ein biografiA-Modul-Projekt
Projektmodul in Kooperation mit Frida.
Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich
:
Der Weg zur beruflichen Gleichstellung. Am Beispiel der Bibliothekarinnen
(Jubiläumsfonds der OeNB)

   
 

I. Einblick in die Biografien österreichischer Bibliothekarinnen

   
 

II. Projektbeschreibung: Der Weg zur beruflichen Gleichstellung. Am Beispiel der Bibliothekarinnen

   
 


I.
Kurzbiografien:
Zur Präsentation einiger Ergebnisse der Bibliotheks-Geschichtsforschung sollen hier ausgewählte Lebensläufe von Bibliothekarinnen vorgestellt werden:

Die im Folgenden dargestellten Lebensläufe veranschaulichen das Wirken von Frauen in verschiedenen Wirkungsbereichen des Informations- und Dokumentationswesens; sie sind gleichfalls über die Navigation 'Daten/aufgenommene Frauen' aus den Namenslisten abrufbar.

Maria Biebl, Karola Bielohlawek, Ilse Dodoudil, Josephine Fang, Hertha Fellner, Roswitha Hamadani, Emilie Jasper, Christine Kainz, Edith Mannlicher, Hermine Piesch, Maria Razumovsky, Sigrid Reinitzer, Christine Rohr, Magda Strebl, Jerica Tropper, Gertraud Wehrmann, Heidi Zotter-Straka

 

   
 

II.
Der Weg zur beruflichen Gleichstellung. Am Beispiel der Bibliothekarinnen

Projektleitung: Dr. Edith Stumpf-Fischer
Projektkoordination: Dr. Ilse Korotin

1.

Dieses biografiA-Modul-Projekt wird in Kooperation mit Frida. Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich durchgeführt und durch den Jubiläumsfonds der OeNB gefördert.

2.

Bibliotheksgeschichte stellte sich lange Zeit als eine Geschichte von Männern – meist Leitern großer Bibliotheken – dar. Dem Anteil der Frauen an der Entwicklung des Bibliothekswesens wurde kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die Namen der Bibliothekarinnen – wie auch ihre Arbeit – gerieten in Vergessenheit. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, Frauen in Bibliotheken für wenig qualifizierte Tätigkeiten aufzunehmen. In den 1920er Jahren wurde schließlich der gehobene Fachdienst (MaturantInnen) eingerichtet und zu diesem Zeitpunkt finden sich auch die ersten Frauen auf akademischen Posten.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, den langen und hindernisreichen Weg zur beruflichen Gleichstellung von Frauen in Österreich am Beispiel der Berufsgruppe „Bibliothekarinnen“ darzustellen. Die Geschichtsschreibung über Frauenarbeit in Bibliotheken soll damit ihren notwendigen Eingang in die allgemeine Bibliotheksgeschichtsforschung finden. Auf der Grundlage einer möglichst ausführlichen datenbankmäßigen Erfassung von Frauen aus den verschiedenen Bibliothekstypen und Tätigkeitsbereichen werden Rückschlüsse auf historische und gegenwärtige Aspekte der Frauenbeschäftigung sowie frauengeschichtliche Schlussfolgerungen im Allgemeinen erwartet. Für die im Anschluss geplante Publikation ist die Gliederung in einen soziologisch-historischen (u. a. rechtlich-gesetzliche Entwicklung hinsichtlich der Gleichstellung von Frauen, Betrachtung unterschiedlicher Bibliothekstypen bzw. -gruppen) sowie einen biographisch-lexikalischen Teil (Biografien einzelner Bibliothekarinnen) vorgesehen.


Die Datenbank biografiA:

Das Projekt „biografiA. Datenbank und Lexikon österreichischer Frauen“, welches seit 1998 am Institut für Wissenschaft und Kunst in Wien durchgeführt wird, enthält Biografien in unterschiedlichen Ausarbeitungsphasen zu mehr als 18.700 Frauen. Durch Modulprojekte und entsprechende Schwerpunktsetzungen konnten bisher – epochenüberspannend – österreichische Frauen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens nachgewiesen werden. Dennoch ist darauf hinzuweisen, dass es in der Frauenbiografieforschung Lücken gibt, welche bisher nicht oder nur unzureichend geschlossen werden konnten.

Das im vorliegenden Projekt erhobene Material wurde als eigenständiges Modul in die biografische Datenbank „biografiA“ eingebracht. Diese biografische Dokumentation versteht sich als Materialbasis für weiterführende Forschungen auf dem Gebiet der Widerstands- und Frauenbiografieforschung; sie soll neben einer möglichst umfassenden inhaltlichen Auffächerung des Widerstandes von Frauen eine mögliche Verortung weiblicher Widerstandshandlungen in weiblichen Lebenszusammenhängen sichtbar machen, aber auch die Überwindung tradierter Rollenbilder durch die Entscheidung zum Widerstand aufweisen. In Relation zur jeweiligen gesellschaftlichen, politischen und weltanschaulichen Herkunft der Frauen sollen gemeinsame – aber auch unterschiedliche – Beweggründe widerständischen Handelns erkennbar werden.

   
 


Kontakt:
Projekt biografiA
INSTITUT FÜR WISSENSCHAFT UND KUNST
Dr. Ilse Korotin,
IWK-Dokumentationsstelle Frauenforschung
info@biografia.at
1090 Wien, Berggasse 17, Telefon / Fax: (+43 1) 317 43 42
E-mail: info@biografiA.at

Alle Arbeitskreis-Termine finden Sie auf der Homepage des IWK:
www.iwk.ac.at/

   

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