Aktuelles

Tage der Literaturdidaktik 2018: „Literarisches Lernen im Kontext Sprachlicher Bildung“

Wie kann Literatur zur Förderung und Entwicklung von kritischer Sprachaufmerksamkeit eingesetzt werden? Wie können Ziele und Methoden der Sprachförderung in die Arbeit mit Literatur integriert werden? Welche Möglichkeiten bietet gerade Literatur zur Auseinandersetzung mit individueller und gesellschaftlicher Mehrsprachigkeit? Wie kann der komplexe Zusammenhang zwischen Sprache und Macht in der Gestaltung literarischen Lernens berücksichtigt werden?

Die diesjährigen Tage der Literaturdidaktik widmen sich diesen Fragestellungen mit Blick auf sprachliche Bildung durch literarisches Lernen im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit. Sie bieten einen Einblick in die Bedeutung des literarischen Lernens in sprachlich und kulturell vielfältigen Lernräumen, zeigen mögliche methodisch-didaktische Wege auf und thematisieren Fragen der Literaturauswahl.

Die Veranstaltung ist öffentlich und wendet sich insbesondere an alle Lehrer*innen und in der Lehrer*innenbildung Tätige sowie an alle Literaturdidaktiker*innen, Literaturwissenschaftler*innen und Literaturinteressierte.

Nähere Informationen finden Sie im detaillierten Programm.

Konzeption und Organisation: Hannes Schweiger in Zusammenarbeit mit Dagmar Gilly (BIMM und Pädagogische Hochschule Steiermark) und Sandra Reitbrecht (DiZeTik an der Pädagogischen Hochschule Wien)

Rückfragen bitte an: hannes.schweiger@univie.ac.at

Anmeldung bis 16. Oktober 2018.

 

Gastvortrag

Gastvortrag:

Prof. Dr. Hiram Maxim (Emory University, Atlanta, Georgia, USA)

Inhaltsorientierter Fremdsprachenunterricht durch Genre

Montag, 26. November 2018
13:15 – 14:45 Uhr
Seminarraum 1 (Tiefparterre Hauptgebäude), Stiege 9, Hof 3
Universitätsring 1, 1010 Wien
Abstract: Abstract Gastvortrag Maxim

Für Anmeldungen kontaktieren Sie bitte:

Mag. Matthias Prikoszovits (matthias.prikoszovits@univie.ac.at)

Workshop Sprache // Argumentation // Politik

Am 18.10.2018 findet im Fachbereich Sprachwissenschaft der Workshop „Sprache // Argumentation // Politik“ für Prae- und Postdocs statt. Wenn Sie mitdiskutieren möchten, melden Sie sich bitte per E-Mail bis zum 17.10. bei Juliane Schröter. Das Programm des Workshops findet sich hier:

Zeit: Donnerstag, 18.10.2018
Ort: Raum ZG1O2.52 (Stiege 9, 2. Zwischengeschoss) im Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien

Organisation: Martin Reisigl, Juliane Schröter

Programm

9:00-9:45
Wenn gelebte Diskurse auf ein Ideal treffen: Deliberation im Kontext der sozialen Exklusion von Roma in der Tschechischen Republik
Jenny Ulrich

9:45-10:30
„Wir schaffen das“ vs. „Wir sind geschafft“ – Diskurslinguistische Überlegungen und Analysebeispiele zur kollektiven Identitätsarbeit im Rahmen der Flüchtlingsthematik
Anne Diehr

Kaffeepause

10:45-11:30
Wie viel Argumentationsforschung – wie viel Gesprächsforschung? Grundsätzliche Fragestellungen zu den Analysemöglichkeiten einer politischen Diskussionssendung im Schweizer Fernsehen
Luzia Sauer

11:30-12:15
Multimodale Argumentation in einer Klimaschutzinitiative des Österreichischen Rundfunks
Andrea Sedlaczek
Mittagspause

13:30-14:15
Politisches Argumentieren in Deutschschweizer Tageszeitungen.
Methodische Überlegungen und Herausforderungen
Alexandra Hauenstein

14:15-15:00
Sprachgebrauchsgeschichte der ,neuen Rechten‘? Erste Überlegungen zu einem möglichen Dissertationsprojekt
Sebastian Thome

15:05-15:50
Interaktionsorientierte Nachrichtenformate und nachrichtenbezogene Anschlusskommunikation: Zwischenstand einer explorativen Studie zu öffentlich-rechtlichen Medien auf Facebook
Daniel Pfurtscheller

 

Workshop-Programm als PDF

Ringvorlesung: „Mehrsprachigkeit. Chancen und Herausforderungen für Schule und Gesellschaft“

