Markus Aspelmeyer erhält den FWF-Wittgenstein-Preis 2026
Der Quantenphysiker erhält den größten österreichischen Wissenschaftspreis für seine Forschung
Die Universität Wien ist ein international anerkanntes Zentrum der Quantenwissenschaft. Im Jahr 2022 wurde Anton Zeilinger für seine Quantenforschung der Nobelpreis für Physik verliehen. In 18 hochmodernen Laboren der Forschungsgruppe Quantum Optics, Quantum Nanophysics and Quantum Information gehen Wissenschafter*innen fundamentalen Quantenphänomenen auf den Grund und entwickeln neue Technologien, die zur zweiten Quantenrevolution beitragen.
Markus Aspelmeyer ist Österreichs Preisträger des FWF-Wittgenstein-Preises 2026, auch "Austro-Nobelpreis" genannt, für seine bahnbrechenden Experimente zur Erforschung der Quantennatur der Schwerkraft. Er ist Professor für Physik an der Universität Wien und Direktor des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation Wien der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Mit seinen Experimenten hofft Markus Aspelmeyer, eines der größten ungelösten Probleme der Physik zu lösen: Ist die Schwerkraft quantenmechanischer Natur? Seine Forschung könnte den Weg zu einem völlig neuen Verständnis der Naturgesetze ebnen.
Die Quantenforschung ist einer der sechs strategischen Schwerpunkte der Universität Wien. Das Spektrum reicht von den Grundlagen der Quantenphysik bis hin zu Anwendungen, z.B. in den Bereichen Quanteninformation, Quantenkryptographie und Quantensensorik. Besonders prägend ist der enge Austausch zwischen Theorie und Experiment, der immer wieder zu neuen Erkenntnissen führt – etwa zur Schnittstelle zwischen Quantenphysik und Gravitation.
Der Nobelpreis 2022 für Physik wurde an Anton Zeilinger für seine bahnbrechenden Arbeiten verliehen. Mit Experimenten zur Quantenverschränkung, die weltweit für Aufsehen sorgten, verschob er die Grenzen des physikalisch Denkbaren. Anton Zeilinger hatte 1971 an der Universität Wien promoviert. Ab 1999 war er als Universitätsprofessor an der Universität Wien tätig. Mehr erfahren über Anton Zeilinger im Wissenschaftsmagazin Rudolphina.
Quantenphysik spielt aber nicht nur innerhalb der Physik eine zentrale Rolle, sondern beeinflusst zahlreiche weitere Forschungsbereiche an der Universität Wien. Sie ist eng verknüpft mit der Teilchen-, Atom- und Kernphysik, der Festkörper- und Materialphysik sowie mit der Quantenfeldtheorie und Quantengravitation. Darüber hinaus liefert sie entscheidende Impulse für die Quantenchemie, die Mathematik und die Lebenswissenschaften, insbesondere in der Molekularbiologie. Die Methoden der Quantenforschung eröffnen neue Perspektiven in interdisziplinären Projekten und tragen dazu bei, grundlegende Fragen über die Natur der Realität zu beantworten.
Mit starken internationalen Kooperationen, Exzellenzclustern und einer intensiven Nachwuchsförderung leistet die Universität Wien einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Quantenwissenschaft und deren technologischen Anwendungen.
Der Quantenphysiker erhält den größten österreichischen Wissenschaftspreis für seine Forschung
Physiker*innen der Universität Wien entdecken Magnonen mit hundertfach längerer Lebensdauer
Quantenforschung sichtbar machen mit Quantenschulwoche, Aktionstag "Quantastisch!" und "Willkommen Quantenwelt"-Event im Wiener Rathaus
Sie ist die erfolgreichste Theorie der Gegenwart: Quantenforschung ist überall. Anlässlich des hundertjährigen Bestehens dieser Disziplin blickt Rudolphina zurück, wie Forscher*innen der Uni Wien die Quantenforschung prägten – und weiterhin prägen.
Mit seinen Experimenten stellt Markus Aspelmeyer die Gravitation auf den Prüfstand der Quantenphysik – und betritt damit das Grenzgebiet zweier bisher unvereinbarer Weltbilder. Sein Ansatz könnte die Tür zu einem völlig neuen Verständnis der Naturgesetze öffnen.
Rund 1000 Gäste aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kamen im Wiener Rathaus zusammen, um hundert Jahre Quantenmechanik und Österreichs Rolle als internationaler Quanten-Hub zu würdigen. Die Kabarettisten Stermann & Grissemann brachten Quantenphysik auf originelle Weise auf die Bühne, danach begeisterten junge Forscher*innen das Publikum mit einem “Quanten Science-Slam”.
Faszinierende Experimente, verblüffende Phänomene und Dinge, die fast wie Zauberei klingen: Rund 1.000 Kinder und Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren erlebten im Rahmen von „Quantastisch – Was geht in der Quantenwelt?“ hautnah, wie faszinierend Quantenphysik ist und wie maßgeblich sie Technologien und Alltagsleben der Zukunft prägen könnte.
Am 2. und 3. Oktober 2025 versammelten sich bei den Vienna Quantum Tech Days im Wiener Rathaus rund 150 Expert*innen aus Forschung, Industrie, Start-ups, Politik, Förderstellen und Investment. Bei der Veranstaltung wurden aktuelle Entwicklungen diskutiert, neue Kontakte geknüpft und Ideen entwickelt, wie Forschungsergebnisse noch schneller in marktreife Technologien und gesellschaftlichen Nutzen überführt werden können.