ao. Univ.-Prof. i.R. tit. Univ.-Prof. Dr. Richard Schrodt

Richard Schrodt

Sprachwissenschaft

Institut für Germanistik
Universitätsring 1
1010 Wien

E-Mail: richard.schrodt@univie.ac.at

Forschungsschwerpunkte

  • Historische deutsche Syntax
  • Sprachwandelmodelle
  • Deutsche Grammatik
  • Rechtschreibung und ihre Reform
  • Didaktik der deutschen Grammatik
  • Sprache in der Politik
  • Werbesprache
  • Sprachlogik
  • Kommunikationsethik
  • Semiotik
  • Mitglied des Rates für deutsche Rechtschreibung

Curriculum vitae

Geb. 5. Feber 1948; Matura 1966 (Realschule), Studium: 1966/67 Medizin, ab 1967/68 Germanistik und Psychologie als Hauptfächer, Sprachwissenschaft und Philosophie als Nebenfächer (Promotion 1973 mit einer Arbeit über die germanische Lautverschiebung); ab 1971 wissenschaftliche Hilfskraft, ab 1974 Universitätsassistent; 1982 Habilitation für Germanistische Sprachwissenschaft (mit einer Arbeit über die Diachronie des Konjunktivs); 1991 Ernennung zum tit. Ao.-Professor. Auslandsaufenthalte in Köln und Tübingen (Humboldt-Stipendium), Gastprofessuren in Graz und Berlin.
Seit 2013 im Ruhestand.

Publikationsverzeichnis

Selbständige Bücher

  • Die germanische Lautverschiebung und ihre Stellung im Kreise der indogermanischen Sprachen, 2. Aufl. Wien 1976 (WAGAPh 1).
  • System und Norm in der Diachronie des deutschen Konjunktivs, Tübingen 1983 (Linguistische Arbeiten 131).
  • Warum geht die deutsche Sprache immer wieder unter? Wien 1995.
  • Warum neu schreiben? (zusammen mit Karl Blüml, Ulrike Steiner und Evelyn Thornton)
  • Althochdeutsche Grammatik II: Syntax. Tübingen 2004. (Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte a 5/2).

Beiträge in wissenschaftlichen Zeitschriften und Sammelwerken (in Auswahl; vollständig ab 1994):

