Mannlicher Edith
Bibliothekarin

Geb. Krems a. d. D., NÖ, 22.6. 1908

Herkunft, Verwandtschaften:
Ihr Vater war der namhafte Jurist Senatspräsident Dr. Egbert Mannlicher, ihr Urgroßonkel Ferdinand Ritter von Mannlicher (1848-1904) der Erfinder des Mannlicher-Gewehres.

Ausbildungen:
Studium der Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Wien, Promotion 1933.

Laufbahn:
Mit 1.10. 1933 trat sie in die Bibliothek des Kriegsarchives ein, 1935 – nach Ablegung der bibliothekarischen Dienstprüfung – in die Österreichische Nationalbibliothek und 1937 in die Bibliothek des Haus-, Hof- und Staatsarchives. Von 1947 bis 1959 war sie im Buch- und Kunstverlag Wolfrum tätig, bis sie am 1. 6. 1959 ihren Dienst an der Universitätsbibliothek Wien als Fachreferentin für Kunst- und Theaterwissenschaft, Volks- und Völkerkunde u. a. antrat. Später wurde sie Leiterin der Abteilung Sachkatalogisierung und mit 1. 1. 1971 zum Vizedirektor und dadurch auch zum Hofrat ernannt; sie war die erste weibliche Vizedirektorin an den österreichischen wissenschaftlichen Bibliotheken. Am 1. 12. 1973 trat sie in den Ruhestand und verbringt ihren Lebensabend im Land Salzburg.

Werkangaben:
Gustav Freytag - Wilhelm Heinrich Riehl. Ein Vergleich. Diss. Wien 1933.

Literatur:
Rennhofer, Friedrich, Personalnachrichten UB Wien. In: Biblos 23 (1974), 1974, S. 203f.

Autorin der Biografie: Edith Stumpf-Fischer