KARTENVERWANDTE AUSDRUCKSFORMEN SS 2008
...

 

GOOGLE EARTH

Erzeugen einer KML-Datei:

Exkurs: KML (Keyhole Markup Language)

KML ist ein Dateiformat, welches zur Darstellung geographischer Daten in Browsern wie Google Earth oder Google Maps verwendet wird.

Genauere Beschreibung unter:

http://code.google.com/apis/kml/documentation/

Öffnen eines Texteditors (z.B. Notepad) und schreiben folgender Zeilen:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<kml xmlns="http://earth.google.com/kml/2.1">
<GroundOverlay>
<name>kloech KM200</name>
<drawOrder>1</drawOrder>
<Icon>
<href>kloech.png</href>
<viewRefreshMode>never</viewRefreshMode>
<viewBoundScale>0.75</viewBoundScale>
</Icon>
<LatLonBox>
<north>46.8</north>
<south>46.717</south>
<east>16.067</east>
<west>15.867</west>
</LatLonBox>
</GroundOverlay>
</kml>

KML header: erste Zeile in jedem KML-File
KML namespace declaration: zweite Zeile in jedem KML-File
Ground Overlay: erlaubt es, ein Image auf der Erdoberfläche zu platzieren. Nach <GroundOverlay> wird ein <Name> vergeben. <drawOrder> definiert eine Ablageordnung für Images bei überlappenden Overlays (default = 0)
Icon: das Icon-Element (<href>) enthält den Link zum Overlay (.png File). <viewRefreshMode> definiert, wie der Link aktualisiert werden soll, wenn die „Kameraeinstellung“ wechselt. Hier wird die Default-Einstellung „never“ verwendet (weitere Einstellungsmöglichkeiten sind „onStop“, onRequest“ oder „onRegion“). <viewBoundScale> skaliert die Box-Parameter bevor sie zum Server gesendet werden (Default = 1; ein Wert < 1 legt fest, dass nicht bis an die Grenzen des Overlays herangezoomt wird; ein Wert > 1 legt fest, dass schon in den Ausschnitt des Overlays hineingezoomt wird).
Latitude-Longitude-Box: enthält die Ausdehnung des Overlays (Nord, Süd, Ost, West) – wichtig: geographische Koordinatenangaben in dezimal!

KML-Tags:

http://code.google.com/apis/kml/documentation/kml_tags_21.html

KML-Tutorial:

http://code.google.com/apis/kml/documentation/kml_21tutorial.html

Nachdem alle Zeilen ordnungsgemäß eingegeben wurden, muss man die Datei mit der Extension .kml im selben Ordner wie das dazugehörende Overlay (kloech.png) abspeichern (z. B. kloech.kml).

 

Visualisierung in Google Earth

Einfach die erzeugte KML-Datei doppelklicken, dann startet Google Earth automatisch und zoomt sich entsprechend der getätigten Einstellungen direkt über das Overlay. In der Mitte der linken Seite kann man an einem Balken die Transparenz des Overlays einstellen (siehe folgende Graphik).

Exkurs: Auf den ersten Blick kann man sehen, dass die Staatgrenzen des Overlays nicht mit den Staatsgrenzen von Google Earth übereinstimmen. Das liegt nicht an Ungenauigkeiten bei der Overlayerstellung, sondern an der ungenauen Generalisierung der Staatsgrenzen mit zunehmender Zoomstufe in Google Earth. Am besten sieht man dieses Phänomen im Südwesten des Overlay-ausschnitts und zwar am Grenzfluss Mur. Das Overlay liegt genau über dem Fluss, während die Staatsgrenze von Google Earth kaum bis gar nicht der realen Situation entspricht. Fazit: vordefinierte Features von Google Earth sind mit großer Vorsicht zu genießen...

Ergebnisbeispiel Klöch:

 

Objekte in Google Earth hinzufügen

Google Earth öffnen und mittels der Navigationsbuttons und/oder der Maus in einen gewünschten Ausschnitt zoomen.

Google Earth Oberfläche:

Folgende Objekte können in Google Earth hinzugefügt werden (siehe Abbildung darüber): Ortsmarken (punkthaft), Polygone (flächenhaft), Pfad (linienhaft) und Bild-Overlays (Raster).

Ortsmarken hinzufügen

Dazu klickt man auf das entsprechende Symbol (siehe Abbildung Google Earth Oberfläche). Es öffnet sich das Eigenschaftsfenster (siehe Abbildung Google Earth Ortsmarke), in welchem ein Name (hier Fußballstadion) vergeben werden kann. Wenn das Eigenschaftsfenster offen ist, kann mit Hilfe der Maus das Symbol gesetzt oder auch wieder verändert werden.

Wenn man auf das Symbol rechts vom Namen klickt, öffnet sich das Symbolfenster (siehe Abbildung Google Earth Ortsmarke), in welchem ein Symbol ausgewählt oder ein eigenes Symbol (Image) geladen werden kann. Es können auch weitere Eigenschaften (Beschreibung, Stil, Farbe, Ansicht und Höhe) verändert werden.

Google Earth Ortsmarke:

Pfade (Linien) hinzufügen

Dazu klickt man wieder auf das entsprechende Symbol (siehe Abbildung Google Earth Oberfläche). Bei geöffnetem Eigenschaftsfenster kann eine Linie (hier Fluss Lendava) digitalisiert werden. Ansonsten kann man so ziemlich die gleichen Eigenschaften festlegen wie bei der Ortmarke. Interessant für die Linie sind vor allem die Einstellung der Farbe, Linienstärke und der Transparenz (siehe Abbildung Google Earth Pfad).

Google Earth Pfad :

Polygone (Flächen) hinzufügen

Man klickt auf das entsprechende Symbol (siehe Abbildung Google Earth Oberfläche) und digitalisiert dann die gewünschte Fläche (hier Trainingsplatz). Es sind wieder die Eigenschaften Farbe (sowohl der Linie und Fläche), Breite (Linie) und Transparenz besonders interessant (siehe Abbildung Google Earth Polygon).

Google Earth Polygon:

3d-Objekte hinzufügen

Aus einem Pfad bzw. Polygon kann ganz einfach ein 3d-Objekt (hier Nordtribüne) erzeugt werden, in dem man im Eigenschaftsfenster (unter Höhe) die Höhe des Objektes angibt (relativ zum Boden) und den Punkt „Seiten bis zum Boden verlängern“ aktiviert (siehe Abbildung Google Earth 3d-Objekt).

Google Earth 3d-Objekt:

Fertiges Beispiel:

Gespeichert wird das Ganze als kml (Keyhole Markup Language) oder kmz (datenkomprimierte KML-Datei im ZIP-Format) File, in dem man im Seitenmenü (Orte) auf die Objekte einzeln oder auf Meine Orte (alle Objekte) rechtsklickt und auf „speichern unter“ geht.