Frau und „Herrscher“: Maria Theresia und ihre Porträts (1740-1780)

Als erste Frau auf dem Thron brauchte Maria Theresia eigene Strategien zur Legitimation ihrer Herrschaft. Ein Mittel hierzu war die öffentliche Präsentation in Porträts und Gemälden. Der Beitrag nimmt die bildliche Verknüpfung von „Herrscher“ und Mutterschaft als Legitimationsmittel unter die Lupe.

Porträt der kaiserlichen Familie mit neun Kindern, von Martin van Meytens, 1752, 204 x 189 cm, Inv. Nr. 002739, Kunsthistorisches Museum, Wien, Österreich, Quelle: Bildarchiv der Autorin

„Maria Theresia wusste ihren mütterlichen Körper politisch in Szene zu setzen und, indem sie die Gefühle rührte, ihren politischen Willen durchzusetzen“[1]. Die berühmte Habsburgerin war aus eigenem Recht „König“[2] von Ungarn und Böhmen und Erzherzogin von Österreich etc. Sie war auch Tochter, Ehefrau und Mutter von Kaisern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, Karl VI. (ihr Vater), Franz I. (ihr Mann), Joseph II. und Leopold II. (ihre Söhne). Als Ehefrau des Kaisers war sie auch de facto Kaiserin, wenngleich sie im Jahre 1745 ablehnte, sich als Kaiserin krönen zu lassen.

Maria Theresias Nachfolge als regierender Herrscher war rechtlich durch die Pragmatische Sanktion von 1713 abgesichert. Dennoch wurde gleich nach dem Tod Karls VI. die Gültigkeit dieser Regelung von Gegnern in Frage gestellt: Schlesien, Böhmen und Mähren, Oberösterreich und die Österreichischen Niederlande wurden von Preußen, Bayern, Sachsen und Frankreich angegriffen und okkupiert. Diese Krise am Beginn ihrer Regierungszeit erlaubt es zu verstehen, warum Maria Theresia sich bemühte, die Legitimität ihrer Herrschaft und der neuen Dynastie Habsburg-Lothringen abzusichern. Ihr weibliches Geschlecht war dabei einerseits eines der zentralen Legitimationsprobleme, wurde aber andererseits auch auf geschickte und oft innovative Weise als Ressource ausgespielt.

Ein sehr wichtiges Mittel, um diese Legitimation durchzusetzen, waren dabei Maria Theresias Porträts. In Herrschaftsporträts wurde Maria Theresia mit den Insignien ihrer Macht, wie etwa der ungarischen oder böhmischen Krone, dem österreichischen Erzherzogshut oder einem Zepter, dargestellt. Sie wurden ab der Geburt Maria Theresias im Jahre 1717, vor allem aber während ihrer Regierungszeit von 1740 bis 1780 angefertigt. In meiner Dissertation habe ich diese Porträts, die heute in allen Nachfolgestaaten der Habsburgermonarchie zu finden sind, vergleichend untersucht. Dabei habe ich nicht nur die Auftrageber*innen (Maria Theresia, Adelige, geistliche Prälaten, Städte), die Maler (offizielle Maler der Wiener Akademie, lokale Maler) und den Anlass (Krönungen, Besuch von Maria Theresia) erforscht, sondern auch die Frage gestellt, wie sich die Darstellung der Herrscherin im Laufe ihrer Regierungszeit veränderte und welche Rolle ihre Mutterschaft dabei spielte[3].

Aufgrund ihrer weiblichen Geschlechtsidentität entwickelte sich eine eigene Formensprache in den Gemälden: Die Darstellung Maria Theresias als Mutter einer neuen Dynastie mit zahlreichen Kindern. In diesem Beitrag möchte ich mich auf Porträts konzentrieren, die die Herrscherin als Mutter darstellen: als Mutter von zahlreichen Kindern und als Mutter einer neuen Dynastie. In meinem Korpus habe ich sechs Porträts von Maria Theresia mit dem Thronerben Joseph als Kind, sieben Porträts der kaiserlichen Familie, darunter vier Gemälde der kaiserlichen Familie vom Hauptmaler Martin van Meytens, und ein Porträt von Maria Theresia mit ihren Söhnen Leopold, Ferdinand und Maximilian aber ohne den Thronerben Joseph[4]. Nach dem Tod ihres Ehegattens Franz I. im Jahr 1765 wird der älteste Sohn Joseph – ab dieser Zeit Mitregent und Kaiser – oft als Pendant zu Maria Theresia als Witwe dargestellt[5].

