Gedichte - Eduard von Bauernfeld

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Bauernfeld Eduard von (Autor) · ()

Herausgeber:  · Verlag:  · (Ed)
ISBN/ISBN13:/ · ISSN:
Sprache: Deutsch · Version: v1.00 (Volltext)
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Bauernfeld Eduard von: Gedichte . In: eLib.at (Hrg.), 19. Januar 2019. URL: http://elib.at/
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 · Gedicht · Lyrik ·
Literatur · Germanistik · Österreich · Wien · Literaturwissenschaft
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Volltext


Gedichte


Hier wurden vom eLib Austria Projekt einzelne Texte, Scan-Fragmente und Ausschnitte aus Werken, sowie Kurzgeschichten und Ähnliches zusammengefügt. Wir möchten uns für diesen Versuch entschuldigen, wollten aber unseren Lesern diese Texte nicht vorenthalten.



An Silvia

Was ist Silvia, saget an,
Daß sie die weite Flur preist?
Schön und zart seh ich sie nahn,
Auf Himmelsgunst und Spur weist,
Daß ihr alles untertan.
Ist sie schön und gut dazu?
Reiz labt wie milde Kindheit;
Ihrem Aug' eilt Amor zu,
Dort heilt er seine Blindheit
Und verweilt in süßer Ruh.
Darum Silvia, tön, o Sang,
Der holden Silvia Ehren;
Jeden Reiz besiegt sie lang,
Den Erde kann gewähren:
Kränze ihr und Saitenklang!

Beschränkung

Kannst du das Schönste nicht erringen,
so mag das Gute dir gelingen.
Ist nicht der große Garten dein,
wird doch ein Blümchen für dich sein.
Nach Großem drängt's dich in die Seele?
Daß sie im Kleinen nur nicht fehle!
Tu heute recht - so ziemt es dir;
der Tag kommt, der dich lohnt dafür!
So geht es Tag für Tag; doch eben
aus Tagen, Freund, besteht das Leben.
Gar viele sind, die das vergessen:
Man muß es nicht nach Jahren messen.


Das ist ein süßer Schlummer

Die Mutter lullt den Knaben
Mit süßen Liedern ein;
Er will's nicht anders haben,
Sie muß am Bettchen sein.
Wie kann's der Schelm nur wissen,
Ob sie am Bette sitzt,
Der kaum aus seinem Kissen
Mit halbem Auge blitzt?
Und wie er ohne Kummer
Frisch atmend rosig liegt!
Das ist ein süßer Schlummer,
In den die Lieb' uns wiegt.


Der Vater mit dem Kind

Dem Vater liegt das Kind im Arm,
Es ruht so wohl, es ruht so warm,
Es lächelt süß; lieb' Vater mein!
Und mit dem Lächeln schläft es ein.
Der Vater beugt sich, atmet kaum,
Und lauscht auf seines Kindes Traum;
Er denkt an die entschwund'ne Zeit
Mit wehmutsvoller Seligkeit.
Und eine Trän' aus Herzensgrund
Fällt ihm auf seines Kindes Mund;
Schnell küßt er ihm die Träne ab,
Und wiegt es leise auf und ab.
Um einer ganzen Welt Gewinn
Gäb' er das Herzenskind nicht hin.
Du Seliger schon in der Welt,
Der so sein Glück in Armen hält!



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