Einführung

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Das Web­por­tal “Ehen vor Gericht 2.0” wur­de im Rah­men zwei­er vom öster­rei­chi­schen Wis­sen­schafts­fonds geför­der­ter For­schungs­pro­jek­te ent­wi­ckelt. Es wird im aktu­ell lau­fen­den, vom Jubi­lä­ums­fonds der Öster­rei­chi­schen Natio­nal­bank geför­der­te For­schungs­pro­jekt, wei­ter aus­ge­baut. Alle drei For­schungs­pro­jek­te wur­den und wer­den von Andrea Grie­seb­ner gelei­tet und sind an der Uni­ver­si­tät Wien, His­to­risch-kul­tur­wis­sen­schaft­li­che Fakul­tät, Insti­tut für Geschich­te, ange­sie­delt:

Nr. 17913 Getrennte Betten - verwobene Güter. Regelung der Trennungsfolgen seit dem 16. Jahrhundert
Projektlaufzeit: Oktober 2018 bis März 2020 (kostenneutrale Verlängerung bis Ende Dezember 2020)
P 28063 Eheprozesse zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert. 
Regionale und soziale Verortung
Projektlaufzeit: Oktober 2015 bis September 2017 (kostenneutrale Verlängerung bis Ende September 2018)
P 23394 Ehen vor Gericht. Konfliktfelder und Handlungsoptionen vom 16. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts
Projektlaufzeit: Oktober 2011 bis September 2014 (kostenneutrale Verlängerung bis Ende November 2015)

Navigation des Webportals

In zehn Menü­punk­ten bie­tet das Web­por­tal einen Ein­blick in die Ziel­set­zung der For­schungs­pro­jek­te und stellt die Mitarbeiter*innen vor. Dif­fe­ren­ziert nach den Unter­su­chungs­zeit­räu­men und den unter­such­ten Gerich­ten infor­mie­ren wir über die Arbeit mit den Quel­len und die For­schungs­er­geb­nis­se. Der recht­li­che Rah­men zur Ehe­tren­nung bzw. Ehe­schei­dung im Unter­su­chungs­zeit­raum wird im Rei­ter NORMEN beschrie­ben. Damit die Leser*innen die wich­tigs­ten Geset­ze nach­le­sen kön­nen, wer­den die­se per Link bereit­ge­stellt. Der Menü­punkt DATENERHEBUNG bie­tet einen Ein­blick in die Geschichts­werk­statt. Dar­ge­stellt wer­den die Quel­len­über­lie­fe­rung und die Vor­gangs­wei­se bei der Quel­len­er­he­bung. Digi­ta­li­sa­te der ana­ly­sier­ten Pro­to­kol­le und Akten ermög­li­chen eine Vor­stel­lung von der mate­ri­el­len Beschaf­fen­heit der bear­bei­te­ten Quel­len. Kurz kom­men­tier­te Text­aus­zü­ge aus Ehe­ver­fah­ren, Ehe­rat­ge­bern oder auch die Berich­te eines Unter­su­chungs­rich­ters fin­den sich im Menü­punkt EINBLICKE. Die unter­schied­li­chen Inter­es­sen der kla­gen­den Ehe­frau­en bzw. Ehe­män­ner und die Urtei­le in den Ehe­ver­fah­ren wer­den im Menü­punkt EHEVERFAHREN beschrie­ben. Die Ergeb­nis­se der quan­ti­ta­ti­ven Aus­wer­tung der Kla­ge­in­ter­es­sen sowie der Urtei­le wer­den für die unter­such­ten Zeit­seg­men­te und Gerich­te mit­tels Gra­fi­ken visua­li­siert. Der Menü­punkt VERKNÜPFTE VERFAHREN bie­tet einer­seits Ein­blick in Fol­ge­ver­fah­ren, in wel­chen die kla­gen­de Ehe­par­tei ver­such­te, ein rechts­kräf­ti­ges Tren­nungs- oder Schei­dungs­ur­teil zu modi­fi­zie­ren. Ande­rer­seits wer­den Zusatz­ver­fah­ren vor­ge­stellt, die das Ehe­paar ent­we­der par­al­lel zu und nach einem Urteil im Ehe­ver­fah­ren führ­te. Im Menü­punkt PUBLIKATIONEN infor­mie­ren wir neben pro­jekt­be­zo­ge­nen Publi­ka­tio­nen im enge­ren Sinn auch über Vor­trä­ge, Inter­views und abge­schlos­se­ne Qua­li­fi­ka­ti­ons­ar­bei­ten und ver­lin­ken zu die­sen.

Das Herz­stück des Web­por­tals bil­det die DATENBANK zur Prä­sen­ta­ti­on der erho­be­nen Ehe­ver­fah­ren. Von ins­ge­samt 2.205 Ehe­paa­ren, wel­che in den unter­such­ten Zeit­seg­men­ten knapp 3.500 Pro­zes­se führ­ten, sind für jedes ein­zel­ne Ver­fah­ren die Eck­da­ten abruf­bar – vom Kla­ge­in­ter­es­se über die vor­ge­brach­ten Argu­men­te bis hin zum Urteil. Führ­ten Ehe­paa­re meh­re­re Ver­fah­ren, so sind die­se Ver­fah­ren mit­ein­an­der ver­linkt. Zusätz­lich ange­ge­ben wer­den – soweit wir die­se rekon­stru­ie­ren konn­ten – Per­so­nen­stands­da­ten der Ehepartner*innen (Geburts­ort, Lebens­da­ten, Fami­li­en­na­me zur Zeit der Geburt, ange­nom­me­ne Namen) und Anga­ben zur Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit. Bezo­gen auf das Ehe­paar wer­den zudem das Hei­rats­da­tum, der gemein­sa­me Wohn­ort sowie der Fami­li­en­stand und das Alter der Ehepartner*innen zum Zeit­punkt der Hei­rat aus­ge­wie­sen.

Andrea Griesebner/Georg Tschan­nett, 2016
update: Andrea Grie­seb­ner, 30. Novem­ber 2018, 1. Febru­ar 2019

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