Maria Theresia als Mutter der neuen kaiserlichen Dynastie der Habsburg-Lothringer

Die Familienporträts visualisieren die Beziehungen zwischen Maria Theresia und den Mitgliedern ihrer Familie, vor allem ihrem Ehemann Franz Stephan und ihren Kindern. Die Position von Maria Theresia als Mutter und Ehefrau wird dabei besonders betont. Zwar verfügten die Ehegattinnen von Monarchen als Mütter der Thronfolger generell über eine wichtige, wenngleich dem Herrscher untergeordnete Funktion. Jedoch wurde diese Situation im Fall Maria Theresias stark verändert, da sie als Frau dazu bestimmt war, als König zu herrschen. Die der Königin zugewiesene Funktion als Mutter und Ehefrau blieb aber wesentlich[6].

Maria Theresia heiratete 1736 Franz Stephan von Lothringen. Nach dem Aussterben der männlichen Linie der Habsburger durch den Tod ihres Vaters Karl VI. im Jahre 1740 folgte damit die Dynastie der Habsburg-Lothringer auf jene der Habsburger. Die Kontinuität zwischen den beiden Dynastien und ihre legitime Folge wurde durch Porträts betont. Schon deswegen ist die Mutterschaft ein wiederkehrendes Element.

Maria Theresia wird entweder mit ihrem Sohn und Erben Joseph oder mit der ganzen Familie dargestellt. Insgesamt wurden vier große Porträts der gesamten Familie mit dem Schönbrunner Schlosspark als Hintergrundmotiv vom Hofmaler Martin van Meytens und seiner Werkstatt in den 1750er Jahren angefertigt. Sie unterscheiden sich durch die Anzahl der Kinder – so werden im Familienporträt von 1752 neun und im jenen von 1754 elf Kinder gezeigt[7]. Die Gemälde betonen einerseits die Reproduktionsfähigkeit Maria Theresias als Garantie gegen eine weitere Nachfolgekrise, andererseits kann die Mutterschaft als legitime Form weiblicher Autorität interpretiert werden. Durch die Komposition ist Maria Theresia eindeutig als das Haupt der Familie positioniert, sowohl die Gesten von ihren Söhnen und von ihrem Mann als auch ihre eigene Hand zeigen auf sie. Die Söhne sind neben der Mutter und die Töchter neben Franz Stephan abgebildet, was sonst unüblich war. Dabei bilden die Söhne eine Gruppe bzw. Achse, die auf Maria Theresia verweist: Die Erbfolge verläuft durch die Mutter[8].

Maria Theresia als Mutter des zukünftigen Kaisers

Porträt von Maria Theresia mit dem Erzherzog Joseph als Kind, von Martin Johann Schmidt, 1745, 239 x 157 cm, Stift Seitenstetten, Österreich. Quelle: Bildarchiv der Autorin

Maria Theresia war aber nicht nur Gründerin einer neuen Dynastie, sondern auch Mutter des zukünftigen Kaisers des Heiligen Römischen Reiches. Wenn sie mit einem einzigen Kind dargestellt wird, dann ist dies fast immer der designierte Thronerbe Erzherzog Joseph. Seit seiner frühen Kindheit tritt Joseph in dieser Funktion ins Bild. Solche Porträts von Mutter und Sohn wurden insbesondere in den 1740er Jahren verbreitet, überwiegend vor der Krönung Franz Stephans zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches im Jahr 1745.

Während dieser Jahre saß zum ersten Mal seit Jahrhunderten kein Habsburger auf dem Kaiserthron, sondern der Wittelsbacher Karl Albrecht von Bayern als Karl VII. (1742–1745). Die Geburt des Erben Joseph im Jahr 1741 war deswegen nicht nur ein wichtiges Symbol für den Fortbestand und die Herrschaft der Dynastie Habsburg-Lothringen, sondern auch ein Anker für den Anspruch auf die Wiedererlangung der Kaiserwürde.

In den Porträts Maria Theresias mit dem Thronerben Joseph wird dieser dynastische Anspruch betont. So wird Joseph als Kind in der Uniform eines ungarischen Husaren dargestellt, dass die engen Beziehungen zwischen Maria Theresia und Ungarn unterstreichen sollte, oder er trägt die Kette des Orden des Goldenen Vlies. Ebenso wird die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches in manchen dieser Gemälde neben Maria Theresia und Joseph dargestellt, wobei dieses Herrschaftszeichen in Einzelporträts von Maria Theresia nie gezeigt wurde, sondern ihrem Ehemann Kaiser Franz I. vorbehalten war [9]. Die Kontinuität der Reichswürde zwischen Habsburgern und Habsburg-Lothringer wird in diesen Gemälden durch die Mutterschaft Maria Theresias bildhaft vermittelt.

