Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

Forschungs- und Lehrgegenstand des Fachbereichs Deutsch als Fremd- und Zweitsprache ist die unterrichtliche und nicht-unterrichtliche Aneignung des Deutschen durch Personen mit anderen Erstsprachen im Kontext von Mehrsprachigkeit unter Berücksichtigung gesellschaftlicher, sprachlicher, institutioneller und politischer Rahmenbedingungen, sowohl inner- als auch außerhalb der amtlich deutschsprachigen Regionen. Im Detail geht es vor allem um die Bearbeitung eines breiten Spektrums von Aspekten der didaktisch-methodischen Gestaltung von verschiedenen Unterrichtskonzepten und der Professionalisierung von angehenden und praktizierenden Lehrkräften in der Schul- und Erwachsenenbildung, wobei im Zuge einer interdisziplinären Herangehensweise unterschiedliche theoretische Grundlagen herangezogen werden.

Deutschunterricht: Theorie & Praxis im Iran

Prof. Dr. Mohammadreza Dousti Zadeh (Universität Teheran, Fakultät für Fremdsprachen)

„Zur Theorie und Praxis des Deutschunterrichts an Sprachinstituten und Universitäten im Iran – Anmerkungen zu institutionellen Rahmenbedingungen des Deutschangebots“

Montag, 27. Mai 2019, 16:45 Uhr
Hörsaal 1 (Tiefparterre, Stiege 1 Hof 1) im Hauptgebäude der Universität Wien

Zum Abstract

Eine Voranmeldung ist nicht nötig, wir freuen uns auf Euer/ auf Ihr Kommen!
Organisation: Dr. Anke Sennema, Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

 

Gastvortrag am 26. Juni 2019

Gastvortrag:

Prof. Dr. Dr. hc. Konrad Ehlich (FU Berlin / LMU München)

„Ist wissenschaftliches Schreiben‘ eigentlich eine Frage des Stils?

Mittwoch, 26. Juni 2019
16:45 – 18:15 Uhr
Hörsaal 41 (Hauptgebäude), 1. Stock, Stiege 8
Universitätsring 1, 1010 Wien
Abstract: Abstract Vortrag Konrad Ehlich

Es ist keine Voranmeldung nötig.

Informationen bei Mag. Matthias Prikoszovits (matthias.prikoszovits@univie.ac.at)

Schreiben in Kontexten: Internationale Konferenz

Pädagogische Hochschule Wien, 2.-3. Mai 2019

Unter dem thematischen Rahmen Schreiben in Kontexten findet am 2. und 3. Mai 2019 an der Pädagogischen Hochschule Wien eine internationale Konferenz statt. Im Zentrum der Vorträge stehen die vielfältigen Kontexte, in denen Lernerinnen und Lerner sowie auch erfahrene Schreiberinnen und Schreiber in der Fremdsprache Deutsch in Schule und Hochschule, aber auch in beruflichen Domänen schreiben.

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie auf der Website der Konferenz.

„Deitsch, Dütsch, Deutsch, …“: Deutsch als Zweitsprache im Dialekt-Standard-Kontinuum/-Spektrum des Deutschen

 

Datum & Uhrzeit:

Fr. 10. Mai 2019, 13:30-17:15

Gemeinsames Abendessen um 19:00

Sa. 11. Mai 2019, 9:30-16:00

Ort:

1090, Universität Wien

Genauer Ort wird noch bekannt gegeben.

Anmeldefrist:

17. März 2019

Anmeldungen bitte unter nicole.irmler@univie.ac.at

 

Programm-DEUTSCH -ALS-ZWEITSPRACHE-IM-DIALEKT-STANDARD-KONTINUUM-SPEKTRUM-DES-DEUTSCHEN-1

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie zu der Tagung „Deitsch, Dütsch, Deutsch, … Deutsch als Zweitsprache im Dialekt-Standard-Kontinuum/-Spektrum des Deutschen“ einladen zu dürfen.

Diese Veranstaltung findet am 10. und 11. Mai 2019 an der Universität Wien statt. Der genaue Ort wird noch bekanntgegeben. Im Link finden Sie das Programm und weitere Details zur Veranstaltung.