An der Technischen Universität Dresden, der Universität Wien und der Bergischen Universität Wuppertal wird im Wintersemester 2018/2019 eine in Kooperation mit dem Zentrum für Integrationsstudien an der TU Dresden organisierte Ringvorlesung zum Thema „Mehrsprachigkeit. Chancen und Herausforderungen für Schule und Gesellschaft“ durchgeführt. Das Besondere an dieser Vorlesung: Sie findet zeitgleich an allen drei beteiligten Universitäten statt. Alle Interessierten können die Vorlesung online mitverfolgen und mitdiskutieren. Nähere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Michael Dobstadt, Sara Hägi-Mead, Beatrice Müller, Hannes Schweiger

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: hannes.schweiger@univie.ac.at

Programm: [Download Plakat]

10. Oktober: Ulrike Jessner-Schmid (Universität Innsbruck): Dynamik und Komplexität in der Mehrsprachigkeitsforschung (Vorlesung an der TU Dresden)

17. Oktober: Mi-Cha Flubacher (Universität Wien): Mehrsprachigkeit und das neoliberale Sprachenregime (Vorlesung an der Universität Wien)

24. Oktober: Achim Pohlmann (SprInt Wuppertal): Praxisbeispiel Sprach- und Integrationsmittlung. Mehrsprachigkeit als Chance für Integrationsprozess und Arbeitsmarktintegration (Vorlesung an der Universität Wuppertal)

7. November: Aslı Can Ayten (Westfälische Universität Münster): Über das, was Schüler*innen wollen… – In vielen Sprachen lernen?! (Vorlesung an der Universität Wuppertal)

14. November: Jörg Roche (LMU München): Über Mythen und Mehrwerte von Sprachenerwerb und Mehrsprachigkeit (Vorlesung an der TU Dresden)

28. November: Eva Vetter (Universität Wien): Mehr als sprachsensibel: mehrsprachigkeitsorientierte und sprachensensible Ansätze für den Unterricht im Kontext von Mehrsprachigkeit (Vorlesung an der Universität Wien)

5. Dezember: Winfried Thielmann (TU Chemnitz): Wissenschaft – Wissenschaftssprache – wissenschaftliche Mehrsprachigkeit (Vorlesung an der TU Dresden)

12. Dezember: Stefan Freund, Leonie Janssen (Bergische Universität Wuppertal): Mutter Latein, ihre Töchter und alle anderen – Chancen und Perspektiven einer toten Sprache im mehrsprachigen Klassenzimmer (Vorlesung an der Universität Wuppertal)

9. Jänner: Jutta Ransmayr (Universität Wien): Innere Mehrsprachigkeit, Sprachbewusstsein und sprachliche Identität (Vorlesung an der Universität Wien)

16. Jänner: Heike Roll, Erkan Gürsoy (Universität Duisburg-Essen): Herkunftssprachenunterricht auf dem Prüfstand – Wege zu einer koordinierten Gesamtsprachenbildung (Vorlesung an der Universität Wuppertal)

23. Jänner: Sandra Vlasta (Universität Mainz): Mehrsprachigkeit (in) der Literatur:Literarische Mehrsprachigkeit als Chance und Herausforderung (Vorlesung an der TU Dresden)

30. Jänner: Camilla Badstübner-Kizik (Adam-Mickiewicz-Universität Poznan): Linguistic Landscape – mehrsprachige didaktische Ressourcen vor Ort (Vorlesung an der Universität Wien)

 

Gastvortrag am 6. Dezember 2018

Gastvortrag:

Prof. Dr. Christian Efing (Bergische Universität Wuppertal)

Theoretische Grundlagen und empirische Zugänge zur berufsweltbezogenen DaF-Förderung“

Donnerstag, 6. Dezember 2018
15:00 – 16:30 Uhr
Hörsaal 2 (Tiefparterre Hauptgebäude), Stiege 5, Hof 3
Universitätsring 1, 1010 Wien
Abstract: Abstract Gastvortrag Efing

Für Anmeldungen kontaktieren Sie bitte:

Mag. Matthias Prikoszovits (matthias.prikoszovits@univie.ac.at)

»Time never dies.«: Filmische Achronien

Freitag, 19. Oktober 2018, 15-16:30h
Seminarraum 1, Hauptgebäude, Stiege 7, 1. ZG

Gastvortrag im Rahmen des Seminars Aktuelle literaturwissenschaftliche Dissertationsprojekte

Unter Achronien sind, ausgehend von Gérard Genettes Definition, Erzählungen zu verstehen, in denen eine chronologisch geordnete Gesamthandlung nicht mehr rekonstruierbar ist. Gleichzeitig ist das Phänomen allerdings erstaunlich wenig untersucht. Im Vortrag werden narrative Verfahren achronischen Erzählens typologisch systematisiert und an vier Filmbeispielen exemplarisch untersucht – BEFORE THE RAIN (MK/F/GB 1994), RECONSTRUCTION (DK 2003), MULHOLLAND DR. (USA/F 2001) und STAY (USA 2005).

