Bosch, Marjolein
ERC Starting Grant für das Forschungsprojekt COPE
Zum Projekt
In ihrem ERC Starting Grant “COPE: The role of climate change on past human living conditions: Resource acquisition strategies and landscape use in eastern Central Europe from the Gravettian Golden Age to the Last Glacial Maximum” untersucht Marjolein D. Bosch die Herausforderungen, denen Jäger- und Sammlergruppen in der Eiszeit gegenüberstanden und wie sie mit extremen Klimaveränderungen umgingen.
Der Beginn des kältesten Abschnitts der letzten Eiszeit vor etwa 30.000 bis 25.000 Jahren war von extremen Klimaschwankungen geprägt. Dies löste eine massive Umsiedlung sowohl von Menschen- als auch von Tiergemeinschaften an Orte mit günstigerem Klima aus. Einige Jäger*innen- und Sammler*innengruppen blieben jedoch zurück und passten ihr Verhalten an die harten Lebensbedingungen an. Das Team von Marjolein Bosch wird untersuchen, wie die verbliebenen Menschen die lokalen Lebensräume nutzten. Besonderes Augenmerk wird dabei auf verderbliche Ressourcen gelegt. Als Freilandlabor dient der Fundstellenkomplex Grub-Kranawetberg (Österreich) und seine außergewöhnlich gut erhaltenen organischen Überreste.
COPE wird mit seinem landschaftsarchäologischer Ansatz einen neuen konzeptionellen Rahmen für die Analyse der Lebensweise der Menschen und ihrer Nutzung der sie umgebenden Landschaft in der fernen Vergangenheit schaffen. Dieser Ansatz kann auch auch auf andere Fundstellen angewandt werden kann, an denen keine organischen Überreste erhalten sind. Auf diesem Wege wird das Projekt unser Verständnis der Resilienz der Menschen in der Vergangenheit verändern.