Vorlesungs­verzeichnis

NdL: Digitales Edieren

100106 PS 2020S

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Moodle

Vortragende:

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Alle Formen der mündlichen Interaktion sowie physischen Anwesenheit sind für die Zeit des Home-learning in den virtuellen Raum verlagert.

Durch die Etablierung der "Digital Humanities" sind in der Germanistik neue Arbeitsweisen und Forschungsmethoden entstanden. Editionen sind von diesen Entwicklungen besonders betroffen und können davon profitieren - traditionelle Herangehensweisen der Editionswissenschaft verbinden sich in einer digitalen Edition mit Fragen der Darstellung, der Navigation oder der Verknüpfung mit weiteren digitalen Wissensbeständen.

In einer Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Germanistik der Universität Wien und dem Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek wurde 2018 eine digitale Edition der Tagebücher des österreichischen Schriftstellers Andreas Okopenko (1930-2010) publiziert. Der Nachlass Okopenkos wird im PS als Studien- und Arbeitsmaterial verwendet. Um den Studierenden den Anschluss an Entwicklungen im Bereich der Digital Humanities zu ermöglichen, ist es Ziel der Lehrveranstaltung, grundlegende Kenntnisse im digitalen Edieren praxisnah zu vermitteln. Inhaltlich wird überdies ein Einblick in die österreichische Nachkriegsliteratur der 1950er Jahre und die frühe österreichische Neo-Avantgarde geboten.

Technisches Vorwissen ist abgesehen von allgemeinen Computergrundkenntnissen nicht notwendig und keine Voraussetzung für die Teilnahme, da sich das PS an Anfänger*innen im digitalen Edieren richtet. Ein Laptop ist allerdings für die Durchführung von Codierungsübungen unbedingt erforderlich und selbst mitzubringen.

 

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Regelmäßige Anwesenheit (max. 3 unentschuldigte Fehleinheiten)
- Lektüre der Sekundärliteratur, Teilnahme an Diskussionen und Codierungsübungen
- 3 Hausübungen
- Abgabe der Aufgaben zu den E-Learning-Einheiten
- Erstellung eines Thesenpapiers zu einem Text der Sekundärliteratur und Diskussionsleitung als Expert*innengruppe
- Verfassen einer individuellen Proseminararbeit (15 Seiten Haupttext)

 

Literatur

Sahle, Patrick: Digitale Edition. In: Fotis Jannidis / Hubertus Kohle / Malte Rehbein (Hrsg.): Digital Humanities. Eine Einführung. Stuttgart: Metzler 2017, S. 234–249. [Online-Zugriff über u:access]
Okopenko, Andreas: Die schwierigen Anfänge österreichischer Progressivliteratur nach 1945. In: ders.: Gesammelte Aufsätze und andere Meinungsausbrüche aus fünf Jahrzehnten. 1. Band: In der Szene. Klagenfurt: Ritter 2000, S. 13–38.

Weitere Literatur wird zu Semesterbeginn bekanntgegeben und z.T. auf Moodle zur Verfügung gestellt.

 

Prüfungsstoff

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

 

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Insgesamt können 100 Punkte erreicht werden: Mitarbeit und Codierungsübungen (25), Thesenpapier und Diskussionsleitung (25), Proseminararbeit (50).
Für einen positiven Abschluss des Proseminars sind mindestens 60 Punkte erforderlich, wobei in der Teilleistung "Proseminararbeit" zumindest 30 Punkte erreicht werden müssen.

1 (sehr gut): 100 – 90 Punkte; 2 (gut): 89 – 80 Punkte; 3 (befriedigend): 79 – 70 Punkte; 4; (genügend): 69 - 60 Punkte; 5 (nicht genügend): 59 – 0 Punkte