreiben von Weihnachtswünschen das Auslangen finden, schwebt der Schriftsteller in einer glitzernden Luftblase außerhalb der gewöhnlichen Atmosphäre. Dazu tragen oft auch die Filme bei, in deren Mittelpunkt der Schriftsteller, bekleidet mit einem exotischen Morgenrock, seiner Sekretärin geistreiche Sätze diktiert. Spitzwegs Gemälde, das den Dichter frierend in seiner Dachkammer zeigt, gibt der Armut des Poeten wiederum einen so romantischen Anstrich, daß sie weniger realistisch wirkt als die Armut Aschenputtels. Aber Mitleid für sich selber zu erwecken, ist ohnehin nicht die Aufgabe dessen, der schreibt. Sein Anliegen kann auch nicht sein, für das, was er tut, bewundert zu werden. Eitelkeit kann ihn sprachlos machen. Für einen Schriftsteller das ärgste Malheur. Über die Berufsbezeichnung 'Schriftsteller', der man hilflos gegenübersteht, werden noch Generationen grübeln müssen, falls sie nicht durch ein anderes Wort ersetzt wird. Aus Bequemlichkeit nimmt man es hin, ein Schriftsteller zu sein. Man stellt die Schrift, wie man Sessel um einen Tisch gruppiert, man stellt die Schrift als Segel in den Wind, man stellt sie wie einen Zaun, wie ein Verkehrszeichen oder einen Kleiderständer irgendwohin, man stellt sie wie einen Gartenzwerg zwischen Blumenbeete, wie einen Schirm in die Ecke, man stellt sie als Behauptung auf, man stellt sie zur Debatte, man stellt sie vor und um. Zuletzt, wenn man aufhört, ein Schriftsteller zu sein, stellt man die Schrift ab und das Schreiben ein."
"Eine Charakteristik der eigenen Bücher fiele mir schwer. Es scheint mir nicht die Aufgabe des Autors, sein Werk zu interpretieren. Ich möchte nur darauf hinweisen, daß ich etwa die Bücher Zaubermeister Opequeh, Der seltsame Herr Sauerampfer, Willi Einhorn auf fremden Straßen, Famile Stengel usw. nicht als Märchen ansehe. Für mich sind es Geschichten, deren Boden wie ein Schachbrett angeordnet ist, wobei ein Teil der Felder real, der andere irreal oder stellenweise phantastisch übersteigert ist." Aus der Perspektive des lesenden Kindes ist also das "Schachbrett" der Autorin die Wirklichkeit, mit Kinderaugen angesehen.
"...Rückblickend kann ich vielleicht feststellen, daß ich anfing, phantastisches so zu berichten, als wäre es ganz alltäglich".
"...es stimmt schon, daß ich mehrere öffentliche Anerkennungen bekommen habe, die freuten mich alle sehr, doch mehr Gewicht hat es für mich, wenn mich die Kinder verstehen und im Geist mit mir spielen."
Mit theoretischen Fragen der Produktion beschäftigt sie sich ungern, weil sie, wie sie sagt, "die Literatur nicht mit dem Sezierbesteck behandelt".
Nachlaß, Archive, Quellen:
Dokumentationsstelle für neuere österr. Literatur: u.a.