Wir bitten Sie um Anmeldung bis 17. März 2019 bei Nicole Irmler unter nicole.irmler@univie.ac.at und freuen uns auf eine spannende Veranstaltung.

Mit herzlichen Grüßen,
İnci Dirim
Kevin Perner

Forum Deutschförderklassen

Zwischenbilanz zu den Deutschförderklassen und Deutschförderkursen

Zielgruppe: alle Lehrer*innen, Schulleiter*innen, Schüler*innen, Elternvertreter*innen, Wissenschaftler*innen sowie alle an Sprachförderung und sprachlicher Bildung in der Schule Interessierte

Ziel: Sammlung von Berichten und Einschätzungen aus der schulischen Praxis zu den Deutschförderklassen und -kursen vor dem Hintergrund von Erfahrungen anderer europäischen Ländern & Entwicklung von Perspektiven für die weitere fachliche Auseinandersetzung mit den Deutschförderklassen und mit Sprachförderung in der Schule im Allgemeinen

mehr Informationen: https://www.oedaf.at/site/home/aktuelles/article/607.html

Der Eintritt ist frei.
Wir bitten jedoch um Anmeldung unter veranstaltungen@oedaf.at an.

Nachfragen & weitere Informationen: beatrice.mueller@univie.ac.at & hannes.schweiger@univie.ac.at

Wir freuen uns auf Euer/Ihr Kommen!

Gastvortrag am 18. März 2019

Gastvortrag:

Prof. Dr. Anne Berkemeier (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

„Sprachvermittlung in sprachlich vielfältigen DaF-Gruppen

Montag, 18. März 2019
11:30 – 13:00 Uhr
Hörsaal 31 (Hauptgebäude), 1. Stock, Stiege 9
Universitätsring 1, 1010 Wien
Abstract: Abstract Gastvortrag Berkemeier

Es ist keine Voranmeldung nötig.

Informationen bei Mag. Matthias Prikoszovits (matthias.prikoszovits@univie.ac.at)

Gastvortrag von Camilla Badstübner-Kizik

im Rahmen der Ringvorlesung „Mehrsprachigkeit. Chancen und Herausforderungen für Schule und Gesellschaft

Mittwoch, 30. Jänner, 18.30 Uhr, Hörsaal 33 im Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1

Camilla Badstübner-Kizik (Adam-Mickiewicz-Universität Poznan): „Linguistic Landscape – mehrsprachige didaktische Ressourcen vor Ort?“

Ziel des Vortrages ist es, auf das vielseitige und nahezu uneingeschränkt zur Verfügung stehende didaktische Potenzial des öffentliches Raumes aufmerksam zu machen, zu dessen wesentlichen Merkmalen Mehrsprachigkeit und Multimodalität gehören. Dafür werden zunächst die Begriff der Linguistic und Semiotic Landscape thematisiert sowie an verschiedenen Beispielen gezeigt, wie unterschiedlich die in ihnen präsenten ‚Sprache-Bild-Texte‘ (Hartmut Stöckl) ausfallen können und welches sprach- und kulturdidaktische Potenzial sie enthalten. Auf dieser Grundlage zeigt die Vortragende exemplarisch einige Möglichkeiten auf, wie die Ressourcen von Linguistic Landscapes – in Abhängigkeit von den Erfahrungen, Zielen und Interessen von Lernenden und Lehrenden – für fremdsprachliches und kulturaufmerksames Lernen an sog. außerschulischen Lernorten genutzt werden können. Dabei wird auch auf die Differenzierung zwischen Fremdsprachen- und Zweitsprachensettings eingegangen, die sich offenbar in diesem Kontext als sinnvoll erweist. Die gezeigten und diskutierten Beispiele stammen aus dem amtlich deutschsprachigen sowie aus dem nicht-deutschsprachigen öffentlichen Raum.
Wir freuen uns auf Ihr/Euer Kommen!
Beatrice Müller & Hannes Schweiger
NeuerscheinungCamilla Badstübner-Kizik, Věra Janíková (Hg.): Linguistic Landscape und Fremdsprachendidaktik. Perspektiven für die Sprach-, Kultur- und Literaturdidaktik. Peter Lang 2019.

