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Dienstag, 2.April 2019, 18:30 Uhr

Brigitte Bischof: Verdrängt, vertrieben, vergessen?
Exil und Emigration von Naturwissenschafterinnender Universität Wien

Von den ersten Jahren nach der Zulassung von Frauen zum Hochschulstudium bis zur Zwischenkriegszeit gab es eine bemerkenswerte Anzahl von Frauen an den naturwissenschaftlichen Instituten der Universität Wien.
In den offiziellen Auflistungen der 1938 vertriebenen Angehörigen der Universität Wien sind auf der Ebene der Professorinnen und Dozentinnen in den Naturwissenschaften zwar keine Frauen verzeichnet, was aber weder heißt, dass es in diesem Bereich keine Anstellungen von Frauen gegeben hätte, noch, dass Naturwissenschafterinnen nicht von Vertreibung betroffen gewesen wären.
Die institutionellen Anbindungen waren in der Regel insbesondere für Frauen jüdischer Herkunft prekär bzw. schon früher gelöst worden. Die Auswirkungen des Anschlusses an das faschistische Deutsche Reich schlugen sich hier weniger
in der Anzahl der aufgrund der "Verordnung zur Neuordnung des österreichischen Berufsbeamtentums" (vom 31.5.1938) entlassenen institutsangehörigen Wissenschafterinnen nieder - auch dies konnte nachgewiesen werden -, sondern vielmehr in der Vertreibung institutionell nicht fest gebundener Naturwissenschafterinnen.



INSTITUT FÜR WISSENSCHAFT UND KUN
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