biograph. Mitteilungen, Hinweise:
Lisl Mikura (Tochter) sichtet den Nachlaß; persönlicher Kontakt mit Lisl Mikura, Datenbank 1000 und 1 Buch www.biblio.at/1001 am 22.2.2001, Verbundkatalog Aleph Mai 2001, 2 Briefe an Rudolf Felmayer in der Handschriftensammlung der ÖNB

Literatur:
Tausend und ein Buch, 1997, Nr. 4, S. 4-11
Tausend und ein Buch, 1997, Nr. 3, S. 4-8, Wien
Vera Ferra Mikura. Zur Verleihung des Österreichischen Würdigungspreises für Kinder- und Jugendliteratur am 22. März 1983, 1983, Wien, Verlag: Jungbrunnen
Bamberger, R.; Maisen - Bruck, F. (Hg.):, Österreich-Lexikon. 2 Bde., 1966, München
Binder, Lucia (Hg.), Lexikon der Jugendschriftsteller in deutscher Sprache (Sonderdruck aus "Die Barke" 1968), S. 46
Binder, Lucia (Hg.), Österreichische Kinder- und Jugendliteratur. Erarbeitet im Internationalen Institut für Jugendliteratur., 1982, S. 44f, Horn, Verlag: Ferdinand Berger & Söhne
Böhm, Viktor, Kinder- und Jugendliteratur in lebensweltlicher Sicht (Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur), S. 19, Wien
Bruckmann, Ernst, Personenlexikon Österreichs, 2001, Wien, Verlag: Buchgemeinschaft Donauland
Dorner, Gerhard, Darstellung von Massenmedien in Schulbüchern der 2. Republik unter Einbeziehung der Kinder- und Jugendbücher von 1945-1965, 1992, Wien
Duchkowitsch, Wolfgang; Sonja Schnögl, Österreichische Jugendliteratur 1975-1985. Dokumentationsmaterial der vom 10.1. bis 16.2. 1985 von der ÖNB veranstalteten Ausstellung. Katalog, 1985, Wien
Giebisch, Hans; Gustav Guggitz (Hg.), Bio-bibliographisches Literaturlexikon Österreichs von den Anfängen bis zur Gegenwart., 1964, Wien, Verlag: Brüder Hollinek
Gunert, Johann (eingel. und ausgew.):, Schuldlos wie die Mohnkapsel., 1981, Graz, Wien, Verlag: Stiasny
Hladej, Hubert, Das österreichische Kinder- und Jugendschrifttum nach dem Zweiten Weltkrieg, 1968, Wien
Internationales Institut für Jugendliteratur und Leseforschung (Hg.), Die österreichische Kinder- und Jugendliteratur von den Anfängen bis zur Gegenwart, 1999, Wien (CD-ROM)
Internationales Institut für Jugendliteratur und Leseforschung (Hg.), Lexikon der österreichischen Kinder- und Jugendliteratur, 1994, Band 1, S. 24, Wien, Verlag: Buchkultur Verlagsgesellschaft
Jost, Literatur nach 1945. Bd. 22., S. 259
Jugendschriftenkommission beim Bundesministerium für Unterricht, Das gute Jugendbuch. Ausstellung im Wiener Künstlerhaus November bis Dezember 1948. Ein Führer durch die Ausstellung, 1948, S. 36, Wien
Jürs, Catharine, Andere Zeiten - andere Kinder - andere Geschichten. Die phantastische Erzählung in der Österreichischen Kinder- und Jugendliteratur von 1983 bis 1995, 1996, S. 140, Wien
Landesjugendreferat Tirol, Jugendschriftenwerk, Verein der Buch-, Kunst- und Musikalienhändler Tirol, Das gute Jugendbuch., 1948, Innsbruck
Marcher, Barbara, Der (Wieder-) Aufbau des Literaturmarktes in Österreich nach 1945 am Beispiel des Kinder- und Jugenbuches. Ein Überblick., 1999, S. 2, Wien
Pernerstorfer, Adelheid, Geschlechterrollen in den mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichneten Büchern zwischen 1970 und 1987. Mit besonderer Beachtung des Mädchen- und Frauenbildes., 1988, Wien
Ruiss, Gerhard, Katalog - Lexikon zur österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts., Band 1, S. 94f.
Schmitz-Mayr-Harting, Elisabeth (Hg.), Dichtung aus Österreich., 1977, S. 362 429, Wien, Verlag: Österreichischer Bundesverlag
Spiel, Hilde (Hg.):, Kindlers Literaturgeschichte der Gegenwart. Die zeitgenössische Literatur Österreichs., 1976, S. 710, Zürich, München

Werkangaben:
Bücher für Erwachsene:
Melodie am Morgen. Gedichte Wien: Festungsverlag 1946
Die Sackgasse. Salzburg, Wien: Festungsverlag 1947
Die Lektion. Erzählung Wien: Bergland 1959 (Neue Dichtung aus Österreich 63)
Schuldlos wie die Mohnkapsel. Gedichte, Prosa. Graz, Wien: Stiasny 1961 (Stiasny-Bücherei 83)
Zeit ist mit Uhren nicht meßbar. Gedichte. Wien: Jugend und Volk 1962 (Neue Perspektiven)
Literarische Luftnummer. Kurzgeschichten. Wien: Bergland 1970 (Neue Dichtung aus Österreich 159/160)
Der Schlangenbiß. Hörspiel. Wien: Österreichischer Bundesverlag 1977, Reihe Dichtung aus Österreich
Horoskop für den Löwen. Bedenkliche Geschichten. Wien, München: Jugend und Volk 1982

Kinder- und Jugendbücher
Der Märchenwebstuhl. Salzburg, Wien: Festungsverlag 1946
Der Käferspiegel. Wien: Festungsverlag 1946, 2. Auflage 1947, 1948
Bürgermeister Petersil. Wien: Jungbrunnen 1952
Riki. Roman für junge Mädchen. Wien: Weg Verlag 1952, Wien: Jugend und Volk 1954, Wien: Donauland 1955
Die Kinder vom Rabenberg. Wien: Jungbrunnen 1953
Wien - Gansdorf 40 km. Wien: Jungbrunnen 1954, beide Bücher gemeinsam in zweiter Auflage 1960 erschienen.