  • Am Ende der Sprache? Die Aporie der ideologiekritischen Sprachbetrachtung. Wirkendes Wort 1988/3, 415-438.
  • Die Opposition von Objektsgenitiv und Objektsakkusativ in der deutschen Sprachgeschichte: Syntax oder Semantik oder beides? PBB 114, 1992, 361-394.
  • Von der Diskurssyntax zur Satzsyntax: Reanalyse und/oder Grammatikalisierung in der Geschichte der deutschen Nebensätze. Folia Linguistica Historica 13, 1992, 259-278.
  • Metonymie und Ausdrucksfehler. Grazer Linguistische Studien 42, 1994, 63-77.
  • Sprachkritiker gegen Lapsolog – Ausgang „unentschieden“. Bemerkungen zur Korrekturarbeit im Deutschunterricht. Informationen zur Deutschdidaktik 18/4, 1994, 74-96.
  •  Der Sprachbegriff zwischen Grammatik und Pragmatik: Was ist das österreichische Deutsch? In: Rudolf Muhr / Richard Schrodt / Peter Wiesinger (Hgg.): Österreichisches Deutsch. Wien 1995, 52-58.
  • Die neue Rechtschreibung – ein guter Schritt in die falsche Richtung? Erziehung und Unterricht 7, 1996, 521-528.
  • Aspekt, Aktionsart und Objektsgenitiv im Deutschen: Wie weit kann eine systematische Erklärungsmöglichkeit für den Schwund des Genitivobjekts gehen? Linguistische Berichte Sonderheft 7, 1995-96, 71-94.
  • Alte rechtschreibfallen … und neue. Wider oder wieder? Bitte nicht dänken! tribüne 1996/1, 20-21.
  • Wörter und Wendungen: Das war (damals) eine hetz. tribüne 1996/1, 21-22.
  • Die vokallänge – eine phonetische gretchenfrage. tribüne 1996/2, 19-22. (Teilabdruck aus Nr. 28).
  • Kleines panoptikum zur rechtschreibreform. tribüne 1996/4, 2-5.
  • Das duell der sekundanten. tribüne 1996/4, 35-37.
  • Artikel „Sprechakte, Sprachhandlungen, und Kommunikationsethik“, „Syntax I: Allgemeines“, „Syntax III: Generative Grammatik“, „Semantik“ in: Peter Ernst (Hg.), Einführung in die synchrone Sprachwissenschaft, Wien 1997.
  • „Sprache ist etwas Lebendiges, doch falsche Ausdrücke haben damit nichts zu tun“ – oder: „Wenn man nur wüßte, wann die „Sprachpolizei“ wieder kommt!“ Bemerkungen zu sprachkritischen Leser- und Hörerbriefen. In: Gisela Brandt (Hg.), Historische Soziolinguistik des Deutschen III. Stuttgart 1997 (Stuttgarter Arbeiten zur Germanistik 351), 299-314.
  • Die Diskussion um die neue Rechtschreibung. verbal-Newsletter 3, 1997/2, 18-24.
  • Wittgensteins Bemerkungen zur Musik. In: Gian Franco Arlandi (Hg.), Music and Sciences. Bochum 1997. (Bochum publications in evolutionary cultural semiotics 17), 303-307.
  • Nationale Varianten, areale Unterschiede und der „Substandard“: An den Quellen des österreichischen Deutsch. In: Rudolf Muhr / Richard Schrodt (Hgg.), Österreichisches Deutsch und andere nationale Varietäten plurizentrischer Sprachen in Europa. Wien 1997 (Materialien und Handbücher zum österreichischen Deutsch und zu Deutsch als Fremdsprache 3), 12-39.
  • Die neue Rechtschreibung – Reform oder Maniküre? ÖdaF-Mitteilungen 1997/2, 11-19.
  • Gawains Weg in die Gegenwart. Bemerkungen zu David Harsents Libretto der Oper „Gawain“ von Harrison Birtwistle. In: Christa Tuczay / Ulrike Hirhager / Karin Lichtblau (Hgg.), Ir sult sprechen willekomen. Festschrift für Helmut Birkhan zum 60. Geburtstag. Bern 1998, 580-585.
  • Sprachgeschichte in der Sicht strukturalistischer Schulen. In: Werner Besch et al. (Hgg): Sprachgeschichte, 1. Teilband. 2. Aufl. Berlin-New York 1998, 520-529.
  • Zeitenfolgeregeln sind Aspektkongruenzregeln: Bemerkungen zur Diachronie des deutschen Perfekts. ZAS Papers in Linguistics 13, 1998, 240-242.
  • Österreichisches Deutsch, Deutsch in Österreich. New German Studies Texts & Monographs Vol. XII, 1998, 26-56.
  • Die grammatischen Kategorien des Deutschen – wie viele und welche? In: Zbornik prispevkov zo IV. konferencie Spolocnost ucitelov nemeckeho Jazyka a germanistov Slovenska a Pedagogicku fakultu UK Bratislava MAPA Slovikia Bratislava, Bratislava 1998, 58-75. [Akzente im Reihentitel fehlen]
  • Der witz und seine folgen. tribüne 1999/2, 16-25.
  • Nachrichten aus der provinz: Über das duden-deutsch und seine angeblichen verächterinnen. tribüne 1999/2, 26-30.
  • Wortgeschichtliche fundstücke. tribüne 1999/4, 2-11.
  • Vom Verschwinden von Wörtern aus der deutschen Sprache – die Rechtschreibreform als Wortmörderin (am Beispiel der verbalen Pseudokomposita mit substantivischem Erstglied). In: Sigrid Schmitz / Ingrid Bennewitz / Ulrich Müller (Hgg.): Specht und Gämse. Beiträge zur Rechtschreibung des Deutschen (Symposium Salzburg 1998). Festschrift für Franz V. Spechtler. Göppingen 2000 (Göppinger Arbeiten zur Germanistik 687), 31-41.
  • Tempus, Thema und Textstrukturen. Unterwegs zu einer Textlinguistik des Sinns. In: Oswald Panagl / Walter Weiss (Hgg.): Noch einmal Dichtung und Politik. Wien-Köln-Graz 2000 (Studien zur Politik und Verwaltung 69), 321-347.
  • Tempus, Zeit und Text. Von der Versinnlichung der Zeit im literarischen Umfeld. informationen zur deutschdidaktik 3/00, 2000, 27-40.
  •  Superäkschn, ganz kuhl. Trendwörter des 21. jahrhunderts. tribüne 2000/4, 4-6.
  • Trendwörterbücher im Vergleich. tribüne 2000/4, 7-9.
  • Wo, bitte, geht’s zum guten Deutsch? tribüne 2001/1, 4-9.
  • Sprachratgeber im Test. tribüne 2001/1, 10-11.
  • Das Haus Wittgenstein als gebaute Philosophie … und heute. tribüne 2001/2, 4-13.
  • Das schöne Fremde im deutschen Wortschatz. In: Gerhard Stickel (Hg.): Neues und Fremdes im deutschen Wortschatz. Berlin-New York 2001 (Institut für deutsche Sprache, Jahrbuch 2000), 304-311.
  • Das hast du ja gut gemacht! Ironie, Sarkasmus, Zynismus – über sprachliche Verletzungen in aufsteigender Reihenfolge. tribüne 2001/4, 4-9.
  • Tekstna lingvistika.In: Zrinjka Glovacki-Bernardi (Hg.): Uvod u lingvistiku. Zagreb 2001, 235-248.
