Univ.-Prof. Dr. habil. Juliane Schröter

Juliane Schröter

Sprachwissenschaft

Sekretariat: Yasmine Schiller

Institut für Germanistik
Universitätsring 1
1010 Wien

Stiege 9
2. Zwischengeschoss
Zimmer: ZG1O2.52

Tel: +43-1-4277-42173
E-Mail: juliane.schroeter@univie.ac.at

Sprechstunde

In der vorlesungsfreien Zeit finden keine regulären Sprechstunden statt. Bitte melden Sie sich per E-Mail, wenn Sie in eine Sprechstunde kommen möchten.

Vom  01.03.2019 bis Juli 2019 bin ich in Mutterschutz.

 

Veranstaltungen

Symposion „Sprachgeschenke“

Am 07.06.2019 organisieren Juliane Schröter, Noah Bubenhofer, Yvonne Ilg, Joachim Scharloth, Larissa Schüller und Susanne Tienken ein wissenschaftliches Symposion zum 65. Geburtstag von Angelika Linke. Das Programm des Symposions findet sich hier.

Workshop „Sprache // Argumentation // Politik“

Am 18.10.2018 organisieren Martin Reisigl und Juliane Schröter einen Workshop für Prae- und Postdocs. Das Programm des Workshops findet sich hier.

Forschungsprofil

 

Forschungsschwerpunkte

  • (Sozio)Pragmatik, Text- und Diskurslinguistik, Politolinguistik, Argumentationsanalyse, linguistische Kulturanalyse
  • Gegenwartssprache, Neuere Sprachgeschichte

 

Drittmittelfinanziertes Forschungsprojekt

  • Politisches Argumentieren in der Schweiz (Schweizerischer Nationalfonds)

 

Arbeitsgruppe der Professur

Curriculum vitae

 

Wissenschaftliche Qualifikation

  • 2010-2015: Habilitation an der Universität Zürich
  • 2006-2010: Promotion an der Universität Zürich
  • 2000-2006: Studium der Germanistik und Bildenden Kunst an der Universität Kassel, Washington University in Saint Louis/Missouri und Technischen Universität Darmstadt

 

Positionen in Forschung und Lehre

  • seit 2018: Universitätsprofessur „Germanistische Sprachwissenschaft (Gegenwartssprache)“ an der Universität Wien, Institut für Germanistik
  • Sommersemester 2019: ‚Mutterschutzfrist‘
  • 2018: SNF-Förderungsprofessur mit dem Projekt Politisches Argumentieren in der Schweiz an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Departement Angewandte Linguistik
  • 2016-2017: wissenschaftliche Oberassistenz an der Universität Zürich, Deutsches Seminar
  • Herbstsemester 2016: ‚Mutterschaftsurlaub‘
  • 2006-2015: wissenschaftliche Assistenz und Lehraufträge an der Universität Zürich, Deutsches Seminar (mit Unterbrechungen aufgrund von Auslandsaufenthalten und Stipendien)
  • 2007-2011: wissenschaftliche Assistenz und Mitarbeit an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Departement Angewandte Linguistik

 

Auslandsaufenthalte

  • … u. a. in Schweden (Uppsala universitet), Deutschland (Freie Universität Berlin, Universität Kassel, Technische Universität Darmstadt, Tagesspiegel, ZDF), Finnland (University of Helsinki), Frankreich (Goethe-Institut), USA (Washington University in Saint Louis)

 

Zusätzliche Aktivitäten

 

Mitgliedschaften

  • Arbeitsgemeinschaft Linguistische Pragmatik (ALP)
  • Arbeitsgemeinschaft Sprache in der Politik
  • Gesellschaft für Angewandte Linguistik (GAL)
  • Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur in Zürich (GfdSL)
  • Netzwerk KULI – Kulturbezogene und kulturanalytische Linguistik

Publikationsverzeichnis

Publikationsdatenbank u:cris

 

Monographien

  • zusammen mit Emanuel Ruoss/Raphael Berthele/Helen Christen/Walter Haas (erscheint): Schweizerdeutsch. Geschichte der Einstellungen zu den Mundarten der Deutschschweiz. Hrsg. von Emanuel Ruoss/Juliane Schröter. Basel: Schwabe.
  • (2016): Abschied nehmen. Veränderungen einer kommunikativen Kultur im 19. und 20. Jahrhundert. Berlin: de Gruyter (= Reihe Germanistische Linguistik 307). [Habilitation] (Link)
  • (2011): Offenheit. Die Geschichte eines Kommunikationsideals seit dem 18. Jahrhundert. Berlin: de Gruyter (= Studia Linguistica Germanica 105). [Dissertation] (Link)

 