Mutter und „starke Frau“

Die Darstellung Maria Theresias Mutterschaft kann als Metapher für die von ihr ausgeübte Königsherrschaft gelesen werden. Dieses Bild von Maria Theresia als „Mutter der Völker“ wird oft als Topos sowohl in Gemälden als auch in der Literatur, besonders in der Panegyrik, verbreitet. Exemplarisch zeigt sich dies in dem vom Sekretär der niederösterreichischen Landstände Franz Christoph von Scheyb in Form eines Alexandriner-Epos in zwölf Büchern verfassten Ehrengedicht „Theresiade“[10]. Darin wurde die Rolle des verstorbenen Karl VI. als Landesvater[11] mit der Mutterrolle Maria Theresias parallelisiert, welche als „Landesmutter“ betrachtet wird. Maria Theresia werde von ihren Untertanen „den allergrößten Schätzen“ vorgezogen: „Weil sie mehr für ihr Volck, als für sich selber lebt, / Mehr nach desselben Heil als nach dem eignen strebt; / Des frohen Vaterlands geliebte Mutter heisset[12].

Am 13. Mai 1762 hielt Scheyb anlässlich des 45. Geburtstages der Herrscherin eine Rede. In dieser Rede betont er die Tugenden von Maria Theresia als Mutter: “Ganz eine liebende Mutter, aber eine auch ihre Völker liebende Mutter, legt Sie in die zarten Herzen der heranwachsenden Fürsten mit eigner Hand den Keim zur künftigen Wohlfahrt der Reiche“[13]. Diese Tugenden seien auch Vorbild für alle verheirateten Frauen: „Die Hausmutter gelobet, das Beispiel der Fürstin, als eine zärtliche und getreue Gattin, als eine sorgende Mutter, als eine liebreiche Frau nachzuahmen“[14].

In Schriften nach ihrem Tod im Jahr 1780 wurde Maria Theresia wiederum als „femme forte“[15] bezeichnet[16]. In anderen Schriften wird sie gleichzeitig als „Grand Roi“ beschrieben, „Dies ist ein Grand Roi“[17]. In der Rezeption Maria Theresias entsteht damit eine Überschneidung zwischen den Figuren der „femme forte“ und der „Grand Roi“[18], also der starken Frau und des großen Königs.

Conclusio

Als Mutter und Gattin gelang es Maria Theresia Überschneidungen zwischen den Tugenden des Königs und der Königin herzustellen. Mutterschaft war eine Aufgabe der Königsgattin als Garantin der dynastischen Reproduktion. Sie kann bei Maria Theresia zugleich auch als Metapher für eine gute Herrschaft interpretiert werden.

Die Mutterrolle Maria Theresias ist durch die Darstellung mit ihren Kindern visualisiert und bildet ein komplexes Zeichen mit mehrfachen Bedeutungen. So ist die Mütterlichkeit Maria Theresias sowohl eine Verbindung zur traditionellen Rolle der Königin als Mutter des Thronerben als auch eine Kodierung legitimer weiblicher Machtausübung. Zugleich repräsentiert sie die dynastische Kontinuität, die für den Herrschaftsanspruch des neuen Hauses Habsburg-Lothringen erforderlich erschien.

Anne-Sophie Banakas

Anmerkungen

[1] SCHULTE, Regina, Der Körper der Königin – konzeptionelle Annäherungen, in: Der Körper der Königin. Geschlecht und Herrschaft in der höfischen Welt, hg. von Regina Schulte-Pernille ARENFELDT, Martin KOHLRAUSCH, Xenia von TIPPELSKIRCH, (Frankfurt am Main-New York 2002), 20.

[2] Maria Theresia wurde im Jahre 1741 als König von Ungarn gekrönt. Deswegen benutze ich das Wort „Herrscher“.

[3] BANAKAS, Anne-Sophie, Les portraits de Marie-Thérèse. Echange et pouvoir entre la souveraine et les élites politiques de la Monarchie (ungedr. Dissertation, Université Paris I-Sorbonne 2015). BANAKAS, Anne-Sophie, Die zwei Körper der Herrscherin: der politische und der natürliche Körper in den Porträts von Maria Theresia (1740-1780), in Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, 126 Band, Böhlau Verlag Wien Köln Weimar 2018.