  • Megageil ist schon out: Die Jugendsprache im Wandel. tribüne 2002/1, 4-8.
  • Schön, neu und fesch –  die Anglizismen in der deutschen Werbung. In: Rudolf Muhr / Bernhard Kettemann (Hgg.): EUROSPEAK. Der Einfluss des Englischen auf europäische Sprachen zur Jahrtausendwende. Frankfurt/Main 2002, 101-116.
  • Nähe aus der Ferne: Elektronen mit Emotionen. tribüne 2002/3, 4-11.
  • Die Satzgliedlehre in der Schule. tribüne 2002/4, 4-15.
  • Die althochdeutschen Adverbialbeziehungen in universalgrammatischer Sicht: Wege und Umwege zur Hypotaxe. In: Heinrich Hettrich (Hg.): Indogermanische Syntax. Wiesbaden 2002, 301-317.
  • Das Sprachbarometer zeigt Sturm: Nutzen und Notwendigkeit soziologischer Konzepte bei der Erforschung der deutschen Gegenwartssprache. Stimulus 2002, 15-23.
  • Die Aporie der Deskription: Synchronie und Diachronie in der althochdeutschen Syntax. In: Anja Lobenstein-Reichmann / Oskar Reichmann (Hgg.): Neue historische Grammatiken. Tübingen 2003 (Reihe Germanistische Linguistik 243), 167-192.
  • Tempus, Aspekt/Aktionsart und Modus im Deutschen. In: Werner Besch et al. (Hgg.): Sprachgeschichte, 3. Teilband (2. Aufl.), Berlin – New York 2003, 2504-2525. (zusammen mit Karin Donhauser)
  • Strategien des uneigentlichen Sprechens: Ironie und Witz. In: Oswald Panagl / Robert Kriechbaum (Hgg.): Stachel wider den Zeitgeist. Wien-Köln-Weimar 2004, 11-31.
  • Texte sprachlich analysieren – Texte besser verstehen. tribüne 1/2004, 4-14.
  • Sprachliche Bildung – eine persönliche Antwort auf eine allgemeine Frage. In: Eva Maria Rastner / Werner Wintersteiner (Hgg.): Deutsch – Didaktik – Dialog. Wien 2004 (Stimulus 2003), 49-51.
  • Textstrukturen in Hermann Bahrs Erzählung Lenke. In: Jeanne Benay / Alfred Pfabigan (Hgg.): Hermann Bahr – für eine andere Moderne. Bern 2004 (Convergences 34), 15-29.
  • Von den Affen zu den Menschen. tribüne 3/2004, 16-22.
  • Vom Aufstand gegen die Rechtschreibreform, oder: Mensch, werde wesentlich! tribüne 4/2004, 8-16.
  • Der Konjunktiv. Eine unendliche Geschichte. ide 4/2004, 8-16.
  • Kongruenzprobleme im Numerus bei Subjekt und Prädikat: Die Termqualität geht vor. In: Ludwig M. Eichinger / Werner Kallmeyer (Hgg.): Standardvariation. Wie viel Variation verträgt die deutsche Sprache? Berlin 2005, 231-246.
  • Textstrukturen und Themenfolgen in Ingeborg Bachmanns Roman „Malina“. In: Jeanne Benay (Hg.): „Und wir werden frei sein, freier als je von jeder Freiheit …“. Die Autorin Ingeborg Bachmann. Wien 2005, 79-97.
  • Schulgrammatik – ins Nichts? In: Eva Maria Rastner / Richard Schrodt (Hgg.): Lehramt Deutsch – wohin? Wien 2005 (Stimulus 2004), 93-124.
  • Analoge Kommunikation in der deutschen Sprache: Ein kulturgeschichtlicher Trend mit sprachlichen Folgen. In: Christiane M. Pabst (Hg.): Sprache als System und Prozess. Festschrift für Günter Lipold zum 60. Geburtstag. Wien 2005, 402-421.
  • Perspektiven der Subjektivität: Das Verhältnis von Systemzeit und Eigenzeit in den perfektischen Tempusformen. In: Friedrich Stadler / Michael Stölzner (Hgg.): Time and History. Proceedings of the 28. International Ludwig Wittgenstein Symposium Kirchberg am Wechsel, Austria 2005. Heusenstamm 2006 (Publications of the Austrian Ludwig Wittgenstein Society New Series, Bd. 1), 317-335.
  • Jenseits der Abweichungspoetik: Die anomale Kategorie als poetisches Schema. In: Wolfgang U. Dressler / Oswald Panagl (Hgg.): Poetische Lizenzen. Wien 2007 (Salzburger Beiträge zur Sprach- und Kulturwissenschaft 4), 51-66.
  • Was sind gute Kurztexte? Überlegungen zur Linguistik der Textqualitäten. In: Primus-Heinz Kucher (Hg.): Germanistik und Literaturkritik. Wien 2007 (Stimulus 2006), 297-332.
  • Temporalität beim Konjunktiv? In: Hartmut E. H. Lenk / Maik Walter (Hgg.): Wahlverwandtschaften – Valenzen, Verben, Varietäten. Festschrift für Klaus Welke zum 70. Geburtstag. Hildesheim 2007, 247-260 (Germanistische Linguistik 188-189).
  • „Bitte achten Sie in Ihren Beiträgen auf geschlechtsneutrale Formulierungen.“ informationen zur deutschdidaktik 31/3, 2007, 55-62.
  • Tiefen und Untiefen im wissenschaftlichen Sprachgebrauch. In: Maria Nicolini (Hg.), Wissenschaft, helldunkler Ort. Wien 2008, 33-42.
  • Der verbale Modus im Deutschen: Synchronie und Diachronie der Konjunktivformen. In: Waldemar Czachur / Marta Czyżewska (Hgg.), Vom Wort zum Text. Festschrift für Professor Józef Wiktorowicz zum 65. Geburtstag. Warschau 2008, 275-286.
  • Deskription, Narration, Interpretation: Textstrukturen der Deskription in Joseph Roths Erzählung „Seine k. und k. apostolische Majestät.“ In: Monika Dannerer et al. (Hgg.), Gesprochen – geschrieben – gedichtet. Variation und Transformation von Sprache. Berlin 2009 (Philologische Studien und Quellen 218), 147-160.
  • Textstrukturen und Themenkomplexe in der „Melusine“ Thürings von Ringoltingen. In: Johannes Keller / Florian Kragl (Hgg.), Mythos – Sage – Erzählung. Gedenkschrift für Alfred Ebenbauer. Göttingen 2009, 455-474.
  • Basiswissen Grammatik. Von Nutzen und Notwendigkeit grammatischer Kenntnisse im Schulunterricht mit besonderer Berücksichtigung des Gegenteils. informationen zur deutschdidaktik 34/2, 2010, 22-32.
  • Germanistische Sprachwissenschaft in Frankreich. In: Wolfgang Hackl / Wolfgang Wiesmüller (Hgg.), Germanistik im Spannungsfeld von Regionalität und Internationalität. Wien 2010, 88-95 (Stimulus 2009).
  • Über Händl Klaus’ Stücke Ich ersehne die Alpen und So entstehen die Seen.In: Pia Janke (Hg.), JELINEK[JAHR]BUCH, Wien 2012, S. 258-266.
  • Sprache in den Neuen Medien. In: Erna Lackner (Hg.), Neue Medien in Kultur und Wirtschaft. Innsbruck 2012, S. 53-62.
  • Der Apostroph – des Apostroph’s? Sprachreport 28, 2012, Heft 3, S. 27-28.