Sammelbände

  • zusammen mit Martin Luginbühl (Hrsg.) (2018): Geisteswissenschaften und Öffentlichkeit – linguistisch betrachtet. Bern: Lang (= Sprache in Kommunikation und Medien 11).
  • zusammen mit Angelika Linke (Hrsg.) (2017): Sprache und Beziehung. Berlin: de Gruyter (= Linguistik. Impulse und Tendenzen 69). (Link)

 

Beiträge

  • (erscheint): The TV addresses of the Swiss government before popular votes. A case study of argumentation in direct democracy. In: Journal of argumentation in context.
  • (erscheint): Contradiction by default. On the discourses before popular votes in Switzerland. In: Ingo H. Warnke/Susanne Schattenberg/Anna-Katharina Hornidge u. a. (Hrsg.): Contradiction studies. Wiesbaden: Springer VS.
  • (erscheint): ‚Gefühlte Wirklichkeit‘. Versuch der korpuspragmatisch-kulturanalytischen Untersuchung eines neueren Phraseologismus. In: Linguistik online.
  • zusammen mit Angelika Linke (erscheint): Sprachgeschichte als Kommunikationsgeschichte. In: Jochen A. Bär/Anja Lobenstein-Reichmann/Jörg Riecke (Hrsg.): Handbuch Sprache in der Geschichte. Berlin: de Gruyter Mouton (= HSW 8).
  • zusammen mit Angelika Linke (2018): Diskurslinguistik und Transsemiotizität. In: Ingo H. Warnke (Hrsg.): Handbuch Diskurs. Berlin: de Gruyter (= HSW 6), 449-469.
  • zusammen mit Martin Luginbühl (2018): Geisteswissenschaften und Öffentlichkeit. Zur Einführung in diesen Band. In: Martin Luginbühl/Juliane Schröter (Hrsg.): Geisteswissenschaften und Öffentlichkeit – linguistisch betrachtet. Bern: Lang (= Sprache in Kommunikation und Medien 11), 7-15.
  • (2018): Genau oder ungenau? ‚Hedges‘ in der Kommunikation der Geisteswissenschaften mit nicht wissenschaftlichen Publika. In: Martin Luginbühl/Juliane Schröter (Hrsg.): Geisteswissenschaften und Öffentlichkeit – linguistisch betrachtet. Bern: Lang (= Sprache in Kommunikation und Medien 11), 169-195.
  • (2018): „Wohl auf denn, meine Schwestern, vereinigt Euch mit mir.“ Die Konstruktion des politischen Kollektivsubjekts ‚der Frauen‘ in Louise Ottos „Frauen-Zeitung“ (1849-1852). In: Muttersprache. Vierteljahresschrift für deutsche Sprache 128 H. Juni, 123-151.
  • (2017): 1848. In: Thomas Niehr/Jörg Kilian/Martin Wengeler (Hrsg.): Handbuch Sprache und Politik. 3. Bd. Bremen: Hempen (= Sprache – Politik – Gesellschaft 21.3), 915-935.
  • (2017): Grüßen und Gruppieren. Zur Geschichte eines sozial vernetzenden Sprechakttyps. In: Angelika Linke/Juliane Schröter (Hrsg.): Sprache und Beziehung. Berlin: de Gruyter (= Linguistik. Impulse und Tendenzen 69), 287-310. (Link)
  • zusammen mit Angelika Linke (2017): Sprache in Beziehungen – Beziehungen in Sprache. Überlegungen zur Konstitution eines linguistischen Forschungsfeldes. In: Angelika Linke/Juliane Schröter (Hrsg.): Sprache und Beziehung. Berlin: de Gruyter (= Linguistik. Impulse und Tendenzen 69), 1-31. (Link)
