Reden und Schweigen – Deutsche Frauenbewegungen und Homosexualität um 1900

Suffrage Alliance Congress, London 1909, In der hinteren Reihe Käthe Schirmacher und Klara Schleker (3. und 2. Person von rechts). (Wikimedia Commons) Die Sexualwissenschaft erfand in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der ‚weiblichen Homosexuellen‘ eine sexualpathologische Kategorie, die 1909 auch in das deutsche Strafrecht eingeführt zu werden drohte. Welche Reaktionen rief diese Entwicklung in einem homosozialen Feld wie der deutschen Frauenbewegung hervor?

Von |2018-05-24T12:26:17+00:0015. April 2016|ForschungsErgebnisse|0 Kommentare

(Fast) zehn Jahre Salon 21. Redakteurin Li Gerhalter im Interview

Ausschnitt aus dem Dashboard des Salon 21 Im Herbst 2006 wurde der Weblog Salon 21 als Vernetzungs- und Informationsportal innerhalb der Frauen- und Geschlechtergeschichte eingerichtet. Zum (fast) zehnjährigen Jubiläum erzählt Redakteurin Li Gerhalter im Interview über die Gründungsidee, inhaltliche Entwicklungen und – was fernetzt als „Blog-Neuling“ besonders interessiert hat – ihre Arbeit hinter den Kulissen.

Von |2018-05-24T12:26:17+00:001. April 2016|ForschungsAlltag|1 Kommentar

Taten statt Worte. Eine Filmkritik

Filmplakat „Suffragette“, [R: Sarah Gavron] Am 4. Februar 2016 startete „Suffragette“ auch in den österreichischen Kinos. Der Film wurde in feministischen Publikationsplattformen offline wie online ausführlich besprochen: Die Reaktionen reichten von enthusiastischen Rezensionen über kritische Einwürfe bis hin zu enttäuschten Abrechnungen.

Von |2018-05-24T12:26:17+00:0015. März 2016|Gesellschaft&Geschichte|0 Kommentare

Am 8. März ist Frauen*kampftag!

Ausschnitt aus einem Plakat für den Frauentag 1914 (Bild: Karl Maria Stadler/Wikimedia Commons) 1910 war auf der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz nach Vorbild nordamerikanischer Frauendemonstrationen für das Stimmrecht und nach Vorschlag von Clara Zetkin und Käte Duncker ein Frauentag beschlossen worden. Erstmals durchgeführt wurde dieser in mehreren europäischen Staaten am 19. März 1911 – darunter auch in Österreich-Ungarn. Wir haben einige Veranstaltungstipps für Wiener*innen gesammelt.

Von |2018-05-24T12:26:17+00:001. März 2016|Veranstaltungen|1 Kommentar

„Weibliche“ und „männliche“ Überlebensweisen im Konzentrationslager? Das Beispiel Hannover-Limmer

Gefangene aus dem KZ Limmer wenige Tage nach der Befreiung vor ihrer Baracke. CEGESOMA, Sign. CEGES CA NEG 224 (Foto: Raphaël Algoet) Liebevoller Trost in „Lagerfamilien“ einerseits, „Einzelkämpfer“ und „Kameradschaft“ andererseits – Vorstellungen über geschlechtsspezifische Weisen des Überlebens finden sich in vielen Erinnerungsberichten ehemaliger Gefangener nationalsozialistischer Konzentrationslager. Die präsentierten geschlechtlichen Identitäten können dabei helfen, angesichts des traumatischen Erlebens ein kohärentes Selbstgefühl zu bewahren.

Von |2018-05-24T12:26:30+00:0015. Februar 2016|ForschungsErgebnisse|0 Kommentare

Zwischen Verstand und Gefühl

Gemälde „Clarissa“ von Francis Hayman aus dem Jahr 1753. Wikipedia, „Robert Lovelace Preparing to Abduct Clarissa Harlowe“, Shakko Welche Entwürfe von Weiblichkeit liefern fiktionale und nichtfiktionale Texte im 18. und 19. Jahrhundert? Ist der Konflikt zwischen Verstand und Gefühl ein weibliches Dilemma? Um dieser Frage nachzugehen, lohnt sich ein Blick auf den Begriff des Geschlechtscharakters über das 18. Jahrhundert hinaus.

Von |2018-05-24T12:26:30+00:001. Februar 2016|ForschungsErgebnisse|0 Kommentare

Fu Hao und Fu Jing, zwei Kriegerinnen in der chinesischen Bronzezeit

Foto: Elke Papelitzky „Soll der König der Fu Hao befehlen, ihre Streitkräfte mit denen des Markgrafen Gao im Kampf gegen die Yifang zusammenschließen?“ (Chou 1970, 369). Diese und andere Inschriften zu einer Kriegerin und Gemahlin eines Königs mit dem Namen Fu Hao finden sich auf zahlreichen Orakelknochen aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. in China, der späten Phase der sogenannten Shang-Zeit.

Von |2018-05-24T12:26:30+00:0015. Januar 2016|ForschungsErgebnisse|0 Kommentare

Kollektive oder individuelle Rechte? Menschenrechte und Überbevölkerung

Cover einer Broschüre aus dem Jahr 1954, hg. vom Hugh Moore Fund Menschenrechte wurden nicht immer als individuelle Rechte verstanden – das zeigen vor allem Diskussionen zu globalen Bevölkerungspolitiken in den 1960er und 1970er Jahren. Ein Beitrag zur Historiographie der Menschenrechte und ihrer geschlechtsspezifischen Implikationen.[1]

Von |2018-05-24T12:26:30+00:001. Januar 2016|ForschungsErgebnisse|0 Kommentare

Das Haus in der Vorgartenstraße 203

Foto: Veronika Helfert Ilona Duczynska Polanyi (1897–1978) – Widerstandskämpferin, Revolutionärin und Historikerin – ist im historischen Gedächtnis Wiens kaum präsent. Am 20. August 2015 wurde schließlich eine Ehrentafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus mit der Nummer 203 in der Vorgartenstraße im 20. Wiener Gemeindebezirk angebracht. Allerdings: Auf dieser droht sie hinter ihrem Ehemann Karl Polanyi zu verschwinden.

Von |2018-05-24T12:26:30+00:0015. Dezember 2015|Gesellschaft&Geschichte|2 Kommentare

Rezension „Geschlecht in der Geschichte. Integriert oder separiert? Gender als historische Forschungskategorie“

Der Sammelband „Geschlecht in der Geschichte“ stellt die Frage, wo Geschlecht in der Geschichte zu verorten ist. Kann Geschlecht als Forschungskategorie nur mit anderen Kategorien gemeinsam verhandelt werden oder soll diese Kategorie für sich stehen?

Von |2018-05-24T12:26:30+00:001. Dezember 2015|BuchBesprechung|0 Kommentare