Die neue Einrichtung für Wissenschaftskommunikation im ersten Wiener Gemeindebezirk trägt einen Namen: Q. Dein Raum für Wissenschaft. Q steht für Question, für Neugier und für den Beginn jeder Erkenntnis. 2027 öffnet das Q seine Türen – als offener Raum für Ausstellungen, Mitmachlabors und Austauschformate für ein junges Publikum.
Fragen sind der Motor der Wissenschaft. Sie treiben Forschung an, stellen Annahmen auf den Prüfstand und eröffnen verschiedene Denkweisen. Darauf baut der Name der neuen Institution in der Wiener Wollzeile auf. Mit seinem Namen rückt das Q [kju:] den Ursprung wissenschaftlicher Arbeit in den Fokus: das Fragenstellen selbst. Q ist bewusst einfach, international verständlich und offen interpretierbar. Der Buchstabe steht für Neugier, den Mut, Dinge anders zu betrachten, und lädt dazu ein, selbst aktiv zu werden.
Plattform für Dialog
“Das Q, der Raum für Wissenschaft in der Wollzeile, versteht sich als eine Plattform für Dialog – in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten zunehmend polarisierter werden und das Vertrauen in Institutionen schwindet. Es ist wichtig, dass wir wieder über wissenschaftliche Prozesse und Ergebnisse aus der Forschung sprechen. Und ein Gespräch beginnt immer dort, wo wir auch zuhören, Kritik und vor allem Fragen zulassen”, so Christopher Lindinger, Gründungsdirektor des neuen Hauses, das Österreichische Akademie der Wissenschaften, Universität Wien, und Technische Universität Wien gemeinsam ins Leben gerufen haben. 2027 öffnet das Q seine Türen und wird künftig unter www.qscience.space erreichbar sein.
Founding Lab in der Predigergasse
Die Programmierung des Q nimmt die Herausforderungen unserer Zeit in den Blick und richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene. Für die Entwicklung und Konzeption der ersten Inhalte wird ab Mai 2026 das Founding Lab in der Predigergasse 3, unweit der jetzigen Baustelle, eröffnet. Hier denken Vermittler*innen und Gestalter*innen gemeinsam mit Wissenschafter*innen und Jugendlichen darüber nach, wie eine interaktive, partizipative und inklusive Ausstellungskultur geschaffen werden kann. Das Founding Lab ergänzt das Programm des lebendigen Universitätsviertel im ersten Bezirk. Im laufenden Jahr werden hier bereits Pop-Up-Events stattfinden.
“Es macht Mut, dass sich drei der größten österreichischen Wissenschaftsinstitutionen zusammengefunden und eine gemeinsame Vision für das Q entwickelt haben”, freut sich Lindinger. Die unterschiedlichen Perspektiven werden auf rund 4000m² Platz finden und in einem vielfältigen Programm aus Ausstellungen, Workshops und Events einander ergänzen.