Stefanie Kreuzer – Professorin für »Neuere Deutsche Literaturwissenschaft / Medienwissenschaft« an der Universität Kassel (seit 2017), zuvor an der Universität des Saarlandes (2017–2013). Habilitation 2012 an der Leibniz Universität Hannover (Traum und Erzählen in Literatur, Film und Kunst – Fink 2014). Promotion 2005 an der Goethe-Universität Frankfurt (Literarische Phantastik in der Postmoderne. Klaus Hoffers Methoden der Verwirrung – Winter 2007) | Persönliche Website

Sigrid Weigel: Schuld (Ver) Schreibungen

2. Wendelin Schmidt-Dengler Lecture

18. Oktober 2018, 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr)
WUK, Währinger Straße 59, 1090 Wien, Projektraum

Moderation: Roland Innerhofer

Der Vortrag erörtert Spuren der Schuld in der Nachfolge von Zweitem Weltkrieg und Shoah in Rücksicht auf deren Fortschreibungen im literarischen Gedächtnis und im Diskurs der nachfolgenden Generationen.

Sigrid Weigel, ehemalige Direktorin des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (Berlin); Publikationen zur deutschsprachigen Literatur und Kulturwissenschaft, zur Säkularisierung und Bildtheorie. Studien zu Konzepten des Erbes, der Überlieferung und des Gedächtnisses – etwa in der Nachgeschichte des Holocaust.

„Jenseits von Schuld und Sühne“: Zur Aktualität Jean Amérys

Ein Abend aus Anlass seines 40. Todestages
Mittwoch, 17.10.2018, 19h – Fachbereichsbibliothek Germanistik

Impulsvorträge + Podiumsgespräch:
Robert Menasse, Gerhard Scheit und Lukas Brandl

Moderation: Günther Stocker

Der österreichische Schriftsteller Jean Améry (1912-1978), einer der wichtigsten Intellektuellen „nach Auschwitz“, hat mit seinem essayistischen Werk Maßstäbe für die Reflexion des „Zivilisationsbruchs“ gesetzt und dabei persönliche Erfahrungen mit philosophischen Perspektiven verknüpft. 40 Jahre nach seinem Tod bleibt der Eindruck bestehen, dass der Exilierte, oft auf die Rolle des KZ-Überlebenden und Selbstmord-Autors reduzierte Philosoph, noch immer nicht in die österreichische Geistesgeschichte zurückgekehrt ist.

In seinen Aufsätzen beleuchtet Jean Améry die Bedürftigkeit des Menschen nach Heimat, die Definition von Identität in einer normativ agierenden Gesellschaft und die persönliche Wahrnehmungsverschiebung durch Gewalt und körperliches Leiden. Als schonungsloser Kritiker jeglicher theoretischen oder statistischen Abstraktion und radikaler Verteidiger der Würde des Einzelnen wie der Aufklärung ist sein politisches Denken aktueller denn je.

Anlässlich seines 40. Todestages am 17. Oktober 2018 spricht Günther Stocker vom Institut für Germanistik der Universität Wien mit dem Autor Robert Menasse und den beiden Literaturwissenschaftlern Gerhard Scheit und Lukas Brandl über die Aktualität von Jean Amérys Denken.

Veranstaltet vom Institut für Germanistik der Universität Wien in Kooperation mit dem Verein Neugermanistik, gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien

Gastvortrag am 22. Oktober 2018

Gastvortrag:

Prof. Dr. Wilhelm Grießhaber (Universität Münster)

„Lernersprachenanalyse mit der Profilanalyse

Montag, 22. Oktober 2018
11:30 – 13:00 Uhr
Hörsaal 32 (Hauptgebäude), 1. Stock, Stiege 9
Universitätsring 1, 1010 Wien
Abstract: Abstract Gastvortrag Grießhaber

Es ist keine Voranmeldung nötig.

Informationen bei Mag. Matthias Prikoszovits (matthias.prikoszovits@univie.ac.at)

Gastvortrag am 16. Oktober 2018

Gastvortrag:

Univ.-Prof. Dr. Heike Roll (Universität Duisburg-Essen)

„Sprachliche Bildung und ästhetisches kulturelles Lernen im Zusammenspiel von Schule, Hochschule und Museum

Dienstag, 16. Oktober 2018
11:30 – 13:00 Uhr
Hörsaal 32 (Hauptgebäude), 1. Stock, Stiege 9
Universitätsring 1, 1010 Wien
Abstract: Abstract Gastvortrag Roll

Es ist keine Voranmeldung nötig.

Informationen bei Mag. Matthias Prikoszovits (matthias.prikoszovits@univie.ac.at)