Der EGMR zur Frage: Ist Scheidung ein Menschenrecht?

Anfang Janu­ar 2017 urteil­te der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te (EGMR) über den Fall eines Man­nes, der sich nach pol­ni­schem Ehe­recht nicht von sei­ner Ehe­frau schei­den durf­te, da er als der Schul­di­ge am Schei­tern der Ehe erkannt wur­de und sei­ne Gat­tin einer Schei­dung nicht zuge­stimmt hat­te. Der Mann schei­ter­te mit sei­ner Kla­ge nun auch vor dem EGMR: Laut die­sem gäbe es kein Recht auf Schei­dung und das pol­ni­sche Gerichts­ur­teil wür­de somit das Recht auf Ach­tung des Pri­vat- und Fami­li­en­le­bens nicht ver­let­zen.

Die Frank­fru­ter All­ge­mei­ne Zei­tung berich­tet dar­über:
“Pole schei­tert mit Schei­dungs­wunsch vor dem Men­schen­rechts­ge­richt”, In: FAZ.net, 10.01.2017.

Hier fin­den sie noch einen juris­ti­schen Kom­men­tar vom European Cent­re for Law and Jus­ti­ce (auf Eng­lisch):
ECHR: No right to divorce”, In: eclj.org, 11.01.2017.