Literatur:Aphorismen und Zitate - Arthur Schnitzler

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Arthur Schnitzler


  • Die Kennworte des Wieners: Wie komm denn i dazu? Es zahlt sich ja net aus! Tun S' Ihnen nix an!
  • Jünger ?! Gott schütze mich vor ihnen, da sind mir die Freunde noch lieber.
  • Stärke des Charakters ist oft nichts anderes als eine Schwäche des Gefühls.
  • Daß du ihn völlig durchschautest, das hat dir noch keiner verziehen, er mag noch so gut dabei weggekommen sein.
  • Es ist keine Höflichkeit, dem Lahmen den Stock tragen zu wollen.
  • Was uns als Größenwahn erscheint, ist nicht immer eine Geisteskrankheit. Oft genug ist es nur die Maske eines Menschen, der an sich verzweifelt.
  • Was unsere Seele am schnellsten und schlimmsten abnützt, das ist: Verzeihen ohne zu vergessen.
  • Hüte dich vor Bescheidenen; du ahnst nicht, mit welch gerührtem Stolz sie ihre Schwächen hegen.
  • Mißtrauisch bist du? Ich verstehe dich: Du willst dir die Mühe ersparen, die Menschen kennenzulernen.
  • Auch das Chaos gruppiert sich um einen festen Punkt, sonst wäre es nicht einmal als Chaos da.
  • Alles, was die Seele durcheinander rüttelt, ist Glück.
  • Wie oft - bei uns noch öfter als bei andern - halten wir für Stärke des Charakters, was am Ende doch nichts anderes ist als Schwäche des Gefühls.
  • Vernünftige Leute, die den Standpunkt ihrer Partei bis in die letzten Konsequenzen zu vertreten versuchen, erwecken immer den Eindruck, als seinen sie konfus oder unehrlich geworden.
  • Der Hass der Größe gegen die Kleinheit ist Ekel,der Hass der Kleinheit gegen die Größe ist Neid.
  • Diejenigen Tugenden werden am lautesten gepriesen, zu deren Ausübung weder Gedankenarbeit noch Energieentfaltung, noch Selbstüberwindung gehört, vor allem also diese beiden: Patriotismus und Gottesfurcht.Sollte die Vermutung nicht gerechtfertigt sein, dass sie an sich überhaupt gar keine Tugenden bedeuten, sondern nur von denjenigen Instanzen dazu gestempelt werden, die von dieser Auffassung den auffälligsten Vorteil haben: vom Staat und von der Kirche?
  • Toleranz heißt: die Fehler der anderen entschuldigen.Takt heißt: sie nicht bemerken.
  • Wie der Mensch sich ärgert, so ist er.
  • So sinnlos die Welt dir erscheinen mag, vergiss nie, dass du durch dein Handeln dein redlich Teil zu dieser Sinnlosigkeit beiträgst.
  • Wie köstlich ist die Einsamkeit, wenn wir wissen, dass von irgendwoher in der Welt, wäre es auch aus weiter Ferne, Sehnsucht nach uns ruft. Aber ist dies denn auch noch Einsamkeit?
  • Bereit sein ist viel, warten können ist mehr, doch erst: den rechten Augenblick nützen können ist alles.
  • Was unsere Seele am schnellsten und schlimmsten abnützt, das ist: Verzeihen ohne zu vergessen.
  • Achte auf deine Gedanken. Sie sind der Anfang deiner Taten.
  • Hüte dich vor dem Augenblick, da du anfängst, auf deine Einsamkeit stolz zu werden; im nächsten schon wacht die Sehnsucht nach Menschen in dir auf.
  • Hüte dich vor schlechter Gesellschaft, aber vergiss nicht, dass, wenn du die Einsamkeit erwählst, du dich nicht stets in der besten befindest.
  • Wie könne man als Mensch leben, wenn man nicht zuweilen ein Gott wäre?
  • Wie oft halten wir für Unversöhnlichkeit der Ansichten, was nichts anderes ist als Verschiedenheit der Temperamente.
  • Politiker stolpern über ihre Probleme von heute und über ihre Zitate von gestern.
  • Sehnsucht macht die Dinge und die Menschen unwirklich. Darum ist alles Erreichte so anders als das Ersehnte. Nicht schlechter oder besser, aber anders.
  • Die Sehnsucht ist es, die unsere Seele nährt und nicht die Erfüllung; und der Sinn des Lebens ist der Weg und nicht das Ziel. Denn jede Antwort ist trügerisch, jede Erfüllung zerfließt uns unter den Händen, und das Ziel ist keines mehr, sobald es erreicht wurde.
  • Glück? Bitt Sie, Fräulein, Glück gibt's nicht. Überhaupt gerade die Sachen, von denen am meisten g'redt wird, gibt's nicht. Zum Beispiel die Liebe. Das ist auch so was. (Der Reigen)
  • Wenn ich mir eine Untreue zuschulden kommen ließe, könnte ich sie mir ohne weiteres verzeihen. Dir nie.
  • "Weißt du das auch ganz gewiß?" fragte er. "So gewiß, als ich ahne, daß die Wirklichkeit einer Nacht, ja daß nicht einmal die eines ganzen Menschenlebens zugleich auch seine innerste Wahrheit bedeutet." - "Und kein Traum", seufzte er leise, "ist völlig Traum." (Die Traumnovelle)
HILF MIT !!!
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