Inhalt

In elf Menüpunkten bietet das Webportal einen Einblick in die Zielsetzungen, die Werkstatt und in die Ergebnisse von drei Forschungsprojekten, die vor allem durch Fördergelder des Wissenschaftsfonds FWF (P 23394 und P 28063) sowie des Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank (Nr. 1791311) unterstützt wurden. Mit der Auswahl von Deutsch oder Englisch in der Menüzeile kann von jeder Seite in die jeweils ausgewählte Sprache gewechselt werden.

Der erste Menüpunkt AKTIVITÄTEN ist ein integrierter Blog, wo wir einerseits über Aktivitäten des Projekts informieren, andererseits auch gegenwärtige Ehedebatten kurz kommentieren.

Im Menüpunkt PROJEKT finden Sie einen Überblick über das Forschungsinteresse, den Untersuchungszeitraum und die untersuchten Gerichte. Weiters finden Sie hier eine Erklärung zu den zentralen Begriffen „Trennung“ und „Scheidung“ sowie zu den Nutzungsbedingungen des Webportals.

Der Menüpunkt TEAM informiert über die Mitarbeiter*innen und die Kooperationspartner*innen. Die daran anschließenden Menüpunkte sind jeweils nach den drei Hauptuntersuchungszeiträumen – Kirchliche Gerichtsbarkeit (1558–1783), Weltliche Gerichtsbarkeit (1783–1850) und Kirchliche Gerichtsbarkeit (1857–1868) – differenziert, in welchen sich die Spielregeln sowohl zur Trennung bzw. Scheidung von Tisch und Bett wie auch zur Regelung der Scheidungsfolgen erheblich veränderten.

Der Menüpunkt DATENERHEBUNG bietet einen Einblick in die Geschichtswerkstatt. Für alle drei Zeitabschnitte werden jeweils die zuständigen Gerichte, die Quellenüberlieferung und die Vorgangsweise bei der Quellenerhebung erklärt. Zusätzlich finden sich hier auch detaillierte Informationen zu den erhobenen Zeitsegmenten. Ausgewählte Digitalisate der analysierten Protokolle und Akten vermitteln zudem eine Vorstellung von der materiellen Beschaffenheit der bearbeiteten Quellen.

Der Menüpunkt EINBLICKE enthält kurz kommentierte Textauszüge aus Eheverfahren, Eheratgebern und für den dritten Zeitabschnitt auch aus den Berichten eines Untersuchungsrichters des fürsterzbischöflichen Wiener Ehegerichts.

Der Menüpunkt EHEVERFAHREN bietet erstens einen Einblick in die rechtlichen Normen zur Scheidung bzw. Annulierung der Ehe und zum Verfahrensrecht, die Sie durch die Verlinkung mit den Digitalisaten der Österreichischen Nationalbibliothek auch nachlesen können. Weiters erhalten Sie hier auch Erklärungen, wie wir die unterschiedlichen Klagen und Gesuche, mit denen sich Ehefrauen wie Ehemänner an die Gerichte wandten, kategorisierten. Und der Menüpunkt enthält qualitative wie auch quantitative Auswertungen der erhobenen Eheverfahren. Differenziert nach erstens den Klageinteressen bzw. Scheidungsgesuchen und zweitens den Urteilen bzw. Vergleichen werde die quantitativen Ergebnisse für die untersuchten Zeitsegmente und Gerichte zudem mittels farblichen Grafiken visualisiert.

Der  Menüpunkt SCHEIDUNGSFOLGEN beschreibt die normativen Vorgaben zum Ehegüterregime einerseits, zur Regelung der „weltlichen Dinge“ der Ehe andererseits. Auch hier sind die erwähnten Gesetze bzw. Paragrafen wieder mit den Digitalisaten der Österreichischen Nationalbibliothek verlinkt, sodass diese auch im „Original“ nachgelesen werden können. Weiters erhalten Sie hier einen quantitativen wie qualitativen Einblick, welche vermögensrechtlichen Entscheidungen die Eheteile bzw. die Gerichte trafen und wie diese die Obsorge der Kinder regelten – sowohl während des Verfahrens wie auch nach dem Urteil bzw. dem Scheidungsvergleich. Die quantitativen Ergebnisse sind zudem mittels farblicher Tabellen aufbereitet. Für alle drei Zeitabschnitte werden auch die Optionen geschildert, welche zur Verfügung standen, wenn zum Beispiel der zuerkannte Unterhalt nicht oder nur teilweise bezahlt wurde.

Der Menüpunkt ADVOKATEN bietet erste Informationen dazu, welche Voraussetzungen studierte Juristen erfüllen mussten, um in den verschiedenen Zeitabschnitten die Ehepaare gerichtlich vertreten zu können.

Der Menüpunkt EHEPAARE erläutert die methodische Vorgangsweise zur Erhebung von biografischen Informationen zu den 2.193 Ehepaaren bzw. den 4.426 Personen, welche in den untersuchten Zeitabschnitten ein oder mehrere Eheverfahren führten. Er informiert über die Religionszugehörigkeit der Ehepartner*innen, den Zivilstand von Braut und Bräutigam bei der Trauung, das Heiratsalter, die Altersdifferenz und die sozioökonomische Position der Ehepartner*innen, die Dauer der Ehe und das Alter beim ersten Eheverfahren und den Wohnort des Ehepaares.

Der Menüpunkt DATENBANK bildet das Herzstück des Webportals. Hier finden Sie eine integrierte Datenbank zur Präsentation der erhobenen Eheverfahren. Von den insgesamt 2.193 Ehepaaren, welche in den untersuchten Zeitsegmenten 3.564 Prozesse führten, können für jedes einzelne Verfahren die Eckdaten abrufen werden – vom Klageinteresse über die vorgebrachten Argumente bis hin bis zur Regelung der Scheidungsfolgen. Führten Ehepaare mehrere Verfahren, so sind diese Verfahren miteinander verknüpft. Zusätzlich angegeben werden – soweit wir diese Daten rekonstruieren konnten – die Personenstandsdaten der Ehepartner*innen (Geburtsort, Lebensdaten, Familienname zur Zeit der Geburt, angenommene Namen) und Angaben zur Religionszugehörigkeit. Bezogen auf das Ehepaar werden zudem das Heiratsdatum, der gemeinsame Wohnort sowie der Familienstand und das Alter der Ehepartner*innen zum Zeitpunkt der Heirat ausgewiesen. Die Datenbank kann nur entweder auf Deutsch oder auf Englisch abgerufen werden.

Im letzten Menüpunkt PUBLIKATIONEN erhalten Sie Informationen zu projektbezogenen Publikationen, Vorträgen und Interviews von Projektmitarbeiter*innen sowie zu abgeschlossenen Qualifikationsarbeiten von Studierenden. Sofern rechtlich erlaubt, verlinken wir auf die entsprechenden Arbeiten.

Andrea Griesebner, Mai 2020
Letztes Update: Andrea Griesebner, Februar 2021

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Zitation: Andrea Griesebner, Inhalt » Einstieg, in: Webportal. Ehen vor Gericht 3.0, 2022, <http://www.univie.ac.at/ehenvorgericht/?page_id=2235>. [Zugriffsdatum: 2022-05-18]