  • (2016): Die beziehungsgestaltende Kraft von Grüßen. Eine theoretische Skizze. In: Jianhua Zhu/Jin Zhao/Michael Szurawitzki u. a. (Hrsg.): Beiträge des 13. IVG-Kongresses Shanghai 2015. 3. Bd.: Beziehungsgestaltung durch Sprache. Diskurs und Politik. Welche Mündlichkeit, welche Schriftlichkeit? Sprache unter medialen Bedingungen. Die Poetizität der Sprache. Diskursbedeutung und Grammatik: Transtextuelle und gesprächsübergreifende Aspekte grammatischer Inventare. Kontrastive Textologie. Frankfurt/Main: Lang (= Publikationen der Internationalen Vereinigung für Germanistik 22), 69-74.
  • (2016): Taufzettel. Zur Geschichte einer fast vergessenen Textsorte im 18. und 19. Jahrhundert in der Schweiz. In: Britt-Marie Schuster/Susan Holtfreter (Hrsg.): Textsortenwandel vom 9. bis zum 19. Jahrhundert. Akten zur internationalen Fachtagung an der Universität Paderborn vom 9.-13.06.2015 [sic]. Berlin: Weidler (= Berliner sprachwissenschaftliche Studien 32), 135-168.
  • (2016): Vom Handeln zur Kultur. Das Konzept der Praktik in der Analyse von Verabschiedungen. In: Arnulf Deppermann/Helmuth Feilke/Angelika Linke (Hrsg.): Sprachliche und kommunikative Praktiken. Berlin: de Gruyter Mouton (= Institut für Deutsche Sprache. Jahrbuch 2015), 369-403. (Link)
  • (2015): [Einträge zu den Lemmata] Anstandsbuch. Kommunikationsformen. Mystik. Schimpfwort. Spracharbeit. Sprachgesellschaften. Sprachpflege. Sprachverfall. In: Mechthild Habermann/Ilse Wischer (Hrsg.): Historische Sprachwissenschaft. Berlin: de Gruyter (= WSK). (Link)
  • (2014): Analyse von Sprache als Analyse von Kultur. Überlegungen zur kulturanalytischen Linguistik am Beispiel des Wandels von Briefschlüssen im 19. und 20. Jahrhundert. In: Nora Benitt/Christopher Koch/Katharina Müller u. a. (Hrsg.): Kommunikation – Korpus – Kultur. Ansätze und Konzepte einer kulturwissenschaftlichen Linguistik. Trier: WVT (= GCSC 11), 25-45.
  • (2012): „Wenn Menschen auseinandergehn, So sagen sie: auf Wiedersehn“. Zur soziopragmatischen Geschichte eines Abschiedsgrußes im 19. und 20. Jahrhundert. In: Jahrbuch für germanistische Sprachgeschichte 3, 361-379. (Link)
  • zusammen mit Noah Bubenhofer (2012): Die Alpen. Sprachgebrauchsgeschichte – Korpuslinguistik – Kulturanalyse. In: Péter Maitz (Hrsg.): Historische Sprachwissenschaft. Erkenntnisinteressen, Grundlagenprobleme, Desiderate. Berlin: de Gruyter (= Studia Linguistica Germanica 110), 263-287. (Link)
  • zusammen mit Angelika Linke/Noah Bubenhofer (2012): „Ich als Linguist“. Eine empirische Studie zur Einschätzung und Verwendung des generischen Maskulinums. In: Susanne Günthner/Dagmar Hüpper/Constanze Spieß (Hrsg.): Genderlinguistik. Sprachliche Konstruktionen von Geschlechtsidentität. Berlin: de Gruyter (= Linguistik. Impulse und Tendenzen 45), 359-380. (Link)
  • (2011): Briefschlüsse. In: Christian Kiening/Barbara Naumann (Hrsg.): Lieblingsstücke. Germanistik in Zürich. 125 Jahre Deutsches Seminar. Zürich: VDF, 172-173.
  • (2008): Offenheit. Ein modernes Ideal individueller Kommunikation? In: Steffen Pappert/Melani Schröter/Ulla Fix (Hrsg.): Verschlüsseln, Verbergen, Verdecken in öffentlicher und institutioneller Kommunikation. Berlin: Schmidt (= Philologische Studien und Quellen 211), 31-47.