„Ich hab schon mal angefangen im Spanischunterricht Serbisch zu sprechen …“

Gastvortrag im Rahmen der Vorlesung Einführung in DaF/Z

Prof. Dr. Andrea Boger (Universität Göttingen):
„Ich hab schon mal angefangen im Spanischunterricht Serbisch zu sprechen – Von der Potentialität mehrsprachiger Räume.“

Montag, 14. Jänner 2019, 11:30 Uhr
Hörsaal 32, Hauptgebäude, Stiege 9, 1. Obergeschoss

Forschungskolloquium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

Mittwoch, 7. November 2018, 17.00-21.00 Uhr

Zentrum für LehrerInnenbildung, Porzellangasse 4, Seminarraum 2, Erdgeschoß

Das Forschungskolloquium soll Raum und Möglichkeit bieten, uns über aktuelle Entwicklungen unseres Fachs auszutauschen, dieses Mal mit dem Schwerpunktthema LehrerInnenbildung. Wir möchten Sie herzlich einladen, Ihre Expertise und Erfahrungen zu teilen.

Programm

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und den gemeinsamen Austausch und bitten um Anmeldung.

Organisation: Beatrice Müller (beatrice.mueller@univie.ac.at) & Hannes Schweiger (hannes.schweiger@univie.ac.at)

Welche Aussprache ist gut und richtig?

Gastvortrag:

Prof. Dr. Ursula Hirschfeld (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Seminar für Sprechwissenschaft und Phonetik)

„Welche Aussprache ist gut und richtig? Probleme der Aussprachenormierung im Deutschen“

Dienstag, 27. November 2018
18:30 – 19:30 Uhr
Sensengasse 3a, Hörsaal 1 (1. OG),  Institut für Sprachwissenschaft
1090 Wien Lageplan

Abstract Gastvortrag Hirschfeld

Eine Anmeldung ist nicht nötig, wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Verantwortliche: Dr. Anke Sennema, Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

 

 

 

Professuren

  • İnci Dirim
    Univ.-Prof. für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
    Stellvertretende Institutsvorständin
  • Karen Schramm
    Univ.-Prof. für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

Ass.-Prof. · Assoz. Prof. · ao. Univ.-Prof.

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (post doc)

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (prae doc)

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (Projekte)

Lehrbeauftragte

Emeriti · Im Ruhestand

Portrait

Zentrale Arbeitsfelder

Der Fachbereich untergliedert sich in zwei zentrale Arbeitsbereiche: Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache. Der Bereich Deutsch als Fremdsprache widmet sich den linguistischen, didaktisch-methodischen, kultur- und literaturbezogenen Fragen des Deutschunterrichts im nicht-deutschen Sprachraum. Dabei steht der schulische und universitäre Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht im Zentrum der Forschungsanstrengungen, aber auch Erwachsenenbildung und Kindergarten sind wichtige Forschungsfelder des Arbeitsbereiches. Deutsch als Zweitsprache befasst sich vornehmlich mit der Frage, wie die aus der (amtssprachlichen) Dominanz des Deutschen erwachsende Nachteile für migrationsgesellschaftlich zwei- und mehrsprachige Kinder, Jugendliche und Erwachsene reduziert werden können. Dabei werden unterschiedliche Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbereiche in den Blick genommen; es werden Modelle der Unterstützung der Aneignung des Deutschen entwickelt und evaluiert. Hierfür werden linguistische Grundlagen und Rahmenbedingungen wie Sprachwandel in der Migrationsgesellschaft untersucht.

