Komen sint uns die liehten tage lange (Neidhart von Reuenthal)

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Neidhart von Reuenthal


Komen sint uns die liehten tage lange


I
Komen sint uns die liehten tage lange:
alsô sint die vogele mit gesange.
die habent ein niuwez vunden,
daz sis nie vor mangen stunden
baz begunden.
II
Die den winder sende herzen wâren,
den gestuont der muot vor drîzec jâren
nie ringer(53) danne hiuwer.
mägde, ir nemt des meien stiuwer,
zogt ab iuwer.
III
Junge mägde und alle stolze leien,
sult iuch gên dem lieben sumer zweien:
so ist wünne in allen rîchen.
ir sult iuch ze vröuden strîchen:
lât dar wîchen!
IV
Kint,(60) lât iu den reien wol enblanden,
loeset iuwer herze ûz senden bande
mit snellen sprüngen ringen!
ich hoer von der vogele singen
den walt erklingen.
V
Lieben boten ich heim ze lande sende.
al mîn trûren daz sol haben ein ende:
wir nâhen zuo dem Rîne.
gerne sehen die vriunde mîne
uns pilgerîne!
VI
Bote, nu sage den kinden an der strâze,
daz si niht enzürnen ûz der mâze!
wir suln ein niuwez briuwen,
dar nâch sî die vinger kiuwen,
an den triuwen
VII
Bote, nu sage dem liepgenaemen wîbe,
daz ze wunsche gât sô wol mîn schîbe!
dû sage ze Landehuote,
wir leben alle in hôhem muote,
niht unvruote!



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