 

Rezensionen, Interviews, Zeitungsartikel, Übersetzungen etc. (Auswahl)

  • (2018): Von Frauen für Frauen. In: Annabelle [o. Jg.] H. 11, 32-37.
  • (2018): „Die ersten Frauenzeitschriften waren elitäre Projekte“. [Interview, geführt von Sven Broder]. In: Annabelle [online]. (Link)
  • (2017): Nachgefragt bei Juliane Schröter. Argumentieren Schweizer Politikerinnen und Politiker anders? [Interview, geführt von Patricia Faller]. In: Impact [o. Jg.] H. 39, 21. (Link)
  • zusammen mit Martin Luginbühl (2017): Geisteswissenschaften in der Öffentlichkeit. In: Bulletin. SAGW Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften [o. Jg.] H. 1, 23-24. (Link)
  • zusammen mit Robert Schikowski/Charlotte Meisner (2014-2017): angesprochen. Der Linguistik-Podcast. (Link)
  • (2016): Faustregeln für geschlechtergerechte Sprache. [Interview, geführt von Reto Scherrer]. In: Radio SRF Ratgeber (11.02.). (Link)
  • zusammen mit Susanne Tienken (2016): KULI 1. Vorläufige Positionsbestimmung. (Link)
  • (2015): „Eltern lassen sich oft von Promi-Namen inspirieren“. [Interview, geführt von Romana Kayser]. In: 20 Minuten (30.01.). (Link)
  • (2015): [Rezension zu] Robert Mroczynski. 2014. Gesprächslinguistik. Eine Einführung (Narr Studienbücher). Tübingen: Narr. 272 S. In: Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Sprachwissenschaft 7 H. 1-2, 45-49. (Link)
  • (2014): „Gegenüber soll sich wohlfühlen“. [Interview, geführt von Tanja Selmer.] In: Tagblatt der Stadt Zürich (05.03.), 29. (Link)
  • (2011): Offen gesprochen. [Interview, geführt von Alice Werner.] In: UZH News. (Link)
  • zusammen mit Angelika Linke (2010): Wann wird unsere Sprache geschlechterneutral? [Interview, geführt von Sonja Bächi.] In: Radio Stadtfilter Winterthur. Östrosteron (11.10.).
  • (2008): Zeichnungen. In: Variations. Literaturzeitschrift der Universität Zürich 16, 217-220.
  • zusammen mit Joachim Huber (2004): Sport ist Wort. Athleten-Interviews bei Olympia: Keiner muss, jeder soll und alle machen es. In: Der Tagesspiegel (19.08.), 27.
  • (2004): Eine Art fünfte Gewalt. Spendenakquise und Meinungsmache: Der US-amerikanische Wahlkampf entdeckt das Internet. In: Der Tagesspiegel (26.07.), 27.
  • zusammen mit Christiane Court (2002/2004): [Übersetzung von] Sabine Eckmann/Beate Kemfert/Bradley Fratello u. a.: Exil und Moderne. H. W. Janson und die Sammlung der Washington University in St. Louis. [H. W. Janson and the legacy of modern art at Washington University in St. Louis]. [Heidelberg]: Edition Braus.

Aktivitäten

Sprache – Kultur – Gesellschaft: Die Professur „Germanistische Sprachwissenschaft (Gegenwartssprache)“ erforscht den Gebrauch der deutschen Sprache in der Gegenwart in seinem Zusammenhang mit kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

 

Derzeit entstehen u. a. folgende empirische Studien:

Foto: Kyle Glenn / Unsplash

Der österreichische Pressediskurs über Flüchtlinge, Migranten und Migration

Was kennzeichnet den zeitgenössischen Diskurs über Flüchtlinge, Migranten und Migration in der österreichischen Presse? Welches Bild von Flüchtlingen, Migranten und Migration vermitteln die Zeitungsartikel vorrangig?

In der Studie wird ein Korpus von ca. 6’000 Zeitungsartikeln aus dem Zeitraum vom Mitte 2015 bis Ende 2017 korpus- und diskurslingustisch untersucht. Die Ergebnisse sollen in ein Buchprojekt einfließen, das die Darstellung der sogenannten Flüchtlingskrise in der Presse verschiedener europäischer Länder miteinander vergleicht.

Foto: Sammie Vasquez / Unsplash

Versprachlichung von Angst in der Ratgeberliteratur

Wie wird in deutschsprachigen Ratgebern der letzten Jahrzehnte über Angst geschrieben? Welche Perspektiven auf und Umgangsweisen mit Angst werden dadurch nahegelegt, und wie verändern sie sich?

Der Untersuchung liegen Ratgeber bei Angststörungen zugrunde, die zwischen 1980 und 2018 erschienen sind. Korpus- und textlinguistische Untersuchungsansätze werden im Rahmen einer linguistischen Kulturanalyse kombiniert. Die Resultate sollen in einem interdisziplinären Band publiziert werden. Ihm liegt die Annahme zugrunde, dass die Grundemotion Angst und der kulturell geprägte Umgang damit auch und gerade in der Gegenwart eine wichtige Rolle spielen.

Foto: Nick Fewings / Unsplash

SVP – FPÖ. Die Argumentationen zweier rechtspopulistischer Parteien Europas im Vergleich

Wie argumentieren die Schweizer SVP und die österreichische FPÖ in verschiedenen Textsorten und kommunikativen Gattungen? Lässt sich durchgängig ein rechtspopulistischer Argumentationsstil feststellen – oder ist die Variation dafür zu groß?

In dieser Studie werden zeitgenössische Kommunikate der SVP und ÖVP (z. B. Wahlprogramme, Reden oder Wahlplakate) mit politolinguistischen, stilistischen und argumentationsanalytischen Mitteln systematisch verglichen. Die Studie ist für ein Zeitschriftenheft zum Thema Populismus vorgesehen.

 

Lehrveranstaltungen 2018W

Alle bisherigen Lehrveranstaltungen im Vorlesungsverzeichnis