1. Klagen in der Hauptsache (HV)

Den Zivil­ge­rich­ten ver­gleich­bar, waren die bischöf­li­chen Ehe­ge­rich­te vor allem mit unein­ver­nehm­li­chen Schei­dungs­kla­gen kon­fro­niert. Die ein­ver­ständ­li­che Schei­dung war nach kano­ni­schem Recht nicht mehr mög­lich.

Die rekon­stru­ier­ten Ehe­ver­fah­ren in der Haupt­sa­che haben wir in drei Kate­go­ri­en unter­teilt:

  • Anord­nung Coha­bi­tie­rung: Die kla­gen­de Par­tei for­der­te vom Gericht, dem oft über Mona­te, manch­mal auch über Jah­re getrennt leben­den Ehe­teil das ehe­li­che Zusam­men­le­ben anzu­ord­nen.
  • Annul­lie­rung: Die kla­gen­de Par­tei ersuch­te das Gericht, die Ehe zu annul­lie­ren bzw. für nich­tig zu erklä­ren.
  • Schei­dung von Tisch und Bett: Die kla­gen­de Par­tei ersuch­te das Gericht die Ehe von Tisch und Bett zu schei­den.

 

Andrea Grie­seb­ner / Isa­bel­la Pla­ner

wei­ter: Kla­gen | Katho­li­sche Ehe­ge­rich­te