[4] Státní zámek Valtice; wohl Anton Glunck nach Entwurf von Franz Anton Palko, um 1766/68, 455 x 263 cm; vgl. BARTA, Familienporträts 158–160; Elisabeth SCHMUTTERMEIER, Franz Anton Palko – Zwei Repräsentationsbilder der Habsburger. Alte und moderne Kunst 176 (1981) 2–6; Lubomír SLAVÍČEK, Franz Anton Palko nebo Anton Glunck? K autorství skupinových portrétů císařovny Marie Terezie a císaře Josefa II. z letního refektáře premonstrátského kláštera v Louce u Znojma. Bulletin Moravské Galerie v Brně 50 (1994) 32–41.

[5] Zwei kleine Gemälde der Witwenzeit sollen erwähnt werden: Maria Theresia als Witwe mit ihrer erwachsenen Kindern (Marie Christine, Albert von Sachsen-Teschen, Maximilian, Marianne, Elisabeth, Joseph), Tempera von Heinrich Friedrich Füger, 1776, Burghauptmannstadt Österreich und Maria Theresia und ihre Kinder in Laxenburg, unbekannter Künstler, 18. Jahrhundert. Vgl. Walter KOSCHATZKY, Maria Theresia und ihre Zeit. Zur Wiederkehr des 200. Todestages Wien 1980, 28, Abb.6.

[6] Verschiedene Aspekte der Mutterschaft sollten klar unterschieden werden: Es gibt erstens die biologische Mutterschaft, die zur Fortsetzung der Dynastie essentiell ist, zweitens die mütterliche Fürsorglichkeit, die auch eine weibliche Tugend sein sollte, und drittens die Mutterschaft als Form von Autorität über die Kinder. Die Mütterlichkeit ist ein wichtiges Objekt politischer Inszenierung. Vgl. hierzu Barbara STOLLBERG-RILINGER, Maria Theresia. Die Kaiserin in ihrer Zeit. Eine Biographie, (München 2017), Kapitel VI. „Körperpolitik“, 247-317, insbesondere „Geburten“, 291-317 und Elisabeth BADINTER, Le pouvoir au feminin. Marie-Thérėse d`Autriche 1717-1780. L`impératrice-reine (Paris 2016).

[7] BARTA, Ilsebill, Familienporträts der Habsburger. Dynastische Repräsentation im Zeitalter der Aufklärung (Sammlungsband. Eine Publikationsreihe der Museen des Mobiliendepots 11, Wien–Köln–Weimar 2001), 91–98, insbesondere 94 und 98.

[8] Gruppenbildnis von Maria Theresia und Franz Stephan mit neun Kindern, 1752, 204 x 189 cm, BARTA, Ilsebill, 91–98; vgl. Anne-Sophie BANAKAS, Gruppenbildnis der kaiserlichen Familie mit neun Kindern, 1752, in: Martin van Meytens der Jüngere, hg. von Agnes HUSSLEIN-ARCO–Georg LECHNER (Wien 2014) 60–63.

[9] Solche Darstellungen finden sich im Historischen Museum der Stadt Prag [Muzeum hlavního města Prahy, Inv.-Nr. 29.503; Werkstatt von Johann Karl Auerbach, um 1745, 231 x 150 cm; ebd., Inv.-Nr. 29.515; unbekannter Künstler, um 1745, 205 x 120 cm], im Benediktinerkloster Břevnov [Johann Gottfried Auerbach, 1743; vgl. Beda Franz MENZEL, Ein Blick in die barocke Welt der Äbte Othmar Zinke und Benno Löbl. Břevnov-Braunau 1700–1751. Stifter-Jahrbuch 8 (1964) 87–124, hier 105; Milada VILÍMKOVÁ–Pavel PREISS, Ve znamení břevna a růží. Historický, kulturní a umělecký odkaz benediktinského opatství v Břevnově (Praha 1989) 260, 307], im Stift Seitenstetten [Martin Johann Schmidt, um 1745, 239 x 157 cm; vgl. Rupert FEUCHTMÜLLER, Der Kremser Schmidt 1718–1801 (Innsbruck–Wien 1989) 28, 239, 358 Nr. 8.] und im Wien Museum [Wien Museum, Inv.-Nr. 49.808; Martin van Meytens, 1744, 216 x 163 cm; vgl. Michaela LINDINGER, Martin van Meytens, Maria Theresia mit Joseph II. als Kind, 1744, in: 100 x Wien. Highlights aus dem Wien Museum Karlsplatz, hg. von Wolfgang KOS (Wien 2007) 86–87].

[10] http://www.deutschestextarchiv.de/book/show/scheyb_theresiade01_1746.