Herausgeber:

  • Dokumente zur neueren Geschichte der deutschen Orthographie in Österreich. Hildesheim [u.a.] 2000. (Documenta orthographica: Abt. B, 19. und 20. Jahrhundert, 8)
  • (zusammen mit Anne Betten und Andreas Weiss): Neue Sprachmoral? Stimulus 2002.
  • Hermann Bahr, Lenke. In: Jeanne Benay / Alfred Pfabigan (Hgg.): Hermann Bahr – für eine andere Moderne. Bern 2004 (Convergences 34), 31-52.
  • (zusammen mit Eva Maria Rastner): Lehramt Deutsch – wohin? Wien 2005 (Stimulus 2004).

zusammen mit Rudolf Muhr:

  • Materialien und Handbücher zum österreichischen Deutsch und zu Deutsch als Fremdsprache (Reihe, ab Bd. 2).
  • (zusammen mit Rudolf Muhr und Peter Wiesinger): Österreichisches Deutsch. Linguistische, sozialpsychologische und sprachpolitische Aspekte einer nationalen Variante des Deutschen. In: Materialien und Handbücher zum österreichischen Deutsch und zu Deutsch als Fremdsprache Bd. 2, Wien 1995.

Projekte

 
Althochdeutsche Syntax (Abgeschlossen)

Aktivitäten

Lehrveranstaltungen 2016W

Lehrveranstaltungen 2014S

Lehrveranstaltungen 2013S

Alle bisherigen Lehrveranstaltungen im Vorlesungsverzeichnis