1. Zivilmagistrat der Stadt Wien (1783–1850)

DATENERHEBUNG

DER WIENER STADTMAGISTRAT

Die Pra­xis der welt­li­chen Ehe­ge­rich­te wur­de anhand der Akten des Magis­trats der kai­ser­li­chen Haupt- und Resi­denz­stadt Wien unter­sucht. Genau­er gesagt war es der Senat in judi­cia­li­bus civi­li­bus (Zivil­jus­tiz­se­nat), einer der drei im Zusam­men­hang mit der Magis­trats­re­form der frü­hen 1780er-Jah­re instal­lier­ten Abtei­lun­gen, in des­sen Ver­ant­wor­tungs­be­reich neben ande­ren zivil­recht­li­chen Ange­le­gen­hei­ten auch Ehe­schei­dun­gen fie­len. Sei­ne räum­li­che Zustän­dig­keit umfass­te die Inne­re Stadt sowie die zwi­schen Gla­cis und Lini­en­wall (dem heu­ti­gen Gür­tel) gele­ge­nen Vor­städ­te. Der Zivil­jus­tiz­se­nat tag­te bis 1839 im (Alten) Rat­haus in der Wipp­lin­ger­stra­ße, ab 1839 am Hohen Markt. 1841 wur­de der Zivil­jus­tiz­se­nat in Magis­tra­ti­sches Zivil­ge­richt umbe­nannt.

 

Die im Zeit­raum von 1783 bis 1850 vor dem Wie­ner Zivil­ma­gis­trat ver­han­del­ten Schei­dungs­ver­fah­ren sind heu­te in 52 Kar­tons im Wie­ner Stadt- und Lan­des­ar­chiv archi­viert.

Georg Tschan­nett, 2015