Die Nibelungen-Werkstatt : Synopse der vollständigen Handschriften

Die Nibelungen‐Werkstatt ist ein Konstrukt der germanistischen Forschung. Sie steht für eine Gruppe von Redaktoren und Schreibern, die ab etwa 1200 unterschiedliche Fassungen des ›Nibelungenlieds‹ und der ›Klage‹ ausarbeitete (vgl. Curschmann 1987, Sp. 933 und Bumke 1996, S. 590‐594). Auch an der Vorbereitung dieser Online‐Synopse war ein Kollektiv beteiligt, das – anknüpfend an die wegweisende Ausgabe von Michael S. Batts (1971) – ab 1990 diverse ›Nibelungenlied‹‐Redaktionen transkribierte. Hauptinitiator war dabei Hermann Reichert (Wien), der, unterstützt von seinen Studenten (u.a. Daniela Birk, Martina Hofmann, Brigitte Karner, Stefan Khollar, Claudia Latzelsberger, Valerie Madeja, Oskar Reichstein, Christian Wachter, Martina Zach), Abschriften der Handschriften A, B und C vorlegte und die Arbeiten von Peter Göhler (Berlin – Hs. n) und Roswitha Pritz (Wien – Hs. d) förderte. Dieses Textmaterial wurde durch Margarete Springeth (Salzburg – Hs. k) ergänzt und in das Werkstatt‐Projekt eingebracht. Erst die Kombination dieser Vorarbeiten mit meinen eigenen Transkriptionen (Hss. D, I, a, b und Fragmente) machte es möglich, eine Zusammenschau der relevanten Handschriften des ›Nibelungenlieds‹ zu realisieren. Das Textmaterial – zehn Codices und 23 Fragmente – steht hier überdies in separaten Abdrucken zur Verfügung.

Allen ›Werkstatt‐Mitarbeitern‹ gilt mein aufrichtiger Dank! Zu Dank verpflichtet bin ich zudem Klaus Klein (Marburg) für seine vielfältigen Anregungen und Hinweise.

Walter Kofler