Ältere deutsche Sprache und Literatur

Abgedeckt wird nahezu der gesamten Bereich der deutschen Literatur und Sprache des Mittelalters. Schwerpunkte sind u.a.: mittelalterliche Erzähldichtung, Antikenrezeption im Mittelalter, Heldensage, vergleichende Motivforschung, Rezeptionsforschung, Sprachwissenschaft.

Aktuelles

Trügerische »ringe«

Der Arbeitskreis Wiener Altgermanistik lädt zu folgendem Vortrag ein:

Dr. Judith Klinger (Universität Potsdam):
Trügerische ringe: Unsichtbarkeit, Körper- und Raumgrenzen im Ortnit

Donnerstag, 10. Jänner 2018, 19 Uhr c. t.
Seminarraum 1, Hauptgebäude, Stiege 9, Tiefparterre

Besetzung Tenure Track-Professur für „Ältere deutsche Literatur“

Vorträge und Probelehrveranstaltungen im Rahmen der Besetzung der Tenure Track-Professur für „Ältere deutsche Literatur“

Ort: Senatssaal der Universität Wien (Hauptgebäude Universitätsring 1, Stiege 2, 1. Obergeschoss)

Dienstag, 27. November 2018

08:30 Uhr Dr. Julia ZIMMERMANN
Erzählen von der Ferne – Erzählen von der Vergangenheit. Wissensverteilung im ‚Nibelungenlied‘
09:30 Uhr Lehrprobe

11:00 Uhr c.t. Dr. Christian SCHNEIDER
Prototypisches Erzählen: Frames, Scripts und partikulare Strukturen in der frühen mittelhochdeutschen Epik
12:00 Uhr c.t. Lehrprobe

15:00 Uhr s.t. Dr. Coralie RIPPL
Zeitexperimente mit Elternvorgeschichten. Beobachtungen zum höfischen und bibelepischen Erzählen
16:00 Uhr s.t. Lehrprobe

Mittwoch, 28. November 2018

08:30 Uhr Dr. Astrid LEMBKE
Helfen und herrschen. Humanitäre militärische Interventionen im ‚Herzog Ernst‘ und im ‚Reinfried von Braunschweig‘
09:30 Uhr Lehrprobe

11:00 Uhr c.t. Dr. Rabea KOHNEN
Eva unser muter – Lutwins ›Eva und Adam‹ als narrative Theologie.
12:00 Uhr c.t. Lehrprobe

15:00 Uhr s.t. Dr. Maximilian BENZ
Das decorum im Minnesang. Zu Voraussetzungen, Bedingungen und Wirkungsabsichten einer höfischen Kunst
16:00 Uhr s.t. Lehrprobe

Professuren

  • Matthias Meyer
    Univ.-Prof. für Ältere deutsche
    Sprache und Literatur
    Institutsvorstand
  • Stephan Müller
    Univ.-Prof. für Ältere deutsche
    Sprache und Literatur

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

Lehrbeauftragte

Studentische Mitarbeiter*innen

Portrait

Zentrale Aktivitäten sind:

Forschung

  • Die kritische Auseinandersetzung mit der deutschsprachigen Literatur des Mittelalters, von der althochdeutschen Zeit bis zu Humanismus und Reformation.
  • Die Erforschung der deutschen Sprache und Dialekte des Mittelalters, von den Anfängen bis in die frühe Neuzeit.
  • Die wissenschaftliche Edition literarischer Texte des Mittelalters.
  • Die Erforschung der mittelalterlichen Literatur im Kontext von Philosophie, Geschichte und Theologie, die komparatistische Auseinandersetzung insbesondere mit den romanischen und altnordischen Literaturen.
  • Die Verortung der älteren Sprachstufen in ihrem historischen Kontext, der Vergleich mit verwandten Sprachen, die sozialgeschichtliche Bedeutung der Sprache und Literatur. Dabei werden alle Epochen abgedeckt, wobei ein besonderer Schwerpunkt im Frühmittelalter liegt.
  • Das Aufzeigen der Aktualität moderner Theorien (Dekonstruktion, Gender- und Queer-Studies) für die Lektüre mittelalterlicher Literatur.

Lehre

  • Die Verbindung von Sprach- und Literaturwissenschaft als zentrale Stärke des Fachs. Es geht uns um die Vermittlung der mittelalterlichen Sprach-, Literatur- und Kulturlandschaft in ihrer ganzen Breite.
  • Erlernen und Verstehen der älteren Sprachstufen des Deutschen, vom Althochdeutschen bis zum Frühneuhochdeutschen. Aktive Auseinandersetzung mit den kommunikativen Gegebenheiten (höfische Gesellschaft, Medialität und Performanz).
  • Die kritische Auseinandersetzung mit allen Texten des deutschsprachigen Mittelalters, unter besonderer Berücksichtigung der Literaturen aus dem Gebiet des heutigen Österreich.
  • Die Vermittlung und Diskussion von Kontinuität und Brüchen zwischen Mittelalter und Gegenwart.
  • Das Aufzeigen sprachgeschichtlicher Entwicklungslinien, vom Germanischen bis zur deutschen Sprache und ihren Dialekten der Gegenwart.

Projekte