Der Teppich der schönen Träume und andere Märchen. Wien: Kremayr & Scheriau 1955, 2. Auflage Jungbrunnen 1963
Bravo, Kasperl! Eine spannende Geschichte für ABC-Schützen. Wien: Kremayr & Scheriau 1956, 1957, 1964
Maxi und die großen Leute. Wien: Kremayr & Scheriau 1956
Zaubermeister Opequeh. Wien: Jungbrunnen 1956, 2. Auflage 1972
Der seltsame Herr Sauerampfer. Wien: Jungbrunnen 1957
Die zehn kleinen Negerlein. Wien: Kremayr & Scheriau, Buchgemeinschaft Jung-Donauland 1957
Kasperl und der böse Drache. Eine Geschichte mit lustigen Abenteuern für ABC-Schützen Wien: Kremayr & Scheriau 1956, Donauland 1957
Sissy. Ein Weihnachtsmärchen aus dem alten Wien. Zürich: Maxi Malavasi Verlag, Wien: Kremayr & Scheriau 1957, Wien: Buchgemeinschaft Donauland 1961
Willi Einhorn auf fremden Straßen. Wien: Jungbrunnen 1958, 2. Auflage 1972, 1976
Deine Karoline. Ein Buch für Mädchen, die schon lesen können. Wien, München: Jugend und Volk 1959
Die gute Familie Stengel. Eine übermütige Geschichte. Wien: Jungbrunnen 1959, 1963, 1973, als Taschenbuch, 1975, 1960, 1996 italienische Ausgabe, 1967 polnische Ausgabe, 1968 in Moskau erschienen
Meine Freundin Rosine. Wien: Jungbrunnen 1961, 2. Auflage 1963, 3. Auflage 1965, in das Dänische und 1973 in das Tschechische übersetzt. In Ungarn 1976 erschienen.
Der alte und der junge und der kleine Stanislaus. Wien: Jungbrunnen 1962. 13. Auflage 1999. Übersetzungen erschienen in Dänemark, Polen, England, Ungarn, Finnland, Tschechien und Japan. Das Buch brachte 1962 dem Verlag Jungbrunnen ein Diplom für das schönste Buch Österreichs.