[11] Franz Christoph von SCHEYB, Theresiade. Ein Ehren-Gedicht (2 Bde., Wien 1746), Erstes Buch, V. 477, 481–488: “Beglücktes Oesterreich! […] Ist deines Vaters Todt an deiner Trauer Schuld? / Sieh! dorten weiset sich des Himmels Gnad und Huld! / Er nahm das Haupt zwar hin; doch bleibest du beschützet; / Weil auf desselben Thron jetzt eine Mutter sitzet. / Die Kronen stehn ihr so, wie vor dem Vater, an, / Daß fast so vieler Zier kein Haupt sich rühmen kann. / Sie wacht, regiert und kriegt; sie siegt, und gibt dir Erben; / Sag! konntest du zuvor so grosses Glück erwerben?“

[12] Ebd., Zweytes Buch, V. 144, 146–148.

[13] Joseph von SONNENFELS, Rede auf Marien Theresien. In einer feyerlichen Versammlung der deutschen Gesellschaft gelesen: den 13. May 1762, in: DERS., Gesammelte Schriften, 8 (Wien 1786) 1–64, hier 58f.; vgl. Wolfram MAUSER, Maria Theresia. Mütterlichkeit: Mythos und politisches Mandat (Hofmannsthal, Sonnenfels, Wurz), in: Mutter und Mütterlichkeit. Wandel und Wirksamkeit einer Phantasie in der deutschen Literatur. Festschrift für Verena EHRICH-HAEFELI, hg. von Irmgard ROEBLING–Wolfram MAUSER (Würzburg 1996) 77–97, hier 85–88; TELESKO, Maria Theresia (wie Anm. 5) 114f.; Karl VOCELKA, Österreichische Geschichte 1699–1815: Glanz und Untergang der höfischen Welt. Repräsentation, Reform und Reaktion im habsburgischen Vielvölkerstaat (Österreichische Geschichte 7, Wien 2001) 30f.

[14] Ebd, SONNENFELS, Rede auf Marien Theresien 64.

[15] SCHMALE, Wolfgang, Geschichte der Männlichkeit in Europa (1450-2000), Böhlau Verlag, Wien, Köln, Weimar, 2003. Wolfgang Schmale stellt hierzu fest: „Gerade in der Figur der Amazone oder Heldin konnte die Gleichwertigkeit der Geschlechter gut dargestellt werden“, 135, „Die „starke Frau“ wurde nicht nur zum Leitbild des Adels, sondern auch des Bürgertums“, 136.

[16] LAUZIERES-THEMINES, Alexandre Amedee, Oraison funebre de Tres haute tres puissante et tres excellente princesse Marie-Therese archiduchesse d`Autriche, imperatrice douairiere, reine de Hongrie et de Boheme etc. gehalten am 30. Mai 1781 in der Kirche zu Paris, (Paris 1781). Die Gazette de France von 1781, S. 204, S. 8 und S. 11 „O wahrhaft starke Frau“ („O Femme vraiment forte!“), in: Claude MICHAUD, „Laudatio et carmen post mortem. Nachrufe auf Maria Theresia in Frankreich und Belgien, in: Österreich in Europa der Aufklärung, (Wien 1985 Band 2), 673-700, 676.

[17] PUGET DE SAINT PIERRE, M, Eloge de Tres Haute, Tres-Puissante, et Tres-Excellente Princesse, Marie-Therese-Walpurge-Amelie-Christine d`Autriche, Imperatrice, Reine de Hongrie et de Boheme, Vienne, Paris 1782, S. 12 in: Claude Michaud, 676.

[18] HERTEL, Sandra, Der weibliche Körper als Quelle. Überlegungen zu einer höfischen Körpergeschichte zur Zeit Maria Theresias, in: Thomas WALLNIG, Elisabeth LOBENWEIN, Franz-Stefan SEITSCHEK , Maria Theresia? Neue Perspektiven der Forschung, (Bochum 2017), 35-50, 42. Sandra Hertel schreibt: „Die „femme forte“ war dem männlichen Helden sehr ähnlich, sie war tugendhaft, stark und wehrhaft“, 42.

Von |2019-01-23T14:10:41+00:0015. November 2018|ForschungsErgebnisse|0 Kommentare

Anne-Sophie Banakas studierte in Paris an der Sorbonne Geschichte und promovierte im Rahmen einer Cotutelle de these an der Sorbonne und der Ruprecht-Karls-Universität von Heidelberg mit einer Dissertation über die Darstellung der Herrscherin Maria Theresia. Seit Juli 2017 ist sie Mitarbeiterin bei einem Editionsprojekt der französischen Privatkorrespondenz des Salzburger Fürsterzbischofs Hieronymus Franz de Paula Josef Graf Colloredo von Waldsee und Mels an der Universität Salzburg.

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