Aufgaben

Zentrales Anliegen des Arbeitsbereiches Deutsch als Fremdsprache ist es, zur weltweiten Qualitätsentwicklung des Deutsch-als-Fremdsprache-Unterrichts beizutragen, indem entscheidende Impulse beispielsweise für bedarfs- und berufsorientierte Reformen von Germanistik-Studiengängen im nicht-deutschsprachigen Ausland, für die Aus- und Weiterbildung von Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrpersonen sowie auch für die weltweite Vermittlung deutschsprachiger Literatur und Kultur an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen erarbeitet werden. Der Arbeitsbereich Deutsch als Fremdsprache an der Universität Wien versteht sich dabei im Hinblick auf historische, konzeptuelle und insbesondere empirische Forschung sowie auch Lehrpersonenaus- und -weiterbildung im Fach Deutsch als Fremdsprache als Partner in der internationalen Zusammenarbeit von Germanistik- und Deutsch-als-Fremdsprache-Abteilungen und misst der Förderung von NachwuchswissenschaftlerInnen besondere Bedeutung bei. Ziel für den Bereich Deutsch als Zweitsprache ist es, dazu beizutragen, die Schlechterstellung, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene mitunter erfahren, die sich das Deutsche als weitere Sprache aneignen, zu verringern. Da die aus der (amtssprachlichen) Dominanz des Deutschen erwachsenden Nachteile auch durch die Nutzung der lebensweltlichen Mehrsprachigkeit reduziert werden können, werden auch methodisch-didaktische Vorgehensweisen zur Verwendung und Nutzung der Migrations- bzw. Minderheitensprachen im Unterricht ausgearbeitet bzw. reflektiert. Da Sprache nicht losgelöst von politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet werden kann und faktisch sowie symbolisch für die Regulierung von Zugehörigkeiten benutzt wird, kommen weitere wissenschaftliche Perspektiven zum Einsatz, die diese Verknüpfungen zu verstehen ermöglichen, etwa rassismuskritische.

Zur Geschichte

Zum Sommersemester 1993 wurde am Institut für Germanistik der erste österreichische Lehrstuhl Deutsch als Fremdsprache mit Hans-Jürgen Krumm als „Studienversuch Deutsch als Fremd- und Zweitsprache“ eingerichtet und damit das bis dahin nur außerhalb der Universitäten existierende Fachgebiet auch in der universitären Lehre und Forschung etabliert. Während es in Deutschland bereits seit Beginn der Arbeitsmigration erste Lehrstühle, Institute und Studiengänge für DaF gab, hängt die österreichische Gründung mit der Ostöffnung und dem dort entstandenen Bedarf nach einer Modernisierung des Deutschunterrichts und den Kooperationswünschen der Auslandsgermanistik, soweit sie sich als Fremdsprachenphilologie versteht, zusammen. Die Etablierung des Faches in Österreich kann in bisher vier Phasen eingeteilt werden. Die Anfänge (1993 bis 1998) gelten als „start-up-Phase“, in der die ersten inner- und außeruniversitären Aktivitäten gesetzt wurden, wie die Mitarbeit bei der Etablierung des ÖSD (1995), des Österreich Instituts (1997), eines neuen Ausbildungskonzepts für Auslandlektoren und der Beginn der Auslandspraktika 1995. Dieses Programm wird bis heute vom Wissenschaftsministerium und dem OeAD unterstützt und schickt mittlerweile jährlich etwa 60 Studierende in 50 Länder. Seit dessen  Beginn haben etwa 700 Studierende dieses Praktikum absolviert. Die zweite Phase von 1999-2005 kann als „Konsolidierungsphase“ von DaF/Z in Österreich gesehen werden. DaF/Z wurde durch die „Übung DaZ“ fester Bestandteil des Germanistik-Studiums, das bis heute äußerst nachgefragte 24-Stunden-Modul als Möglichkeit einen DaF/Z-Schwerpunkt im Studium zu setzen, wurde entwickelt. Die Periode von 2006-2010 kann als „Verankerung des Faches im Germanistikstudium“ angesehen werden. DaF/Z ist seit damals mit zwei Lehrveranstaltungen (Proseminar+Vorlesung) im Bachelor-Studium Deutsche Philologie vertreten. Darüber hinaus wurde ein Masterstudium DaF/DaZ entwickelt, das im Wintersemester 2008/09 implementiert wurde. 2010 wurde Prof. İnci Dirim als DaZ-Professorin berufen. 2010 wurde der Lehrstuhlinhaber Prof. Hans-Jürgen Krumm emeritiert, Prof. Karen Schramm aus Leipzig trat 2014 seine Nachfolge an. Inhaltlich hat sich auch auf Grund der politischen Situation das Fach (DaF und DaZ) mehr und mehr etabliert, und ist seit 2009 mit damals 29 Studierenden inzwischen zum meist nachgefragten Masterstudium der philologisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät geworden.