Zwölf Leute sind kein Dutzend. Wien, München: Jugend und Volk 1962, Wien: Jungbrunnen 1963, 2. Auflage 1964, 3. Auflage 1967, 4. Auflage 1969, 5. Auflage 1971, 6. Auflage 1974, 7. Auflage 1976, 8. Auflage 1982 Übersetzungen: Englisch (1965 England und USA), Polnisch, Dänisch, Japanisch, 1968 in Ungarisch (1976 zusammen mit dem Buch "Meine Freundin Rosine"), Russisch und Tschechisch. 1974 in Moskau mit "Valentin pfeift auf dem Grashalm" erschienen, Unter dem Titel "Nelli aus der Wolkenkratzerstraße" 1977 im Fischer-Verlag erschienen, in das Amerikanische und Ungarische übersetzt
Das rosa Haus in der Entengasse. Wien: Jungbrunnen 1963
Ein Brief an das Christkind. Wien: Breitschopf, Wien: Buchgemeinschaft Jung-Donauland 1963
Peppi und die doppelte Welt. Wien, München: Jugend und Volk 1963, 2. Auflage 1974, Wien: Jungbrunnen 1964. Übersetzungen: 1967 Italienisch, 1979 Polnisch und Slowakisch
Meine Lieblinge. Tierbilderbuch. Zürich: Malavasi-Maxi Verlag 1963 Unsere drei Stanisläuse. Wien: Jungbrunnen 1963, 2. Auflage 1965, 3. Auflage 1966, 4. Auflage 1972, 5. Auflage 1975, 6. Auflage 1976, 7. Auflage 1982, 12. Auflage 1999, Übersetzungen: Englisch, Japanisch und Tschechisch (Ehrenliste Hans Christian Andersen als einziges österreichisches Kinderbuch, 1963 erhielt der Verlag Jungbrunnen ein Diplom im Rahmen der schönsten Bücher Österreichs)
Wie spät ist es, Herr Fuchs? Wien: Jugend und Volk 1963 (Die goldene Leiter 42)
Besuch bei den drei Stanisläusen. Wien: Jungbrunnen 1964, 2. Auflage 1982, 5. Auflage 1997. 1972 in Ungarisch erschienen
Das fröhliche Herz. Ein Märchenspiel für die Weihnachtszeit. Wien: Jungbrunnen 1964 (Kinder spielen Theater)
Lustig singt die Regentonne. Kindergedichte Wien: Jungbrunnen 1964, 2. Auflage 1965, 3. Auflage 1970, 4. Auflage 1973, 5. Auflage 1980, 6. Auflage 1983, 10. Auflage 1998
Das Luftschloß des Herrn Wuschelkopf. Wien: Jungbrunnen 1965, München: Goldmann 1972, Taschenbuch Obelisk 2002 (Danach entstand das erste österreichische Kindermusical)
Die Mäuse der drei Stanisläuse. Wien, München: Jungbrunnen 1965, 2. Auflage 1974, 3. Auflage 1976, 4. Auflage 1982, 5. Auflage 1997, Übersetzungen: Ungarisch, Japanisch Der nette König Mandolin. Wien: Domino 1965
Solche Leute mag ich nicht. Wien: Jungbrunnen, München: Hirundo 1966
Ein Löffel für das Krokodil. Wien, München: Jugend und Volk 1966 Übersetzungen in Dänisch (Die goldene Leiter 1971, Puppenspiel Ilsebyl Beutel Sindelfingen 1974)
Tante Rübchen zieht um. Wien: Jungbrunnen 1966, München: Hirundo 1966 Übersetzungen: 1970, 1994 Japanisch und Ungarisch. Innsbruck: Obelisk 2001
Gute Fahrt, Herr Pfefferkorn. Wien: Jungbrunnen 1967
Opa Heidelbeer gähnt nicht mehr. Wien: Jungbrunnen 1968, München: Goldmann 1972
Lieber Freund Tulli! Wien: Jungbrunnen 1969, München: Goldmann 1972, 1973 auf Polnisch erschienen
Herr Pflusterflaum erlebt etwas. Wien: Jungbrunnen 1970
Valentin pfeift auf den Grashalm. Wien: Jungbrunnen 1970, 2. Auflage 1973, Ravensburg: Otto Maier 1978, Sonderausgabe in Blindenschrift, ins Russische übersetzt. 1974 zusammen mit dem Buch "12 Leute sind kein Dutzend" erschienen
Ein Vormittag mit Trallala. Wien: Jungbrunnen 1971 Sigismund hat einen Zaun. Wien: Jungbrunnen 1973
Alles Gute, kleiner Stanislaus. Wien: Jungbrunnen 1974, 2. Auflage 1976, 3. Auflage 1981, 6. Auflage 1995
Mein lieber Teddy. Eine Geschichte für brave Kinder. Wien: Kremayr & Scheriau 1974 -
Meine Kuh trägt himmelblaue Socken. Wien: Jungbrunnen 1975 Kasperl macht Ferien. Wien: Kremayr & Scheriau 1977
Und übermorgen bin ich 13. Wien: Jungbrunnen 1977, 2. Auflage 1979
Silvi träumt von Frau Pintoffel. Wien: Kremayr & Scheriau 1978
Simon und Sabine von der Burgruine. Wien: Jungbrunnen 1978, ins Tschechische übersetzt
Mein grüngestreiftes Geisterbuch. Wien: Jungbrunnen 1980, 2. Auflage 1981, 3. Auflage 1983. Auch als Hörbuch für Blinde erschienen
Die Oma gibt dem Meer die Hand. Wien: Jungbrunnen 1982, 1985 Holländische Übersetzung, Rororo 1987
Die gute Familie Stengel und andere Geschichten. Wien: Jungbrunnen 1983
Der Spion auf dem fliegenden Teppich. Wien: Jungbrunnen 1984
Ich weiß einen Flohmarkt. Wien: Jungbrunnen 1984
Die unheimliche Tante Elli. Wien: Jungbrunnen 1985
Das Denken überlaßt nicht den Pferden. Wien: Jungbrunnen 1986
Pusselkram wird Millionär. Wien: Jungbrunnen 1990
Reich an Licht ist jede Stund. Düsseldorf: Patmos 1990
"Veronika!", "Veronika!", "Veronika!" rufen die drei Stanisläuse. Wien: Jungbrunnen 1995 Hörspiele
Der Schlangenbiß. 1965 ORF (Sprecher Ernst Waldbrunn, Hans Obonya und Herwig Seeböck), NDR 1964 (Sprecher Hanns Lothar, Rudolf Fenner und Herbert Fleischmann) Staatlicher Förderungspreis 1959 Der Käfig. (1964 Hörspielpreis)
Die Spiegelwand. Ein Bienenstock. Die große goldene Sonne. Beiträge in Anthologien für Kinder (Auswahl)
Der Dackel Emmerich. In: Der Dackel Emmerich. Wien: Jungbrunnen 1952
Der Zauberer mit der Schachtel. In: Kinderland Zauberland. Recklinghausen: Paulus-Verlag 1967
Gedichte. In: Die Stadt der Kinder. Recklinghausen: Paulus-Verlag 1969
Der Purzelbaum. In: Das nette Krokodil. Bayreuth: Loewes Verlag 1970
Edeltraut bekommt einen Drachen geschenkt. In: Die kleine Windsbraut Edeltraut. Stuttgart: Thienemann 1971, 1972 in tschechischer Übersetzung erschienen
Gänseblümchen. Gedicht. In: Geh und spiel mit dem Riesen. Wienheim: Beltz und Gelberg 1971
Putzi wird sechzehn. In: Tiergeschichten unserer Zeit. Würzburg: Arena 1972
Die Kuh aus dem zweiten Stock. In: Der Eisstoß. Wien: Jungbrunnen 1972
Regenbogen zugeflogen. In: Kramuri-Ramassuri. Wien: Jungbrunnen 1973
Die Gartenzwerge. Gedicht. In: Am Montag fängt die Woche an. Weinheim: Beltz & Gelberg 1973
Der Frosch. In: Kiko, Kaiser Max und Ko. Düsseldorf: Pädagogischer Verlag Schwann 1974
Ein Schlauchboot für Adrian. In: Kinderzelt. Band 3 Frankfurt: Deutsche Field Enterprises/Weltbuchverlag 1975
Mich wundert das gar nicht, In der Stadt Macheswahr und Das Käferbild. In: Ein Hund auf dem Dach. Düsseldorf: Hoch-Verlag 1975
Mitarbeit und mehrere Beiträge in: Im Fliederbusch das Krokodil singt wunderbare Weisen. Wien: Jugend und Volk 1977, 2. Auflage 1978
Heisses Wasser. In: Leseladen. Beltz & Gelberg 1977, unter dem italienischen Titel "Aqua calda" in "Il Ponte di corda, Empiria Roma 1994
Mitarbeit und mehrere Beiträge in: Das Sprachbastelbuch 1975, 5. Auflage 1979. Wien: Jugend und Volk
Zwei Gedichte In: Tagtäglich. Hamburg: Rowohlt 1976
Das alte Märchen eignet sich vorzüglich in der Werbung. In: Neues vom Rumpelstilzchen. Weinheim: Beltz & Gelberg 1976, 1986 auf Ungarisch erschienen
Weil die Wände so dünn sind. In: Eulen mit Familienanschluß. Wien: Betz 1977