(Renate Faistauer)

Arbeitsbereich Deutsch als Fremdsprache

Der Arbeitsbereich Deutsch als Fremdsprache widmet sich den linguistischen, didaktisch-methodischen, kultur- und literaturbezogene Fragen des Deutschunterrichts im nicht-deutschen Sprachraum. Dabei steht der schulische und universitäre Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht im Zentrum der Forschungsanstrengungen, aber auch Erwachsenenbildung und Kindergarten sind wichtige Forschungsfelder des Arbeitsbereiches. Zentrales Anliegen ist es, zur weltweiten Qualitätsentwicklung des Deutsch-als-Fremdsprache-Unterrichts beizutragen, indem entscheidende Impulse beispielsweise für bedarfs- und berufsorientierte Reformen von Germanistik- Studiengängen im nicht-deutschsprachigen Ausland, für die Aus- und Weiterbildung von Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrpersonen sowie auch für die weltweite Vermittlung deutschsprachiger Literatur und Kultur an Schulen, Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen erarbeitet werden. Der Arbeitsbereich Deutsch als Fremdsprache an der Universität Wien versteht sich dabei im Hinblick auf historische, konzeptuelle und insbesondere empirische Forschung sowie auch Lehrpersonenaus- und - weiterbildung im Fach Deutsch als Fremdsprache als Partner in der internationalen Zusammenarbeit von Germanistik - und Deutsch-als-Fremdsprache-Abteilungen und misst der Förderung von NachwuchswissenschaftlerInnen besondere Bedeutung bei.

Ansprechpartnerin für Deutsch als Fremdsprache: Univ.-Prof. Dr. Karen Schramm

Arbeitsbereich Deutsch als Zweitsprache

Das interdisziplinäre Fachgebiet Deutsch als Zweitsprache befasst sich vornehmlich mit der Frage, wie die aus der (amtssprachlichen) Dominanz des Deutschen erwachsenden Nachteile für migrationsresultierend zwei- und mehrsprachige Kinder, Jugendliche und Erwachsene reduziert werden können. Dabei werden unterschiedliche Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbereiche in den Blick genommen; es werden Modelle der Unterstützung der Aneignung des Deutschen entwickelt und evaluiert. Hierfür werden linguistische Grundlagen und Rahmenbedingungen wie Sprachwandel in der Migrationsgesellschaft untersucht. Ziel ist es, dazu beizutragen, die Gleichstellung von Menschen, die sich Deutsch als eine Zweitsprache aneignen, mit solchen, die Deutsch als Erstsprache sprechen, zu erreichen. Da die aus der (amtssprachlichen) Dominanz des Deutschen erwachsenden Nachteile auch durch die Nutzung der lebensweltlichen Mehrsprachigkeit reduziert werden können, werden auch methodisch-didaktische Vorgehensweisen zur Verwendung und Nutzung der Migrations- bzw. Minderheitensprachen im Unterricht ausgearbeitet bzw. reflektiert. Um soziale bzw. subjektivierende Effekte der vorgeschlagenen Maßnahmen (auch in selbstreflexiver Absicht) in den Blick nehmen zu können, werden machttheoretische Wissenschaftstraditionen herangezogen und für den jeweiligen Gegenstand adaptiert. Da Sprache nie losgelöst von politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen betrachtet werden kann und faktisch sowie symbolisch für die Regulierung von Zugehörigkeiten benutzt wird, kommen weitere wissenschaftliche Perspektiven zum Einsatz, die diese Verknüpfungen zu verstehen ermöglichen, etwa rassismuskritische. Da der Begriff „Deutsch als Zweitsprache“ als Bezeichnung für den persönlichen Sprachbesitz inferiorisierende Effekte für als DaZ-SprecherInnen geltende Personen nach sich ziehen kann, ist er mit Bedacht zu verwenden. Jenseits didaktischer und methodischer Notwendigkeiten der Verwendung des Begriffs „Deutsch als Zweitsprache“ ist Deutsch Deutsch, unabhängig davon, ob jemand diese Sprache als Erst- oder Zweitsprache verwendet und in jeglicher Perspektive gleichermaßen wertvoll. Ansprechpartnerin für Deutsch als Zweitsprache: Univ.-Prof. Dr. İnci Dirim

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