Das Fräulein Lola Buchsbaum. In: Damals war ich vierzehn. Wien: Jugend 1978, 5. Auflage 1980, Wien: Jungbrunnen 1980 Übersetzung: Dänisch
Sorgenkind. In: Das kalte Auge. Düsseldorf: Hoch-Verlag 1981
Honigsüßes Fensterbrett und Herr Wenzel und sein Gartenzwerg. In: Adventsträume. Gütersloh: Gerd Mohn Gütersloher Verlagshaus 1981
Fredi unter dem Heftpflaster und Der Haustorschlüssel. In: Fünf Tage hat die Woche. Wien: Jugend und Volk 1983
Herr Knoll ist zornig und Der Großvater sagt immer die Wahrheit. In: Hoffentlich bald. Wien: Herder 1983
Mehrere Beiträge in: "Der Wünschelbaum" Herder 1984 und in: "Der neue Wünschelbaum" Dachs 1998
Im Pfirsich wohnt der Pfirsichkern. In gleichnamiger Anthologie. St. Gabriel 1994

Zahlreiche Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in diversen Zeitschriften Beiträge in Anthologien für Erwachsene (Auswahl): Veröffentlichte zahlreiche Gedichte in "Stimmen der Gegenwart" Wien: Verlag Albrecht Dürer und in "Tür an Tür" Wien: Berglandverlag, Kurzprosa und Gedichte in "Zeitbilder" Wien: Verlag der Wiener Volksbuchhandlung
Das Triptychon der Sonntagsausflüge in den Wienerwald. In: "Weisheit der Heiterkeit". Wien: Paul Zsolnay 1978
Haikus unter anderem in: "Anthologie der deutschen Haiku". Sapporo: Dairyman 1978, "Das große Buch der Renga-Dichtung" Göttingen 1987, "Das große Buch der Haiku-Dichtung". Göttingen: Verlag Graphikum Dr. Mock 1987 u. in "World Wide Haiku". Harvest. Kubuka Kaorn. Sapporo 1980
In den Jahren 1957-1963 wurden zahlreiche Beiträge der Autorin im "Simplizissimus" veröffentlicht.

Vertonungen (Auswahl):
Das Luftschloß des Herrn Wuschelkopf. Kindermusical von Georg Kövary. Musik von Norbert Pawlicky 1966/67, Wien: Jungbrunnen 1965, 1976
Lieder zur Gitarre. Aus: Lustig singt die Regentonne" und "Meine Kuh trägt himmelblaue Socken" von Viktor Korda. (Heinz Zuber "Enrico" singt Kinderlieder) Auch für die Kinder-Krebshilfe St. Anna verwendet.
Unser Haus. (aus: "Lustig singt die Regentonne" Eine kleine Kantate von Karl Messner
So geht es zu im Hampelland, Regenliedchen, Ich habe geträumt, Was meinst du dazu?, Regenschirme. Gedichte von V.F.M. Komposition von P. und B. Költringer Veritas Verlag Linz 1991
Ein Mausloch ist winzig. Vertont von Manfred Bauer. In: Neue Kinderlieder - laßt die Erde leben. Singvogel Verlag 1998
Guten Tag, liebe Bienen. Vertont von Manfred Bauer In: Hitparade der Tiere - Neue Kinderlieder. Singvogel Verlag 2000
6 Stanislaus-Hörbücher (MC und CD der 6 Bände der Stanisläuse, Jumbo Neue Medien Hamburg. Die Frau mit den Ballons. Gelesen von Michael Heltau "Wien im Gedicht" ÖBV-HPT 2001
Gedichte aus "Lustig singt die Regentonne" wurden von Immenkemper unter anderem Titel "Lulu das grüne Känguruh" als Kindermusical, getextet von Jens Müller "Auf der Suche nach Abraxis" für die Christiane Herzog Stiftung aufbereitet.
Nach ihren Büchern entstanden ein Musical, Theaterstücke für Kinder, Puppenspiele, eine Puppenserie und Sendungen im japanischen Fernsehen. Texte von ihr wurden im Radio und Fernsehen veröffentlicht, unter anderem in den Sendungen "Junge Dichter" (11.7.1950), "Radio-Geschichten" (17.2.1973), "Gedanken" (22.3.1983), "Du holde Kunst" (25.2.2002). Im polnischen Rundfunk wurde 1966 "Der alte und der junge und der kleine Stanislaus" gesendet.